Bloody Bloody Bible Camp

    • Bloody Bloody Bible Camp



      Produktionsland: USA
      Produktion: Gigi Bannister, Reggie Bannister
      Erscheinungsjahr: 2012
      Regie: Vito Trabucco
      Drehbuch: Shelby McIntyre, Vito Trabucco
      Kamera: Michael Bates, Aaron Neal Trout
      Schnitt: John Briscoe, Richard Marbles
      Budget: ca. -
      Spezialeffekte: Al Cortez, Marcus Koch
      Musik: Reggie Bannister, Carlos Vivas
      Länge: ca. 91 Minuten
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Reggie Bannister, Tim Sullivan, Ron Jeremy, Ivet Corvea, Elissa Dowling, Jessica Sonneborn, Jeff Dylan Graham, David C. Hayes, Chris Staviski, Daniel Schweiger, Gigi Fast Elk Porter, Jonathan Cahill



      Inhalt:

      1977: Eine Gruppe junger und wilder Christen verbringt ein lustiges Wochenende im Happy-Day-Bibel-Camp. Dabei haben sie nur Alkohol und das andere Geschlecht im Kopf. Ihr unchristliches Verhalten lockt eine verrückte sadistische Nonne herbei: Schwester Mary Chopper (Tim Sullivan). Jeder der Jugendlichen muss für seine Sünden bezahlen und wird von Mary Chopper grausam hingerichtet. Sieben Jahre später nimmt sich eine andere Gruppe Jugendlicher vor, in das Camp zu fahren und wilde Partys zu schmeißen. Die Warnungen der Einheimischen über die schrecklichen Morde vor sieben Jahren ignorieren die feierwütigen Teenies. Unbeirrt richten sie sich im Bibel-Camp ein. Doch Sister Mary Chopper wartet bereits auf ihre nächsten Opfer...


      Trailer:



      Österreich DVD & Blu-Ray Fassung: 17.03.2017
    • Kritik:

      Die Teens oder eher Schnapsdrosseln löten sich mit Whisky zu, die Bumsweiber unterhalten sich dabei über lange Schwänze. Die Dialoge: „Betty ich will es dir geben, koooomm.“ Antwort: „Okeeeey Hahahaha“ Statt schnell zur Sache zu kommen, wie in einem Porno, so werden die Ficker-Teens Slasher üblich schnell gemeuchelt. So muss aber zuerst ein plötzlich im Gras sitzender und zugedröhnter Hippy oder „Kabelträger“ dran glauben, aber die ersten 4 Morde innerhalb von 2-3 Minuten sind flink.

      Anschließend werden neue Teens vorgestellt und der Meuchler bleibt erstmal recht lang verborgen. Teens die sich erstmal an einer Tankstelle sehen lassen und die Wahrungen der Hinterwäldler dort überhören, das Bloody Bloody Bible Camp zu besuchen. Warum an diesem Bibelcamp es dann ausgerechnet ein Pater mit seinen Teens hin verschlagen muss und warum das Camp vorher schon mit der Bibel in Verbindung gebracht wird, fragen sie dafür den Skripverfasser. Nicht schlimm, Hirn sollte man hier eh auf hohen Alkoholpegel vernebelt haben um das provozierte Overacting der Teens ertragen oder abfeiern zu können, deren Witz von albern bis meist arg pubertär erscheint, zudem sehen die Teens eigentlich mehr aus wie 30, also der Film wirkt wie aus den 80ern gezogen, samt der schmutzigen und unmodernen Farbe/Optik, Lagerfeuer und Waldkulisse und dusselige Handlung inklusive. Noch mal zum Humor, der wirkt wie bei einem Troma-Film, da der Teenhorror hier komplett parodiert wird oder noch besser passt sicher der Vergleich mit Herschell Gordon Lewis seinem The Uh-oh Show zuletzt, wo Drehbuchschreiber Shelby McIntyre zuvor die Spezialeffekte für Gordon Lewis einrührte. Das Bible Camp ist fast auf dem selben Niveau wie dieses Werk von Gorden Lewis, es ist nur nicht besonders einfallsreich. Es sollte jetzt keine Schlachteplatte erwartet werden, sondern eine arg trashige Aufmachung, wo die Gedärme eindeutig als Schweinewürstchen identifiziert werden. Wer sich an diesen verblödeten Teenhorrorfilmen samt ihrer pubertären Dialoge erfreuen kann, ist hier genau richtig, mit nackte Haut, ein selten dämlichen Serienkiller im Nonnenkleid und arge Filmfehler wo der Gemeuchelte noch ersichtlich ins Messer rein läuft, dienen nur der Belustigung.

      Schlechter noch als die Sleepaway Camp's, eher wie die Camp Blood „Kultfilme“, die aber brutaler waren. Es macht dennoch Spaß, wenn man es halt mag. In der US Micro Budget Szenen sind die Darsteller alle bekannt wie bunte Hunde, hierzulande kommen nur selten diese Horror-Komödie Produktionen zum Vorschein, da muss sich schon so ein unbekanntes Label wie TT Maniacs für erbarmen. Das es sich um eine gute Produktion in diesem Bereich handelt, zeigt auch schon die „Starbesetzung“ um Tim Sullivan (2001 Maniac) als transsexueller Psychopath, Reggie Bannister (Das Böse) als Priester und das bekannteste Gesicht mit Ron Jeremy als eine Art Gott, all das unter knusperiger Lagerfeuerstimmung bei Nächten.

      Der Humor ist nicht für jeden oder eher für Szenefans aufnehmbar, es sieht dilettantisch aus was hier serviert wird und es geht einiges an Witz daneben als das es zündet, aber trotzdem amüsiert es, wenn man auf Old School Flickschusterwerk steht.

      [film]5[/film]

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    • 1977 - Sister Mary Chopper macht eine Gruppe von vögelnden und kiffenden Partypeoples platt! 1984, campt in der derselben Gegend eine Jugendlicher Kirchengruppe. Klar, das sich Sister Mary Chopper, dass nicht durch die Lappen gehen lässt um erneut ihre Axt zu schwingen....

      Regisseur Vito Trabucco gibt als Hauptinspirationsquelle Freitag der 13. an und bedient sich dem Subgenres des Camp Slasher und des Nunploitations. Das Endergebnis ist eine überdrehte Hommage an den guten alten 80er Jahre Slasherfilm. Alles dermassen drüber und Over the Top, überzeichnen die Schauspieler ihre Figuren und nützen jede Gelegenheit zur Improvisation.
      Der Cast nütz die kreative Freiheit des Regisseur und darf sich geschickt in den ulkigen Erguss eines Slasher/Trasher mit dilettantischem Splatter suhlen.

      Der Film möchte witzig sein, ist er jedoch eher selten. Viel Pointen knallen nicht und der Fäkalhumor und die ordinären One-Liner, fühlen sich äusserst deplatziert an - gerade das Mantra von Sister Mary Chopper in Form eines Liedes, fängt echt an zu zerren. Ansonsten besitz der Film, das Minimum an Dialog und sonstigen Anspruchs. Man will dem Fan einen unterhaltsamen Partyfilm servieren, der nur beim Publikum zünden wird, der ohne jegliche Forderung an das Werk herangeht.

      Die Charaktere sind allesamt drüber. Jedoch sind die Effekte und die Kills alle drunter. Der Splatter sieht wirklich nicht gut aus. Da hätte definitiv mehr kommen müssen - sieht alles sehr billig aus. Der Cast besteht grösstenteils aus einem Laientheater und nur Reggie Bannister (Phantasm : Ravager - 2016) als Father Richard Cummings, kann hier als charismatischen Anziehungspunkt bestehen. Ansonsten bleibt da auch nur Jessica Sonneborn`s Nacktszene hängen. Ron Jeremy in einem Gastauftritt, zeigt wohl die beste Jesus Darstellung der Filmgeschichte.

      Optisch ist das Ganze für einen Low Budget ausser ordentlich gut gestaltet. Auch wenn die Figuren eher aussehen als kämmen sie von einer 80er Jahre Thema Party. Technisch ist das wiederum durchwegs vertretbar und auch besten belichtet und in Szene gesetzt. Irgendwie hätte ich mir von dem vorhandenen Potential, mehr erhofft, als eine zynische Hommage, die keiner wirklich braucht - aber trotzdem Laune macht.

      Was erwartet den Zuschauer? Eins trashige Schlittenfahrt durch eine ulkige Hommage an den Slasher. Wenige Pointen die zünden und mit wenigen brauchbaren FX bestückt, wird BBBC gerade nach dem attraktiven Opening, recht schnell zum altbackenen Over the Top Troma Fun Splatter. Ohne natürlich deren Härtegrad zu erreichen. Troma Jünger werden hier, mit Sicherheit ihre Freude daran finden.


      4/10

      Sammlung: Nach 6 Jahren, kommt es Dank TTManiacs zu einer deutschen Veröffentlichung. Die deutsche Synchro geht gerade noch so. Allerdings wurde der Hauptcast gut gesprochen. Ich besitz das auf 500 limitierte Mediabook mit Cover B. Kurzes Making Of und Interview mit Regisseur und FX Mann, schmücken die Extras aus. Starkes Booklet mit deutschen Interviews mit Vito Trabucco und Jessica Sonneborn. Bild und Ton ist für diese Art von Film erste Sahne. Sauber Veröffentlichung.





    • Bloody Bloody Bible Camp
      (Bloody Bloody Bible Camp)
      mit Reggie Bannister, Tim Sullivan, Ron Jeremy, Ivet Corvea, Matt Aidan, Jessica Sonneborn, Deborah Venegas, Jeff Dylan Graham, Elissa Dowling, David C. Hayes
      Regie: Vito Trabucco
      Drehbuch: Vito Trabucco / Shelby McIntyre
      Kamera: Michael Bates / Aaron Neal Trout
      Musik: Reggie Bannister / Carlos Vivas
      keine Jugendfreigabe
      USA / 2011

      1977: Eine Gruppe junger und wilder Christen verbringt ein lustiges Wochenende im Happy-Day-Bibel-Camp. Dabei haben sie nur Alkohol und das andere Geschlecht im Kopf. Ihr unchristliches Verhalten lockt eine verrückte sadistische Nonne herbei: Schwester Mary Chopper (Tim Sullivan). Jeder der Jugendlichen muss für seine Sünden bezahlen und wird von Mary Chopper grausam hingerichtet. Sieben Jahre später nimmt sich eine andere Gruppe Jugendlicher vor, in das Camp zu fahren und wilde Partys zu schmeißen. Die Warnungen der Einheimischen über die schrecklichen Morde vor sieben Jahren ignorieren die feierwütigen Teenies. Unbeirrt richten sie sich im Bibel-Camp ein. Doch Sister Mary Chopper wartet bereits auf ihre nächsten Opfer...


      Es ist zumeist kein wirklich gutes Zeichen, wenn ein Film erst sieben Jahre nach seinem Erscheinen eine deutsche DVD-und Blu-ray Veröffentlichung erhält. Im Fall von "Bloody Bloody Bible Camp" bewahrheitet sich das einmal mehr ziemlich eindrucksvoll, denn was hier als Horrorkomödie deklariert wird, entpuppt sich als äußerst mauer B-Movie ohne jegliche Substanz. Die dümmliche Geschichte bietet rein inhaltlich so gut wie gar nichts und dient so letztendlich nur als ausgedünnte Rahmenhandlung für einige blutige Passagen. Dies gibt es nämlich recht zahlreich, wobei die Qualität der vorhandenen SFX nicht unbedingt im oberen Drittel angesiedelt ist. Dennoch bekommt der Zuschauer zumindest in diesem Bereich etwas geboten, so das sich die Chose teilweise recht unterhaltsam gestaltet.

      Das allein reicht aber noch längst nicht für einen guten Horrorfilm aus und das die vorliegende Produktion keinesfalls zu den guten ihrer Machart gehört ist einem schon nach wenigen Minuten klar. Das Ganze präsentiert sich von der ersten Minute an in einem äußerst billigen Look und auch über das vorhandene Talent der Darsteller wird man nicht im Unklaren gelassen. Die versammelte Riege gehört nicht gerade zur Creme de la Creme und da hilft es auch nichts, das mit Reggie Bannister (Das Böse 1-5) ein bekanntes Gesicht mit an Bord ist. Der gute Reggie hat nämlich auch schon einmal bessere Tage gesehen und passt sich mit seinem Schauspiel nahtlos den anderen Akteuren an, die phasenweise regelrecht unterirdisch agieren. Streckenweise stehen einem dabei fast schon die Haare zu Berge, denn insbesondere die dämlichen Dialoge wirken völlig aufgesetzt. Das bezieht sich dann auch ganz generell auf den sogenannten Humor innerhalb der Story, denn was hier im Prinzip lustig daher kommen soll ist nichts anderes als unsinnige Rumalberei, an der man keinesfalls Gefallen finden kann.

      Man kann Regisseur Vito Trabucco keinesfalls das Bemühen absprechen seine Erzählung witzig zu gestalten, aber dieser Schuss ging kräftig nach hinten los. Es wirkt wie gewollt und nicht gekonnt, zudem sind die Darsteller nicht gerade als ausdrucksstark zu bezeichnen. Das nicht vorhandene Talent schimmert an allen Ecken und Enden durch, was im Endeffekt den größten Wermutstropfen dieses Filmes darstellt. Wenn da nicht wenigstens die zahlreichen und etwas härteren Passagen wären, dann würde der Unterhaltungswert dieses billigen Werkes gegen null tendieren. Man bekommt also nicht sonderlich viel Sehenswertes geboten und sollte vor der Sichtung definitiv das Gehirn leer laufen lassen, damit man die vollkommen absurden Abläufe bis zum Ende ertragen kann.

      Trash kann im Normalfall richtig unterhaltsam sein, doch dafür muss er auch gut gemacht sein. "Bloody Bloody Bible Camp" ist aber größtenteils ganz einfach ein schlechter Vertreter seiner Art, der vor allem die Bezeichnung Horrorkomödie nicht wirklich verdient. Lustig geht anders, weshalb man dann auch in der Endabrechnung kein gutes Zeugnis ausstellen kann. Vito Trabucco fehlt es ganz augenscheinlich am Gespür für das Wesentliche, denn auch mit dem offenkundig recht niedrigen Budget hätte man viel mehr aus diesem Werk heraus holen können.


      Fazit:


      Im Grunde genommen kann man "Bloody Bloody Bible Camp" noch nicht einmal für eine einmalige Sichtung empfehlen, denn es handelt sich nur um vergeudete Lebenszeit. Einige blutige Einstellungen können diesen Käse auch nicht retten, der sich in der Summe als ziemlicher Rohrkrepierer heraus stellt. Man hätte sich das Ganze also generell sparen können, handelt es sich doch um einen Film den die Welt nicht unbedingt braucht.


      [film]3[/film]
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