Drone - This Is No Game

    • Drone - This Is No Game




      Produktionsland: Norwegen, Pakistan, USA
      Produktion: Peter Wintonick, Lars Løge
      Erscheinungsjahr: 2014
      Regie: Tonje Hessen Schei
      Drehbuch: Tonje Hessen Schei
      Kamera: Steven Moore, Anna Myking
      Schnitt: Joakim Schager
      Budget: ca. 1.000.000$
      Spezialeffekte: Signe Vinther
      Musik: Robin Rengård, Olav Øyehaug
      Länge: ca. 78 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Darsteller: Shahzad Akbar, Noor Behram, Brandon Bryant, Michael Haas, Clive Stafford Smith, Chris Woods



      Inhalt:

      Sie steuerten jahrelang Kampfflugzeuge: Die beiden ehemaligen Drohnen-Piloten Brandon Bryant und Michael Haas haben über Jahre ihre Gegner durch die Drohnenkameras beobachtet und, wenn sie ihrer Identität sicher waren, den entscheidenden Knopf gedrückt. Ihre "Kunst" der Kriegsführung hatten sie schon früh mit Videospielen gelernt. Dann kam die CIA, warb sie an und trainierte sie, mit ihren Joysticks Menschen zu töten. Jahrelang. Jetzt leiden beide unter dem posttraumatischem Syndrom. In einfühlsamen Interviews berichten Brandon Bryant und Michael Haas sowie viele weitere Betroffene über ihren "Kriegsalltag". Im Jahr 2015 erhielt Brandon Bryant zurecht für seine offene und ungeschönte Erzählweise den "Whistleblower Award Of The Year"! Immer ausgefeiltere, unbemannte Waffensysteme werden entwickelt, denn die Drohnen-Flugkörper verursachen nur einen Bruchteil der Kosten eines herkömmlichen Kampfjets. Doch was bedeutet das für die Zukunft der Kriegsführung? Machen es die neue Technologie und die großen Distanzen zu leicht, Menschen zu töten? Diese preisgekrönte Dokumentation gibt dem geheimen Drohnenkrieg viele Gesichter und erforscht die Konsequenzen dieser neuartigen Kriegsführung für alle Beteiligten.



      Trailer:



      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 27.05.2016


      Kritik:

      Die erste und zugleich gelungene Film-Doku über das Thema Drohne, was aktuell ja nicht nur beim Militär, sondern auch in unserer Gegenwart Einzug hält. 2017 folgen dann die nächsten Drohnen-Filmdokus mit „Krieg & Spiele“ und „National Bird“ die sich ebenfalls mit der Schattenseite dieser empor steigenden Technologie auseinandersetzen und nicht nur deren Nutzen begutachten. Der Film hat ein guten Beitrag vorgelegt einer aktuell wichtigen Thematik. Die Gewissensbisse des Drohnenführers aus den USA hätte man aber etwas knapper halten können, dass interessiert auf Dauer nicht so immer und da die Dokumentation von der Spielzeit her knapp bemessen ist, hätte man diese noch etwas sinnvoller nutzen können. Dennoch ist es ansonsten eine gute Doku, es wird gezeigt wie Kinder mit Steinschleudern aus Pakistan auf diese hinterhältigen US Flugangriffswaffen zielen und das hat seinen Grund wie man hier sieht. Eine Dokumentation die nachdenklich macht und mit Human Rights Award und Amnesty International Award als Film des Jahres ausgezeichnet wurde und sicher einer der besten Filme des Jahres ist, die viel bedeutender sind als die Oskars und Golden Globes. Zwar liefert die Dokumentation jetzt nicht groß was neues, was viele schon wissen durch die zahlreichen News-Berichterstattungen von vielen Drohnen die Zivilisten töten, aber sie ist unterhaltsam und kritisch. Die Doku beantwortet auch die wichtigste Frage die sich viele sicher stellen. Wenn nicht Drohnen wie soll der Krieg und das jagen von Terroristen dann aussehen? Immerhin werden dadurch Verluste in den eigenen Reihen (USA und der Westen) vermieden. Ist es aber nicht ein hinterhältiger Akt durch Drohnen ein dauerhaften Konflikt (der sich für die US Waffenindustrie finanziell lohnt) und stetige Bedrohung der gesamten Bevölkerung der betroffenen Regionen aufrecht zu erhalten, stetig und zu jeder Zeit durch eine Drohne vernichtet zu werden und nicht nur die Kämpfer sondern auch deren Familie, die Nachbarn und Personen die zufällig mit mögliche Terroristen gerade zu tun haben wie Händler, ohne es zu wissen wann die USA zuschlagen, denn so ein Drohnenanschlag tötet nicht gezielt eine Person sondern hinlässt eine fette Explosion, die mit einem Terroranschlag im Westen gleichzusetzen ist. Das noch in Länder wie Pakistan, die eigentlich nicht zu den Hauptangriffszielen gehören sollten? Natürlich ist die Empörung in den Regionen und Ländern groß, die von der US-Angriffsdrohne in Dauerbeschallung betroffen sind, zudem wenn die USA das macht, dann werden auch andere Länder wie z.B. Russland und China nachziehen oder sind schon dabei, da die USA auch alles dürfen, ohne dafür in andere Länder belangt zu werden.

      Dem Westen und auch dessen Bürger geht dies durch die Gefahr von Terroranschlägen aber am Hintern vorbei, dementsprechend auch die Resonanz dieser sehr kritischen Dokumentation niedrig ist, die schauen lieber ihre Bockbusterfilme, wo mit US Kriegsgerät geprotzt werden. Wahrscheinlich gib es erst ein Umdenken, wenn die ersten feindlichen Drohnen anfangen den Westen anzugreifen. Obama (Lügenbaron) kommt hier alles andere als gut weg, der ausschließlich von gezielten Operationen und kaum zivilen Opfern spricht, nur diese Doku zeigt, wie schlecht man mit den Drohnen erkennen kann, um welche bewaffnete Person es sich handelt, die angegriffen werden. Zudem will Obama Guantanamo schleißen, um die religösen Fanatiker mit diese fliegenden Mordmaschinen alle umzubringen statt Gefangene zu nehmen. Alles ohne Rücksicht immer wieder ausräuchern statt ein militärisches Eingreifen zu starten, wie es die Russen aktuell noch anders machen. Es geht einfach nur um das effektive und verlustfreie Geld verdienen an diesen Drohnenkriegen. Die zukünftigen und auch aktuell junge Drohnenpiloten werden über die Heute massig erscheinenden Ego-Shooter und Oskarkriegsfilme (z.b. die von Kathryn Bigelow) gezüchtet, die von den Rüstungskonzernen finanziert werden, auch darüber wird berichtet. Ja eine Doku mit Schwächen, aber viel mehr mit Stärken.

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      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
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