Rats



    • Produktionsland: USA
      Produktion: Dan Braun, Josh Braun, Stanley F. Buchthal, Ryan Harrington, Alexandra Moss, Lauren Sher u.a.
      Erscheinungsjahr: 2016
      Regie: Morgan Spurlock
      Drehbuch: Robert Sullivan (Buch), Jeremy Chilnick, Morgan Spurlock
      Kamera: Luca Del Puppo
      Schnitt: Pierre Takal
      Budget: ca. -
      Spezialeffekte: Lucien Harriot
      Musik: Pierre Takal
      Länge: ca. 88 Minuten
      Freigabe:
      Darsteller: Ed Sheehan, Bobby Corrigan, Dr. Michael Blum

      Niemand den man wirklich kennenlernen wollen würde. 8))


      Inhalt:

      Entdecken Sie die Welt der Ratten und erfahren Sie, wie ihre beispiellosen Überlebenskünste im Lauf der Geschichte immer wieder katastrophale Ereignisse ausgelöst haben.


      Trailer:



      Deutschland Start: 22.12.2016 (Netflix)
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Kritik:

      Die Ratte der Krankheitsüberträger wird stetig als Bedrohung wahrgenommenen, gerade die Szenen aus Indien wirken wie aus einem Horrorfilm entsprungen und sind düster eingefangen. Im Gegensatz zu der bekannten Doku „Intelligenz der Ratte“ erfährt man hier viel mehr von der Ratte selbst und nicht nur die Intelligenz des Tiers, was wohl von Tierschützer gemacht wurde, sondern man sieht hier wo und wie sich die Ratte massig ausbreitet, wie in New York oder New Orleans nach der Kathrina Katastrophe. Das die Tiere Krankheiten übertragen und bekämpft werden müssen. Die Doku ist mit Abstand die informativste und härteste in Sachen Ratten. Es ist die stetige Präsenz der Ratte und keine Menschen die hier was erzählen, wie man das aus anderen Ratten Dokus kennt, dass diese Doku so unterhaltsam macht.

      Zu sehen ist der Umgang mit der Ratte in Mumbai, wo Rattenfänger Geld mit dem Tier verdienen, indem sie die Tiere ohne Handschuhe mit der bloßen Hand oder dem Stock meucheln und man hört und sieht wie die Ratte dabei knackt und zugrunde geht. Für zarte Gemüter ist die Doku nichts. Die schockierensten Szenen stammen aus Kambodscha, dort werden Ratten massig gefangen und lebend in enge Käfige zusammengedrückt verfrachtet, wo sie dann jemand auf dem Markt abkauft, Kinder erfreuen sich ersichtlich an die vielen eingefangenen Ratten und die Tiere werden dann für 25 Cent pro Kilo verkauft. Dann geht’s von einem Zwischenhändler aus zur Grenze des Vietnam, wo ein weiterer Händler wartet und die Tiere für einen hören Preis kauft. Ich habe mir dann gedacht, wird daraus der Pelz der Ratte benutzt oder sie als Döner verarbeitet? Haltet euch fest:
      Spoiler anzeigen
      Die Ratten werden in einem Sack ertränkt und gehäutet sowie auch filetiert und als Ratte mit Curry verkauft
      und das ist in Vietnam eine Delikatesse und kommt auf den Markt überall vor wie bei uns die Bockwurst, vor allem eklig weil man zuvor noch die Parasiten im Kopf hat, die massig an der Ratte hängen. In Thailand gibt es das in einigen Regionen auch, ansonsten wohl nirgends auf der Welt, auch in Indien nicht, wo die Ratte zwar als Plage gesehen wird, aber nicht überall im Land. Dies ist das faszinierende auch an diesem Tier, dass vom Menschen profitiert. Mit einem Schlussszenario wo die wilde Ratte in andere Teile Indiens wiederum als heiliges Tier verehrt wird, als Reinkarnation des Menschen an Tempeln gefüttert und gepflegt wird, wo Menschen aus einer Schüssel mit der Ratte die Milch trinken. Der Sound ist immer dann düster und ähnlich wie bei Der Weiße Hai bedrohlich, wenn es besonders makaber wird mit den Ratten. Ein Blick auf Großbritannien ist auch hart, was an die bekannte Fuchsjagd erinnert. Die Terrier lassen überhaupt nicht mehr los von den Retten, wie verrückt, sie reißen sich um die Tiere und dabei hält die Kamera voll drauf.

      Die meisten werden sich hier fragen, wie man so was grausames überhaupt drehen kann, aber so ist halt das Leben. Guter Letzt wirkt der Mensch verachtenswerter als die Ratte, so dass man mit dem Tier schon Mitleid kriegt. Wenn der Mensch mal ausstirbt, wird die Ratte übernehmen.

      Nicht nur informativ, sondern eine der ekligsten und bedrohlichsten Tierdokumentation die es gibt, einer der besten Filme des Jahres.

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