Der NSU-Komplex

    • Der NSU-Komplex

      Produktionsland: Deutschland
      Erscheinungsjahr: 2016
      Regie: Stefan Aust, Dirk Laabs
      Drehbuch: Stefan Aust, Dirk Laabs
      Länge: ca. 54 Min.



      Eisenach in Thüringen, 4. November 2011: Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verbrennen in einem Wohnmobil. Das Ende einer Terror- und Mordserie, bei dem das Bundesamt für Verfassungsschutz besser informiert war, als man es der Öffentlichkeit mitteilte. Warum konnten Beate Zschäpe , Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt (trotz der Observierung) immer wieder untertauchen und von Freunden unterstützt werden? Das Thema NSU wirft bis heute Fragen auf die wahrscheinlich niemals lückenlos beantwortet werden. Sieht man auf den gegenwärtigen Status, so wird mittlerweile auch die Todesursache von V-Mann Corelli alias Thomas Richter angezweifelt. Im Gegensatz zum bisher kommunizierten Zuckerschock, hält man nun Rattengift für die mögliche Todesursache.

      DER NSU KOMPLEX zeigt sich als gute Ergänzung zur MITTEN IN DEUTSCHLAND-Trilogie. Die Dokumentation geht auf einige Fakten detaillierter ein als es bei den Filmen der Fall ist. Der Start liefert Filmmaterial aus Rostock-Lichtenhagen sowie Bildmaterial aus der rechten Szene. Dazu kommt ein kurzer Ausschnitt von einem Radikahl-Gig bei dem der Song „Hakenkreuz“ angespielt wird.

      Zu Wort kommen u.a. Sven Rosemann, Tino Brandt und Achim Schmidt. Dabei spricht man über den „Thüringer Heimatschutz“, „Blood & Honour Sachsen“ und den „deutschen Ku-Klux-Klan“. Vorrangig wird jedoch der Verfassungsschutz und dessen Unterwanderung der rechten Szene beleuchtet.

      Elf parlamentarische Untersuchungsausschüsse haben sich bislang mit dem NSU beschäftigt. Doch immer noch sind Akten unter Verschluss.

      Der NSU Komplex – ungelöst.