Die Hölle - Inferno

    • Die Hölle - Inferno




      Produktionsland: Österreich, Deutschland
      Produktion: Helmut Grasser
      Erscheinungsjahr: 2017
      Regie: Stefan Ruzowitzky
      Drehbuch: Martin Ambrosch
      Kamera: Benedict Neuenfels
      Schnitt: Britta Nahler
      Budget: ca. -
      Spezialeffekte: Tissi Brandhofer
      Musik: Marius Ruhland
      Länge: ca. 100 Minuten
      Freigabe: FSK 16

      Kinostart in Deutschland: 19.01.2017
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 28.07.2017


      Darsteller:

      Violetta Schurawlow
      Tobias Moretti
      Robert Palfrader
      Sammy Sheik
      Friedrich von Thun
      Murathan Muslu

      Handlung:

      Özge (Violetta Schurawlow) verdient ihr Geld als Taxifahrerin, Thaiboxen ist ihr Ausgleich dazu.
      Alles läuft normal bis sie einen äusserst brutalen Mord beobachtet, und der Mörder hat gesehen das Özge ihn dabei beobachtet hat...

      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Presse Kritik:

      Es wird viel mit Farbfilter oder buntes Licht gearbeitet, besonders bei Nacht in München und Wien, wo zumeist gedreht wurde. Optisch schaut Die Hölle bunt aber im düsteren Look ansprechend aus. Die Mordszenen sind schön blutig, wie brutaler Kehlenschnitt. Die Inszenierung wirkt an ein paar Stellen etwas holperig, wie der erste Mord am offenen Fenster, wo der gegenüberliegende Hausbewohner nur ca. 1 Meter entfernt ist und somit der Mörder alles andere als clever agiert. Die Zeugin des ersten Mordes bekommt kein Schutz von der Polizei, obwohl sie wahrscheinlich das nächste Opfer sein kann. Die Dialoge sind nicht immer flüssig und manchmal etwas undeutlich verständlich, dazu sind einige Nebencharaktere schlecht besetzt, wie der alte Mann.

      Der Ablauf ist wesentlich unterhaltsamer und roher wie Tatort und co. Einheitsbrei. Die beste Szene aus dem Film ist die aus dem Boxclub wo die Hauptdarstellerin einen Typen verprügelt, der denkt der Chef im Ring zu sein. Die 30 jährige Hauptdarstellerin wird von Violetta Schurawlow verkörpert, sie ist schlank, zierlich und nett anzusehen, schauspielerisch ist es akzeptabel und nicht mehr, zumindest zeigt sie nackte Haut. Einen Auftritt hatte Schurawlow schon mal bei dem heimischen Horrorfilm Cannibal Diner, wo sie auch entdeckt wurde. Cannibal Diner (imbd 2.2/10, bei Moviepilot&Amazon schauts nicht groß besser aus) hat damals ein paar vollkommen übertrieben positive Vorab-Kritiken erhalten, der Film war aber nichts und bekam von mir 3 Punkte. Die Hölle kann ich versichern, ist da wesentlich stärker und ist ja auch von einem anderen und bekannten Regisseur, vor allem ist der Film temporeich (spannend) und blutige, hat nur im Mittelteil mal ein paar Minuten Leerlauf, was aber insgesamt nicht so schlimm ist. Wer mich kennt weis, dass ich zumindest keine überhypten Kritiken und Bewertungen von mir gebe, welche die Realität sprengen, auch wenn ich Pressematerial hierzu erhalten habe, muss mir der Film zusagen, dass ich dies überhaupt mache.

      Regisseur Stefan Ruzowitzky werden einige noch von Anatomie her kennen, sein 2.Teil dazu war überflüssig, es folgte dann mit Cold Blood ein Thriller, der von der Fachpresse gut aufgenommen wurde. Die Doku Das Radikal Böse ist wahrscheinlich weil es eine Doku ist, sehr unbekannt geblieben, der Patient Zero steht dann noch für Anfang diesen Jahres in den Startlöchern, der eine ähnliche Thematik wie Die Hölle anbietet.

      Der Schwachpunkt von Die Hölle sind einige Nebendarsteller und einige zu undeutliche Dialoge. Die Härte, die flippige Optik und das immer wieder hoch gehaltene Tempo sind auf der Habenseite. Für das Finale hat man sich mit der Mordinszenierung was frisches und neues einfallen lassen. Zum Schluß der ansprechende Titelsong von Nazar aus der Rapkultur, genannt „Die Hölle“ welcher zum Film und in der Nightmare-Hölle, gut rein passt.

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