Suburra - 7 Tage bis zur Apokalypse

    • Suburra - 7 Tage bis zur Apokalypse




      Produktionsland: Italien, Frankreich
      Produktion: Marco Chimenz, Giovanni Stabilini, Riccardo Tozzi
      Erscheinungsjahr: 2015
      Regie: Stefano Sollima
      Drehbuch: Giancarlo De Cataldo, Carlo Bonini, Sandro Petraglia, Stefano Rulli
      Kamera: Paolo Carnera
      Schnitt: Patrizio Marone
      Budget: ca. 7.000.000€
      Spezialeffekte: Silvia Di Sopra, Franco Galiano, Luca Ricci
      Musik: Pasquale Catalano
      Länge: ca. 130 Min.
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Pierfrancesco Favino, Jean-Hugues Anglade, Greta Scarano, Elio Germano, Alessandro Borghi, Giulia Gorietti, Lidia Vitale, Claudio Amendola, Yulia Kolomiets, Adamo Dionisi, Antonello Fassari, Svetlana Kevral


      Inhalt:

      Suburra - das ist der Name eines verrufenen Stadtviertels von Rom, das schon in der Antike für Prostitution und Armut berüchtigt war. Jetzt ist dieser Ort Schauplatz eines ehrgeizigen Immobilienprojekts. Während auf den Straßen ein brutaler Bandenkrieg wütet, soll die Hafenmeile in ein gigantisches Vergnügungsviertel mit Casinos und Jachthafen umgewandelt werden. Der mächtige Mafia-Pate "Samurai" vereint alle Clans der Region, korrupte Politiker, Wirtschaft- und Kirchenvertreter zu einer unheiligen Allianz, um gemeinsam über Suburra zu herrschen. Aber der Frieden hält nicht lange an und das dunkle Geflecht von Kriminalität, Drogen, Gewalt und Politik droht zu implodieren.


      Kinostart in Deutschland: 26.01.2017
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 08.06.2017



      Der Film wird demnächst von KOCH MEDIA kommen. Trailer schaut super aus. Nach ACAB und GOMORRA kann man auch hier einiges erwarten.


      Stefano Sollima = Guter Mann



    • Das zubereiten und konsumieren von harten Designerdrogen unter schleppenden Elektrobites, dass ist zu Beginn eigentlich mein Highlight hier. Dazu wilder Sex mit schönen Brüsten. Der Film hat eine starke visuelle Aufmachung und wirkt mit seinen Neon-Schwulen Farben dadurch modern, die Szenen sind samt Regenprassen bei Nächten auch intensiv, so wie auch die lang anhaltende Sounduntermalung, die Aufmachung ist diesbezüglich mit Drive zu vergleichen und ähneld ansonsten so ziemlich Stefano Sollima's Mafia Serie Gomorrha. Der Film ist also schon professionell gemacht, nicht so wie die vielen von Kritiker überhypten Giallo Versuche zuletzt. Mit Einblick in Gesetzgebung wie man das System bestechen kann durch Sachgüter und Geldbeträge. Allerdings ist der Film auch zu lang geraten und schafft es nie vollständig fahrt aufzunehmen, auch weil die Handlungsstränge manchmal zu sprunghaft sind, statt sich erst mal auf eins zu konzentrieren. allerdings sind die Abläufe teils interessant genug um bis zum Schluss dran zu bleiben. Das liegt vielleicht weniger an der Regie, sondern eher an der mäßigen Buchvorlage die kurz zuvor erschienen ist. Zudem sehen recht viele Mafia Gesellen alle gleich aus, alle Stoppelbart und wenig Haare auf den Kopf, ein stetig bösartiges und schrubbeliges und gleiches Charakterbild wie man das von den Top Mafia Serien Gomorrha und Sopranos kennt, es fehlt aber irgendwie ein Sympathie- und Identifikationsperson alla Breaking Bad. Bei den Auseinandersetzungen kann man schon mal durcheinander kommen, immerhin der Boss mit dem Tattoo auf den Hals hat mehr Charisma, man macht aber aus ihm zu wenig. Das lange Finale, ist wiederum enttäuschend, zwar wird mal blutig mit dem Messer geschlitzt und der eine bringt noch den anderen mit der Knarre rasch um die Ecke, aber das wirkt doch etwas simpel, statt die Mafiagangs sich mal bekriegen zu lassen,
      Spoiler anzeigen
      wird direkt nach dem bekannt geben das der Jünger-Boss mit dem Tattoo nicht mehr dem Alten untersteht, die Jünger sofort erledigt, die nicht mal das kommen sehen
      , was doch etwas hohl ist.

      Visuell ein toller Film, schauspielerisch in Ordnung, aber als Story ist das für mich zu schwach. Der Film kann seinen roten Faden behalten ohne all zu sperrig zu werden, aber inhaltlich gepackt hat er mich nicht. Ich bin allerdings auch kein Fan von Mafiastoff, wer das Genre mag, wird hier sicher bedient, direkt schlecht gemacht ist er nicht.
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