Der Tod trägt schwarzes Leder

    • Der Tod trägt schwarzes Leder



      Produktionsland: Italien
      Produktion: Primex Italiana
      Erscheinungsjahr: 1974
      Regie: Massimo Dallamano
      Drehbuch: Ettore Sanzò & Massimo Dallamano, basierend auf einer Idee von Ettore Sanzò
      Kamera: Franco Delli Colli
      Schnitt: Antonio Siciliano
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: Stelvio Cipriani
      Länge: ca. 91 Min
      Freigabe: Kein Vermietung oder Verkauf an Kinder und Jugendliche
      Darsteller: Giovanna Ralli (Vittoria Stori, stellvertretende Staatsanwältin), Claudio Cassinelli (Kommissar Silvestri), Mario Adorf (Valentini), Franco Fabrizi (Bruno Paglia), Marina Berti (Polvesis Frau), Farley Granger (Polvesi), Paolo Turco (Marcello Tosti), Corrado Gaipa (Staatsanwalt), Micaela Pignatelli (Rosa), Ferdinando Murolo (Giardina), Salvatore Puntillo ("Napoli"), Steffen Zacharias (Professor Beltrame)

      Ein 15jähriges Mädchen wird erhängt in einer Dachwohnung gefunden. Die Autopsie ergibt, das das Mädchen in anderen Umständen war. Auf Grund eines Zeitungartikels über den Vorfall erkennt man das Mädchen als die Tochter des reichen Ehepaars Polvesi. Was bisher wie Selbstmord aussah wird von Kommissar Silvestri als Mord befunden. Silvestri und die stellvertretende Staatsanwältin Vittoria Stori gehen dem Fall nach und kommen auf eine krank-perverse Spur die bis in die höchsten Kreise der italienischen Regierung führt.

      Massimo Dallamano mischt hier die Elemente des klassischen Giallos mit denen des italienischen Polizeifilms, wie z.B. Orgie des Todes mit Fabio Testi.

      Der Tod trägt schwarzes Leder ist einer der Filme die meines Erachtens nicht den Status erhalten haben, der ihnen eigentlich gebührt. Dallamano hat mit diesem Film ein kleines Meisterwerk geschaffen, das eine abgrundtief böse Message enthält.

      10/10
    • RE: Der Tod trägt schwarzes Leder

      Vor kurzem die Hartbox bekommen und wurde teils nett, teils spannend unterhalten und kann den Film jedem Thriller-Fan empfehlen welche ein Faible für derartiges haben.

      Etwas verschenkt der Film doch an Potential und zieht sich ein wenig bis zum Ende.

      Verdiente 7,5-8/10
    • RE: Der Tod trägt schwarzes Leder

      Massimo Dallamano konnte der mich auch in Filme wie "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" (1972) oder "Das Bildnis des Dorian Gray" (1970) überzeugen konnte hat mit "Der Tod trägt schwarzes Leder" einen einmaligen Krimi bzw. Thriller meiner Meinung nach abgeliefert. Oberflächlich betrachtet wirkt der Film wie ein spannender Streifen der im Abendprogramm im Fernsehen laufen könnte (keine Ahnung ob das jemals der Fall war), verwunderlich ist jedoch dass man hier für einen Film dieser Art verhältnismässig deutlich in der Darstellung von blutigen Details ist (besonders die zerstückelte Leiche dürfte dem Zuschauer in Erinnerung bleiben). Wer derart spannende bzw. krimiartige Italo-Streifen mag dem kann ich auch zB. "Blutspur im Park (Das Messer)" von 1971 empfehlen, auch wenn der nicht wirklich blutig war. Für diesen Streifen hier gebe ich 10/10.
    • RE: Der Tod trägt schwarzes Leder

      Anfangs wird eine aufgehängte Leiche präsentiert und schon setzten die Ermittlungen ein. Der Film weckt schnell viel Interesse. Die Presse und ihre rücksichtlose Berichterstattung wird kritisiert.
      An Sex mit Minderjährige gibt es einiges, zwar nie explizit dargestellt, aber es hinterlässt beim Zuschauer seine Wirkung. Zu sehen ist zudem noch der nackte Körper einer wohl 17 jährigen Sherry Buchanan (Junge Mädchen zur Liebe gezwungen, Zombies unter Kannibalen) mit kleinen Tittis ausgestattet. Allgemein bezieht sich der Inhalt des Filmes auf vermisste und vergewaltigte Mädchen Italiens. Die Darsteller sind typischer B-Movie Schnitt, die ein oder andere stark verpeilte Mimik ist aber bei dem ein oder anderen auszumachen, vielleicht ist aber auch die deutsche Synchronisierung hier streckenweise Misslungen. Als Splatter Highlight gibt es eine mit Schwung abgeschlagene Hand. Unser Meuchelmann trägt stetig einen Moppethelm mit sich rum entkommt auch ein paar Mal mit seiner 2 reifigen Maschine. Gerne schwingt er sein kleines Beil mit dem er seine Opfer schlachtet, zur Abwechslung kommt aber auch mal das Messer zur Einsatz. Die Mordszenen sehen brutal aus, hätten von der Stückzahl her im Mittelteil lediglich noch ein wenig öfter vorkommen können, denn ein paar kleine und nicht so entscheidende Hänger hat der Film. Für die finale Auflösung macht es sich der Regisseur für meinen Geschmack noch etwas zu einfach. Durch die gute Kameraarbeit, sowie vor allem dem klasse Sound entsteht eine stimmige Atmosphäre, die bei mir auch Gänsehaut auslöst. "Der Tod trägt Schwarzes Leder" liefert inhaltlich mehr als ein typischer Giallo und macht auf den sexuellen Missbrauch von Minderjährige aufmerksam.


      [film]8[/film]


      Meine unbekannte Youtube Underground-Playliste (Synth Pop, Dark Wave, EBM, NDH) :
      Spoiler anzeigen

    • Der Tod trägt schwarzes Leder
      (La Polizia chiede aiuto)
      mit Giovanna Ralli, Claudio Cassinelli, Mario Adorf, Franco Fabrizi, Farley Granger, Marina Berti, Paolo Turco, Corrado Gaipa, Micaela Pignatelli, Ferdinando Murolo, Salvatore Puntillo, Eleonora Morana, Sherry Buchanan, Roberta Paladini, Luigi Antonio Guerra
      Regie: Massimo Dallamano
      Drehbuch: Massimo Dallamano / Ettore Sanzo
      Kamera: Franco Delli Colli
      Musik: Stelvio Cipriani
      Keine Jugendfreigabe
      Italien / 1974

      Ein junges Mädchen wird nackt erhängt in einer Dachboden-Wohnung aufgefunden. Der vermeintliche Selbstmord stellt sich bald als vorgetäuscht heraus. Commissario Valentini und seine Kollegin werden auf den Fall angesetzt. Bei ihren spannenden Ermittlungen kommen sie einem Verbrechernetz auf die Spur, das Minderjährige zur Prostitution anbietet.

      Es gibt nicht gerade wenige Leute, die bei vorliegendem Film einen waschechten Gialli erwarten, doch entpuppt sich "Der Tod trägt schwarzes Leder" doch vielmehr als erstklaasiger italienischer Polizeithriller, der zwar durchaus Elemente des Gialli's erkennen lässt, doch stehen diese doch eher im Hintergrund der absolut faszinierenden Geschichte, die sich dem Zuschauer hier präsentiert. Es ist aber insbesondere diese Mischung, die vorliegendes Werk in meinen Augen zu etwas ganz Besonderem macht. Deshalb ist es auch eher unverständlich, das dieses Meisterwerk des italienischen Kinos eigentlich nie die beachtung bekommen hat, die es eigentlich verdient hat. Offenbart sich dem Betrachter doch eine Story, die nicht nur äusserst atmosphärisch und extrem spannend umgesetzt wurde, sie beinhaltet zudem noch eine bitter-böse Thematik und offenbart Abgründe, die einen in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lassen und dem Geschehen einen sehr bitteren Beigeschmack verleihen, den man nicht so schnell wieder los wird.

      Ganz besonders hat mir der Aspekt gefallen, das die Identität des Mörders gar nicht einmal das Wesentliche ist, sondern vielmehr die Hintergründe und Motive, die hinter dem Ganzen stecken und Ausmaße annehmen, die erst ganz am Ende vollkommen offengelegt werden. Und so stellt sich auch ziemlich schnell heraus, das die eingeschlagene Richtung des Filmes ganz klar zum Polizeithriller tendiert, in dem sich mit der Zeit immer mehr an Spannung aufbaut. Zudem bekommt man einen sehr tiefen Einblick in die Ermittlungsarbeit der Ermittler, die auch selbst nicht vor Anschlägen auf ihr Leben verschont bleiben, nachdem sie der Lösung des Ganzen und insbesondere den Hintermännern zu nahe kommen.

      Dabei hat Regisseur Massimo Dallamano auch ein hervorragendes Gespür für das Erzähltempo des Filmes bewiesen, das streckenweise seine temporeichen und durchaus rasanten Passagen hat, andererseits aber auch immer wieder durch eher ruhigere, aber äusserst intensive Phasen auffällt, die dem Geschehen einen sehr realistischen und authentischen Eindruck verleihen. Es ist ganz einfach alles absolut perfekt aufeinander abgestimmt, denn auch die hier angetretene Darsteller-Riege hätte man nicht besser auswählen können. Bis in die kleinsten Nebenrollen ist jeder einzelne Charakter perfekt besetzt und sämtliche Darsteller liefern eine eindrucksvolle Kostprobe ihres Könnens ab. So kommt man insbesondere als Freund des Cinema Italiane eigentlich nicht drum herum, diesem Klassiker eine uneingeschränkt positive Bewertung zu geben, beinhaltet "Der Tod trägt schwarzes Leder" doch alle Zutaten, die einen Film dieser Art so absolut sehenswert machen und sorgt so für ein erstklassiges Filmerlebnis.

      Es gibt nicht besonders viele Genrefilme, an denen es im Prinzip rein gar nichts auszusetzen gibt und dieses Werk von Massimo Dallamano gehört ganz eindeutig in diese kleine Gruppe von Filmen. Dramaturgisch gesehen mit einem herausragenden Spannungsbogen versehen, entfaltet sich innerhalb kürzester Zeit eine äusserst dichte Grundstimmung, deren Faszination sich zwangsläufig auf den Zuschauer überträgt. Durch seine im Bezug auf das Erzähltempo variable Erzählstruktur entfaltet sich dabei eine ungeheure Intensität, die nicht spurlos an einem vorrüberzieht. Diese wird durch die beinhaltete und sehr böse Botschaft der Geschichte noch zusätzlich hervorgehoben, verleiht dem Ganzen allerdings auch einen äusserst bitteren Beigeschmack, der sich noch lange im Kopf des Betrachters festsetzt. Denn nur zu authentisch erscheinen die Ereignisse, die leider auch heutzutage immer wieder aktuell sind und für ein sehr beklemmendes und betroffenes Gefühl sorgen, wenn man von solchen Fällen hört.


      Fazit:


      "Der Tod trägt schwarzes Leder" zählt sicherlich zu den besten Filmen, die das italienische Kino hervorgebracht hat. Ein perfekt aufeinander abgestimmtes Szenario sorgt ganzzeitig für absolut erstklassige und extrem spannende Unterhaltung. Ein Film, der auch nach über drei Jahrzehnten immer wieder sehenswert ist und auch überhaupt nichts von seinem Reiz verloren hat. Hier kann man nur eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, die auch nicht nur an die Liebhaber des italienischen Kinos gerichtet ist.


      [film]10[/film]
      Big Brother is watching you
    • Zuerst mal ein Lob an die wirklich gelungene Musik die sich wie ein OhrWurm in meinen Kopf gefressen hat^^Typisch Italienisch halt :0:Storytechnisch macht dieser Film wirklich nichts falsch, im gegenteil er rägt den Zuseher nach sichtung des Filmes zum Nachdenken an.Wie bereits mein Vorschreiber Doom beschrieb das, das Finale etwas zu kurz kam, dem muss Ich voll und ganz zustimmen.Es war einfach zu Abrupt aus.Aber wenn man da hinweg sehen kann hat man einen tollen Italienischen Polizei-Krimi gesehen der auch was für den GoreHound Freund zu bieten hat( zwar nicht viel dennoch war Ich erstaunt das solch ein Streifen soetwas zur Tage bringt), aber das ist eher nebensächlich bei solch einen Vertreter dieser Art von Filmen wie Ich finde.
      Ich finde gefallen an diesen Genre Vertretern...

      [film]7[/film]

    • Erscheint demnächst frisch abgetastet sowie neuem Bonusmaterial auf DVD/BD von Camera Obscura mit Nummer 16 in der Italian Genre Cinema Collection!



      Quelle: facebook.com/CameraObscuraFilmdistribution?fref=photo
    • Ein klasse Film :6: Wird in der Form nochmal eingesackt!
    • Nach langer langer Zeit wieder mal gesehen.



      [film]8[/film]
      Mein Herz schlägt für meine Mama &