Unholy Ground

    • Unholy Ground



      Dauer: 106 Minuten (Farbe)
      Regie: Günther Brandl
      Drehbuch: Günther Brandl
      Kamera: Günther Brandl, Helmut Brandl
      Schnitt: Günther Brandl
      Genre: Mystery Thriller
      Musik: Rene Bidmon
      Release: 26.06.2016
      Produktionsdauer: 97 Wochen
      Freigegeben ab 18 Jahren

      Darsteller: Jürgen Lill, Nadja Holz, Monika Brandl, Thomas Pill, Stefan Mühlbauer, Mila Moore, Günther Brandl, Matthias Sigl, Katharina Buchberger, Helmut Brandl, Mia Feller, NicoDestruction, Florian Parzer, Peter Eherer, Sascha Gold, Alois Brandl, Arnold Gängler, Kathrin Michelle Meyer, Robert Edenhofner, Peter Dubiel, Sanela Demirovic, Bernd Schmatz, Jasonn Nightcreep, Carla Scutti, Julia Pink, Kate Morison, Martin Faltermeier, Thomas Joshua, Monique, Uwe Krallert , Monika Kersten




      Inhalt

      Mit diesen Film überraschen uns wieder die Brandls. Hier geht es um mysteriöse Begebenheiten. Die Geschichte ist auch recht klassisch gehalten. Eine Gruppe Soldaten kommt während des schwedisch-russischen Krieges in ein abgelegenes Dorf. Dessen Bewohner scheinen zwar seltsam und fanatisch religiös zu sein, zeigen aber unerwartete Gastfreundschaft. Bald aber wird ihr Verhalten immer seltsamer, und der Zuschauer erfährt bald, dass die Dorfbewohner einen ganz anderen Gott verehren...
      Auch wenn die Geschichte jetzt eher unspektakulär klingt, ist sie trotzdem durchdacht und kann durchaus mit den anderen Brandl-Filmen mithalten. Trotzdem legt der Film eindeutig seine Prioritäten in Optik und Effekte. Neben den stylischen Erotik-Szenen, allen voran den satanischen Ritualen, gibt es auch atmosphärisch sehr dichte Grusel-Szenen. Zu überzeugen wissen auch die Kulissen, allein schon das historische Dorf (gedreht wurde in einem Keltenmuseum - eine wunderschöne Gegend, die ich beim Dreh mit einer kleinen Nebenrolle kennen lernen durfte) macht Eindruck.






      DVD Start: 26.06.2016




      Fazit:

      Wer Brandl-Fime kennt, der weiß, dass hier der Faktor Erotik durchaus nicht stiefmütterlich behandelt wird. Genauso weiß er aber auch, dass der klassische Horrorfilm, vor allem der eher blutige, mehr als unter vertreten ist bei den emsigen Indie-Filmern. Und deshalb dürfte ihn dann der neuste Streich der Brandls überraschen: denn “Unholy Ground” ist eine klassische Kombination aus Sex und blutigem Horror - eine, die man bei den Brandls bislang noch nicht finden konnte. Auch die Thematik - es handelt sich hier um den vor allem unter Horrorfans sehr beliebten Okkulthorror - ist eine Premiere.
      Habe am Set interessante Menschen kennen gelernt. Der Dreh war für mich wieder eine tolle Erfahrung.
    • Kritik:

      Zumindest der skurrilste Brandl-Film bisher, der zu Beginn etwas an Tanz der Teufel erinnert, wenn die Bauern nicht aus dem Wald gelassen werden, weil dieser sich versperrt. Was es mit den Dämonen zu tun hat, also die eigentlichen Hintergründe der Handlung, werden ab Filmmitte erzählt. Trotz das schon noch Klarheit in die Handlung rein kommt, wird so einiges allerdings derb schlecht erzählt, vor allem das die gefallenen Soldaten auch vom Totengott wiedererweckt werden, ist sehr schlecht erzählt und dadurch tun sich im Mittelteil Längen auf. Die Laienschauspieler sind mit ernst bei der Sache, die Komik hieran entsteht aber unfreiwillig und so gesehen funktioniert es dann auch, anders als beim Omnia zuvor, der ähnlich abgedreht gestrickt war, aber wo das Knallbunte was sich zu ernst nahm, total angefangen hat zu nerven, statt zu amüsieren. Die Aussprache ist diesmal hochdeutsch, man hat hier nicht wie bei manch anderen Film der Brandls Probleme was zu verstehen. Die Kreatureffekte bestehen aus Gummimasken mit Gore bepackt. Die härteste Szene ist ein aus dem Leib gerissenes Herz. Die Schwängerung der Penis artigen Dämonenkreatur an eine nackte Nonne vergangen, erinnert ebenfalls an Tanz der Teufel und lässt sich hier eklig anschauen. Es gibt nebelig eingefangene Satansrituale, vor allem im langen Finale mit reichlich Sex, Brüste und Gore. Es sind derart viele Brüste und Mumus, dass man doch zum Schluss kommen muss, das die Brandls hauptberuflich Bordell Betreiber sind, es ist ja auch nicht der erste Film der Brandls wo die Hüllen komplett fallen gelassen und dann gefummelt wird. Das geht hier im langen Finale derart mit Sex und Gore ab, dass ein Erotik-Trash Film von Andreas Bethmann dagegen erblasst. Der Trailer zeigt jedenfalls erfreulicherweise nur einen Bruchteil des Dämonenficks. Wenn die Handlung stellenweise schon so schlecht ist, dann geht’s wenigstens vom satanistisch ganz schön ab. Selbst der Deathmetal Sound von Drudensang passt hier gut im beiliegenden Musikvideo, als auch der schaurige Sound von René Bidmon, der wohl in die großen Fußstapfen eines Michael Donner treten möchte, der den Film wieder mal herausragend untermalen kann und dadurch auch unterhaltungstechnisch einiges noch herausholt. Die Behind the Sceens sind auf der DVD auch interessant, zu sehen ist der Einsatz der Nebelmaschine sowie das Basteln der Kreatureffekte.

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