Baron Blood

    • Baron Blood




      Originaltitel: Gli Orrori del Castello die Norimberga
      Produktionsland: Deutschland/Italien
      Produktion: Alfredo Leone, Samuel Z. Arkoff
      Erscheinungsjahr: 1972
      Regie: Mario Bava
      Drehbuch: Vincent Fotre
      Kamera: Mario Bava
      Schnitt: Carlo Reali
      Spezialeffekte: Franco Tocci
      Budget: -
      Musik: Les Baxter
      Länge: ca. 94 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Joseph Cotten as Baron Otto von Kleist / Alfred Becker
      Elke Sommer as Eva Arnold
      Massimo Girotti as Dr. Karl Hummel
      Rada Rassimov as Christina Hoffmann
      Antonio Cantafora as Peter Kleist
      Umberto Raho as Inspector (as Humi Raho)
      Luciano Pigozzi as Fritz (as Alan Collins)
      Dieter Tressler as Mayor Dortmundt





      Peter Kleist reist nach Österreich- in der Absicht etwas über seine Herkunft zu erfahren. Peter ist ein Nachkomme des Blutbarons Otto von Kleist, der den Einheimischen aus einigen Legenden, die sich die Dorfgemeinde erzählt, in Erinnerung geblieben ist. Mit der Architektin Eva Arnold vollzieht Peter Kleist eine Beschwörung die den Blutbarons wieder zum Leben erweckt

      Bavas Film beginnt mit den Bildern eines landenden Flugzeugs und wird von Easy Listining Klängen, welche auch leichte Gialliklänge beinhalten, begleitet. Ein Start wie er in zig anderen Filmen ähnlich aussieht und eher nicht auf die folgende Thematik und Gegebenheit eines Horrorfilms tippen lässt.

      Im weiteren Verlauf bzw. nach der Ankunft auf dem Schloss bekommt das Auge endlich das geboten was es erwartet: Atmosphärische Räumlichkeiten und Kulissen, die mit den passenden Requisiten ausgestattet sind. Die nächtlichen Außenaufnahmen bieten mit dem künstlich erzeugten Nebel noch etwas mehr vom Flair des geliebten klassischen Horrorkinos.

      Auch wenn „Baron Blood“ nicht unbedingt viel Spannung verbreiten kann, so gelingt es dem Film mit seinen Kamerafahrten und sehr guten Bildern immer wieder für ein schauriges Ambiente zu sorgen. Gerade die Situation und die Szenen in denen der Charakter Christina Hoffmann beteiligt ist haben sehr gute Momente zu bieten.

      Wo wir nun auch bei der Besetzung angelangt sind. Der kurze und sehr gute Part der Christina Hoffmann wird von einer charismatischen Rada Rassimov gespielt. Neben Ivans Schwester bietet Mario Bava eine durchschnittlich agierende Elke Sommer in der Rolle der Eva Arnold. Eva zur Seite steht wiederum Antonio Cantafora als Peter Kleist. Cantafora erinnert mich persönlich an einen der 70er/ 80er Jahre Pornodarsteller aus Italien oder Frankreich. Joseph Cotten ist innerhalb der Rolle des Baron Otto von Kleist eine kleine Enttäuschung um nicht gleich knallhart von einer Fehlbesetzung zu sprechen.

      Wer bei Baron Blood genauer auf die Situationen achtet, dem wird auffallen dass Bava ein paar Momente einbrachte die in ähnlicher Weise auch innerhalb „Die Stunde wenn Dracula kommt“ und „Blutige Seide“ abliefen. Viel Spaß beim Suchen.

      Fazit: Ein nicht immer spannendes aber äußerst atmosphärisches Werk von Mario Bava, das man sich auf Grund seiner sehr guten Optik immer wieder gern ansieht.

      7,5/10



      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von sid.vicious ()

    • Uralte Review, die sich mal aufgefrischt werden sollte.
      Als Vorher - Nachherbeispiel poste ich sie mal hier, um später das Überarbeitete hinzuzufügen. Jedenfalls werd ich mir das Teil jetzt mal zu Gemüte führen.

      Viel gelesen habe ich über dieses Werk und diesen Regisseur, der noch vor Argento und Fulci, das italienische Horrorgenre zum Beben brachte. So erhoffte ich mir über diesen Film gar grossartiges, an Künsterlischkeit und und Wahnsinn fast grenzenlos verstörendes Stück klassischer Horrorgeschichte.

      Aber erst einmal zur Story.
      Ein österreischicher Student, Peter von Kleist, Nachfahr von dem Baron Otto von Kleist, auch liebevoll Baron Blood genannt, kehrt nach erfolgreichem Studium zum Schloss zurück, wo er von Eva über den Fluch erfährt, mit dem der Blutsbaron von einer Hexe belegt wurde. Rein aus Jux, begeben sich Eva und Peter in die schummrigen und dunklen Geräume des Schlosses und sprechen den Fluch über dem Baron aus. Nichtsahnend, dass sie möglichweise den Baron wiedererweckt haben könnten, verlassen sie wieder das Schloss. Am nächsten Tag verkündet man schon die ersten Opfer und man weiss, der Baron ist wieder zurück um sich neue Folteropfer zu besorgen.

      Die Story ist somit schmal gesät, und ich muss ehrlich gestehen, dass diese eigentlich bloss eins offenbart. Nämlich Morde unter einem Baron, der durch die Strassen jagt und sich seine Opfer sucht. An was erinnert das? Es gab mal einen recht zweifelhaften Film D'Amatos namens Anthrophofagus 2, der ähnliches Konzept hatte. Sorry, einige würden mich für diesen Vergleich steinigen, aber einzig und allein geht es in Baron Blood, auch wenn dieser vielleicht künsterlischer und rein filmtechnisch besser umgesetzt wurde und mit einem Hexenfluch in Verbindung gebracht wurde. Was man dann also erwartet sind grauenvolle Morde, die schockieren und unter gruseliger Stimmung stattfinden. Halb richtig. Die Morde werden zwar durch einige gute Kameraeinstellung durchleuchtet, die guten Locations des Schlosses fangen eine ordentliche Atmosphäre ein, aber wirklich beklemmt war ich davon nie. Beklemmendes Gefühl sollte man eigentlich erwarten, wenn man von einem Regisseur spricht, dem so grossen Respekt gebührt. Gut, Bava, hatte die Fähigkeit Kulissen, Bilder und Locations gut einzufangen, gruselig zu erleuchten und teils atmosphärische Kamerafahrten zu bilden, Spannung kommt bei diesem handlungsarmen Film aber wenig auf. Leider, weil ich, erwartete zumindest viel viel mehr, auch wenn das hier noch recht ansehnlich ist, auch wenn es nur wegen der Gothichorrorgrundstimmung ist.

      Fazit:
      Recht fader, spannungsarmer Gruselfilm, der ein Ende mit Poiente hat und mit schönen Kamerafahrten und stimmigen Locations punkten kann, aber wenig offenbart.

      [film]6[/film]
    • Ich finde den Streifen garnicht mal so schlecht allerdings kann Bava hier nicht an seine Kultwerke wie "Die Stunde wenn Dracula kommt", "Die toten Augen des Dr. Dracula" oder "Planet der Vampire" usw. anknüpfen. Ich sage mal für ein Bava-Film enttäuschend aber so unter dem Strich bleibt dennoch etwas Sehenswertes für Freunde italienischer Filme dieser Zeit finde ich. [film]8[/film]
    • Habe ich blöderweise verkauft ich Idiot, nachdem ich ihn nach zweitem Ansehen nochmal um einiges schlechter fand wie zuvor. Ich weiss nicht, aber ich finde das Drehbuch echt nicht gut und die Inszenierung auch viel zu holprig.
    • Hab ihn eben gesehen und das Drehbuch ist ziemlich schlecht, sieht man vor allem am Ende wo sich mich nicht so recht erklären wollte, warum der Baron wegen dem Kreuz plötzlich eingeht. ^^ Ein paar Längen hat de Film auch, kann aber trotzdem unterhalten und das einzige was den Film Heute noch brauchbar macht, sind die gelungenen, wenn auch wenigen Mordszenen, inbesondere die mit dem Sarg wo die Zacken drin eingebaut sind.

      [film]5[/film]