Bedingungsloses Grundeinkommen - Aufforderung zur Diskussion

    • Bedingungsloses Grundeinkommen - Aufforderung zur Diskussion

      huffingtonpost.de/andreas-kugl…einkommen_b_10244758.html

      Habe gerade entdeckt, dass in CH über ein BGE abgestimmt werden soll. (Kurzerklärung: ein BGE ist ein Satz von Geld, dass der Staat JEDEM Bürger aushändigt, unabhängig davon, ob er arbeitet oder nicht, sprich die Arbeit zur Absicherung des Lebensunterhaltes fällt weg) Da dieses Modell immer wieder, gerne auch in Begleitung von weiteren Modellen (fließendes Geld, soziales Bodenrecht und freie Presse wissensmanufaktur.net/plan-b-fuer-einsteiger). Manches Gesamtkonzept hört sich realtiv schlüssig an, manches hört sich utopisch an.

      Wäre ein ensprechendes Modell umsetzbar? Welche Veränderungen, Randbedingungen wären nötig? Oder ist die Menschheit schlichtweg noch nicht reif?

      Da ich das momentane System als im Prinzip schon gescheitert ansehe, denke ich lohnt es sich zumindest über den Tellerrand hinauszublicken und dieses neue System zu überdenken. Was haltet ihr davon, wie würdet ihr entscheiden, wenn in D abgestimmt werden würde? Wenn das BGE in CH eingeführt werden würde, wäre das Land dann interessant für euch um dort zu leben?

      Fragen über Fragen, da ich mir persönlich schon sehr viele Gedanken gemacht habe über das Thema, würde mich interessieren, was ihr dazu denkt und vor allem WARUM?

      Bin gespannt, ob es hier zum Regen Austausch kommt.
      Wir sind der singende tanzende Abschaum der Welt!
    • ;-) aah mein lieblingsthema... tausend und einer geben mir im monat bitte je ein euro und ich gebe auch den einen euro weiter dachte ich mir mal so, aber wenns vom staat kommt auch gut... sogar besser als hartzIV, da es bedingungslos ist und man sich um sein leben in ruhe kümmern kann ohne druck oder verpflichtungen... so kann man vieles schaffen und es kommt auch wieder dem staat zugute, auch wenn es viele nicht begreifen können
    • Du denkst also es würde funktionieren!? So habe ich dich zumindest mal verstanden. Ich frage deshalb, weil Kritiker ja sagen: Sobald es ein BGE gibt, arbeitet kein Mensch mehr etwas, da es ja nicht länger notwendig ist. Wie stehst du dazu? Du schreibst ja "man kann sich um sein Leben kümmern" beinhaltet das dann der Gesellschaft etwas zurückgeben?
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    • ...ja genau das meine ich wenn ich mir keine sorgen um miete und essen machen müsste, könnte ich mich auch voll und ganz auf eine mir zusagende arbeit konzentrieren und so z.b. auch über steuern der gesellschaft was zurückgeben ;-) das ist ein weitverbreiteter irrglaube dass denn niemand mehr arbeiten gehen würde, der mensch ist von natur aus bereit etwas zu leisten egal in welche richtung es geht. siehe z.b. auch hartz IV Empfänger - die meisten wären froh über eine vernünftige arbeit und wollen alles andere als dauernd vorm amt zu kriechen und mit BGE könnten sich leute selbstständig machen, gut ernährt ihre arbeit antreten, sich die fahrkarte leisten, usw. und so fort...
    • Was mich interessieren würde: Wärst du für ein Modell, bei dem das BGE so hoch ist, dass es genügt nicht zu arbeiten und der Lebensunterhalt allein damit bestritten werden könnte, oder für ein Modell, bei dem es einen Sockelbetrag gibt und die Menschen dann durch Arbeit den Luxus zuverdienen könnten, den sie sich wünschen?

      Weiter würde mich interessieren, wer deiner Meinung nach unangenehme Arbeiten machen würde...

      Denn ich gebe dir insofern recht: Der Mensch will etwas tun, etwas was ihm spaß macht (vielleicht Musik, Filme oder Kunst machen, vielleicht tolle technische Geräte erfinden, Sport treiben...) aber wie sieht es aus mit Jobs wie Klos putzen, Müllabfuhr, Maurer... (ich will hiermit die entsprechenden Berufe ausdrücklich nicht abwerten)
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    • Alle bisherigen Sozialleistungen fallen weg und die Zahlungen davon in das Grundeinkommensystem (Hartz V) einfließen. Die Menschen, die neben dem Grundeinkommen arbeiten, müssen das finanziell mittragen (Alternative zur Arbeitslosenversicherung) und die Wirtschaft (durch eine Steuer oder durch die Sozialabgaben der Arbeitsnehmer) sowieso, da sie mitverantwortlich sind.

      Gesetzl. Krankenkasse und Rente wird vom Grundeinkommen abgezogen. Wenn die Person ein Luxusleben im Alter haben möchte, muss sie privat vorsorgen. In den USA ist das genauso der Fall. Die Rente kann auch ganz wegfallen und das Grundeinkommen wird bis Lebensende ausgebezahlt werden.

      Selbstverständlich gilt das Grundeinkommen nur für Menschen, die hier geboren sind, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und Deutsch sprechen. Sonst wäre so ein System niemals finanzierbar. Einwanderer profitieren vom Grundkommen nur, wenn sie viele Jahre im Land leben und sich integriert haben.
      Ich verfolge Euch! Egal, wann oder wo ... Ich werde Euch kriegen!
    • Müllmann ist ein ehrenwerter Beruf hab ich auch schon gemacht, nur macht es mir kein Spaß und würde ich z.b. nicht mehr machen wenn ich nicht müsste... das ist auch eine einstellungssache, glaube es gibt genug die einen recht ekligen oder anstrengenden job machen, aber diesen auch mögen und mit leidenschaft ausüben...

      bei bedingungslosen Grundeinkommen sagt doch das wort alles aus, es ist nicht an bedingungen geknüpft und dient nur als grundlage - sowas wie luxus ist auch ein dehnbarer begriff... für mich ist luxus vorallem auch sowas einfaches wie sich ordentlich essen kaufen zu können oder dank der bezahlten rechnung im internet surfen und mir ein video auf youtube reinziehen... müsste ich mir darum keine sorgen machen, könnte ich mich auch auf gewisse andere dinge konzentrieren oder finanziell das ganze fördern, wie z.b. ne selbsständigkeit erwirtschaften mit firmenwagen und büro usw... sprich sein eigenes ding machen ohne zeitdruck und repressalien oder sonstiges im nacken... das wäre bei der grundsicherung, was ja mehr als hartz Iv ist schon ein stück greifbarer ...das geht mit hartz IV oder einem Job bei dem nicht viel rum kommt im monat nicht so einfach, da es auch geld kostet arbeiten zu gehen, fahrkosten, essen usw. und die zeit reicht denn bei weitem nicht um sich selber was auszudenken, die meisten jobs werden nicht angemessen entlohnt oder man muss sie machen weil einem das aufgezwungen wird (jobcenter) oder einem nichts anderes übrigbleibt, da verliert man schnell die lust an den dingen die man vorhatte, liebt, gerne machen würde oder vernachlässigt freizeit aktivitäten... usw.

      ich könnte mir auch vorstellen bei nem angestellten den job mit grundeinkommen, denn würde dieser auch mehr spaß machen ohne großen leistungsdruck wegen dem geld, vorrausgesetzt es ist ein job der mir zusagt... so macht es natürlich kein sinn irgendwas zu arbeiten... zumindest hab ich das immer gehabt, ein job der mir spaß machte habe ich auch gern gemacht, wo das nicht der fall war z.b. als zeitarbeiter in diversen fabriken schufften, da war ich auch schnell wieder wech und hab mir was neues gesucht..
    • Okay ich fasse zusammen: Du bist der Meinung, dass die Jobs, die unangenehm sind dennoch gemacht würden? Ich frage mich halt, wenn jemand der mit Freude Müllmann ist, jetzt die Möglichkeit hat, z.B. auch Fussball zu spielen, da er ja jetzt die Zeit hat, ob die Jobs dann tatsächlich noch jemand machen würde...

      Also wäre dein Anspruch: Die Menge Geld, bei der man ein Dach über dem Kopf hat und was zu beißen. Alles weitere, wie tolle Autos usw. wäre dann der Bereich, den man sich durch einen Job dazuverdienen müsste.

      Was ich mir gerade überlege: Man könnte ja dann einfach die Jobs besser bezahlen, die ungern gemacht werden, somit würden quasi die angenehmen Jobs nachwievor angenehm sein, aber die unangenehmen dafür besser bezahlt, versprechen ergo mehr Luxus, so man diesen anstrebt....
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    • TylerD schrieb:

      Man könnte ja dann einfach die Jobs besser bezahlen, die ungern gemacht werden, somit würden quasi die angenehmen Jobs nachwievor angenehm sein, aber die unangenehmen dafür besser bezahlt, versprechen ergo mehr Luxus, so man diesen anstrebt....
      Den Dreck wegzumachen, den die Gesellschaft produziert, war schon immer eine unehrenhafte Tätigkeit. Weißt Du noch was ein Abdecker ist?
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    • Nö, aber ich denke gerade obiges Modell durch.

      WENN es ein BGE gäbe, wäre es doch so, dass vermutlich nicht jeder mit diesem Sockelbetrag auskomen würde, ergo würden die Leute, die mehr wollen (also einen Ferrari statt nem Golf) eben zusätzlich arbeiten würden. Man hätte dann wars. 79 Millionen Bankmanager, da ja jeder nur das machen würde, was am meisten Asche bringt, bzw. wir hätten zumindest eine überschaubare Anzahl von Leuten die die unangenehmen Jobs übernehmen würden.

      Wir sind uns aber einig, dass die Jobs erledigt werden müssen. Wie wäre deine Lösung? Mehr bezahlen oder?

      Kommunismus dachte ich war, alles gehört allen, mir war nicht bewusst, dass eins der ältersten Gesetze der Marktwirtschaft: Die Nachfrage regelt den Preis ebenfalls kommunistisch ist.

      WENN du natürlich komplett gegen das BGE bist, dann würden mich deine Beweggründe interessieren, denn es geht hier ja gerade darum Vor- und NAchteile des Systems zu diskutieren, bzw. herauszufinden, WIE man es verändern müsste, damit es möglicherweise funktionieren könnte.
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