Trash Fire

    • Trash Fire



      Produktionsland: USA
      Produktion: David Lawson Jr. , Lawrence Mattis und Matt Smith
      Erscheinungsjahr: 2016
      Regie: Richard Bates jr
      Drehbuch: Richard Bates jr
      Kamera: Shane Daly
      Schnitt: Yvonne Valdez
      Budget: ca. -
      Visuelle Effekte: Dan Baker und Yvonne Valdez
      Musik: Mich Britsch
      Länge: ca. 91 Miuten
      Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe

      Darsteller:

      Adrian Grenier
      Sibyl Gregory
      Fionnula Flanagan
      Ezra Buzzington
      Leonel Claude
      Matthew Gray Gubler
      Alexa Hamilton

      Handlung:

      Der junge Owen muss sich seiner Vergangenheit stellen, und die war nicht ohne...




      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 26.05.2017 (Verleih: 26.05.2017)
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tom bomb ()

    • Kritik:

      Die Schauspieler agieren albern. Die Labertaschen-Dialoge sind echt furchtbar und mit gelegentlich sexistische Witze nie lustig sondern belanglos vorgetragen. Da der Film auf Komödie ausgelegt ist und so dann erstmal eine ganze Weile läuft, funktioniert hier zunächst überhaupt nichts. Bis es zum Sex des Paares kommt, wo Romeo einen Anfall dabei erleidet was seine Freundin erst geil macht, dann erscheint kurz was Dämonisches. Ich weis nicht wie man das witzig finden kann, aber viele Kritiker tuns. Das wars dann erstmal nach gut 20 Minuten, es setzen wieder diese Ficken-Dialoge ein, die an Künstlichkeit kaum zu übertreffen sind. Das Finale soll bei dem Film besser sein, nur der normale Mensch kommt bis dahin nicht, der ist schlicht weg eingeschlafen, da ewig lang überhaupt nichts passiert was irgendwie Nervenkitzel erzeugen könnte. Kategorie besonders boring, bitte nicht auf die ganzen Kritiker hören, es ist unglaublich was dazu wieder für ein positiver Stuss zusammen geschrieben wurde.

      [film]1[/film]
    • Der wird dir definitiv nicht liegen. Die sehr guten Kritiken des FFF wo auf dem Cover Werbung mit gemacht wird, kann ich nicht nachvollziehen, welches Genre oder Käufer der bedienen soll, verstehe ich nicht. Das sind immer mal solch kurze Störungs/Dämonenbilder wie im Trailer und dann wird wieder gelabert und ganz zum Schluss etwas Blut gespritzt. ||





    • Trash Fire
      (Trash Fire)
      mit Adrian Grenier, Angela Trimbur, Fionnula Flanagan, AnnaLynne McCord, Sally Kirkland, Matthew Gray Gubler, Ezra Buzzington, Molly McCook, Ray Santiago, Michael Laren
      Regie: Richard Bates Jr.
      Drehbuch: Richard Bates Jr.
      Kamera: Shane Daly
      Musik: Michl Britsch
      keine Jugendfreigabe
      USA / 2016

      Webdesigner Owen ist ein Zyniker reinsten Wassers - es ist ein Wunder, dass seine charmante Freundin Isabelle nicht schon längst das Handtuch geworfen hat. Owen gibt sich die Schuld an dem Feuer, das seine Eltern getötet und seine Schwester entstellt hat. Als ihm Isabelle gesteht, schwanger zu sein, bittet sie Owen, wieder Frieden mit seiner Großmutter Violet zu schließen. Owen warnt Isabelle vor dem Besuch, lenkt dann jedoch ein - nur um festzustellen, dass seine schlimmsten Befürchtungen wahr werden könnten.


      Schon 2012 machte Regisseur Richard Bates Jr. positiv auf sich aufmerksam, als er gleich mit seinem ersten Langfilm "Excision" einen äußerst eigenwilligen und vor allem zynischen Beitrag präsentierte. Ebenso verhält es sich mit dem vorliegenden "Trash Fire" der den mittlerweile dritten Spielfilm von Bates Jr. darstellt und dabei unmöglich einem bestimmten Genre zuzuordnen ist. Es offenbart sich nämlich ein waschechter Genre-Zwitter, in dem die Grundzüge eines Beziehungsdramas zwar definitiv im Vordergrund stehen, der aber auch gleichzeitig leichte Anleihen beim Horrorfilm erkennen ist und gleichermaßen auch noch wie eine rabenschwarze Komödie daher kommt. Diese außergewöhnliche Mischung macht dieses Werk dann auch zu etwas Besonderem, wobei sicherlich nicht jeder diese Meinung teilen wird. "Trash Fire" könnte nämlich durchaus die Meinungen spalten, da die exzellent umgesetzte Geschichte ganz bestimmt nicht alle Geschmäcker treffen dürfte.Aber allein schon die geschliffenen und größtenteils bitter-bösen Dialoge sind eine Sichtung wert, zudem dieser Aspekt des Gesamtbildes auch gleich von Beginn an die Ohren des Betrachters auf feinste Art und Weise in Beschlag nimmt.

      Die ersten gut 30 Minuten widmet Bates Jr. einzig und allein seinen beiden Hauptfiguren Owen und Isabelle,wobei einem nahezu das Paradebeispiel einer dysfunktionalen Partnerschaft aufdrängt. Wenn man den erstklassigen Dialogen und der daraus entstehenden Situationskomik folgt, dann stellt man sich mehr als nur einmal die Frage, wie masochistisch die gute Isabelle doch veranlagt sein muss, um es an der Seite ihres Geliebten auszuhalten. Insbesondere vom guten Owen schlägt einem der pure Zynismus entgegen und streckenweise sind seine Aussagen derart verletzend, das seine Partnerin eigentlich schnellstens das Weite suchen sollte, um keine seelischen Schäden zurück zu behalten. Insbesondere in dieser Phase der Erzählung lebt "Trash Fire" ganz eindeutig von seinen beiden brillant auftrumpfenden Hauptdarstellern, denn Adrian Grenier und Angela Trimbur machen ihre Sache richtig gut und drücken dem Geschehen damit auch ihren ganz persönlichen Stempel auf. Im weiteren Verlauf gesellt sich dann mit Fionnula Flanagan noch eine weitere erstklassig auftrumpfende Darstellerin hinzu, die in der Rolle von Owens Großmutter eine gnadenlos gute Performance an den Tag legt. Ins Spiel kommt die gute Frau dadurch, das Owen seine Vergangenheit aufarbeiten möchte, indem er wieder Kontakt zum kleinen Rest seiner Familie aufnimmt. Aufgrund der in der Inhaltsangabe kurz angerissenen Ereignisse fällt das ziemlich schwer und schon nach wenigen Momenten im Haus der Großmutter wird klar, das der Begriff Dysfunktion auch im Bezug auf Owens Familie eine prägende Rolle spielt.

      Oma Violet ist nämlich keinesfalls das liebe Großmütterchen, vielmehr hebt sie den Begriff Miststück in eine vollkommen neue Dimension. Gleichzeitig hält durch ihre Figur auch der Aspekt des religiösen Fanatismus Einzug in das Geschehen, wobei die gute Frau aber auch gleichzeitig eine recht üble Doppelmoral an den Tag legt. "Trash Fire" offenbart ab nun eine herrliche Vielschichtigkeit und macht es dem Zuschauer nicht leicht, die nächsten Züge in diesem abwechslungsreichen Szenario im Voraus zu erkennen. Die Story offenbart dabei eine äußerst beklemmende Grundstimmung, die trotz des immer wieder aufblitzenden Humors eine erstaunliche Dichte erkennen lässt. Zum Ende hin treten dann sogar tragische Elemente auf den Plan, denn das dieser zynische Leckerbissen von einem Film nicht mit einem Happy End versehen ist kann man sich denken. Gerade im finalen Showdown liegt dann aber auch eines der zwei kleineren Mankos von "Trash Fire" begründet, denn an dieser Stelle hätte man sich dann doch etwas Überraschenderes als das Gezeigte gewünscht. Zwar ist das Finale durchaus passend und stimmig, aber aufgrund des bis dahin gewonnenen Gesamtbildes wirkt das Ende fast schon ein wenig platt und einfallslos. Das zweite Defizit ist in meinen Augen die Figur von Owens Schwester Pearl, denn das entstellte Mädchen kommt in der Erzählung viel zu kurz.

      Trotz dieser beiden Mankos gewinnt man aber dennoch einen richtig guten Gesamteindruck von "Trash Fire", denn in der Summe ist der Film aufgrund der aufgezählten Dinge ein echtes Brett. Erstklassig agierende Darsteller, jede Menge rabenschwarzer Humor, Zynismus bis zum Abwinken und wunderbar geschliffene Dialoge machen diese Produktion zu einem echten Erlebnis. Bates Jr. hat einmal mehr seinen Spürsinn für den etwas von der Norm abweichenden Film unter Beweis gestellt und somit einen weiteren Beitrag auf die Beine gestellt, der zumindest für eine bestimmte Zielgruppe ein sehr außergewöhnliches Schmankerl darstellen dürfte.


      Fazit:


      Geschmäcker sind verschieden und das wird sich auch bestimmt in den Kritiken zu diesem Film niederschlagen. Mir persönlich hat "Trash Fire" ausnehmend gut gefallen, denn die Mixtur aus verschiedenen Genres ist einfach nur brillant und lässt einen letztendlich auch über kleinere Mankos hinweg sehen. Wer Wert auf nicht alltägliche Genre-Zwitter mit starken Protagonisten legt, der sollte sich diesen Leckerbissen auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen.


      [film]8[/film]
      Big Brother is watching you