Toy

    • Originaltitel: Vacanze per un massacro
      Produktionsland: Italien
      Produktion: Armando Novelli
      Erscheinungsjahr: 1980
      Regie: Fernando Di Leo
      Drehbuch: Fernando Di Leo
      Kamera: Enrico Lucidi
      Schnitt: Amedeo Giomini
      Musik: Luis Bacalov
      Länge: ca. 86 Min. (italiensche Fassung)
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Joe Dallesandro, Lorraine De Selle, Patricia Bhen, Gianni Macchia






      Sergio, seine Ehefrau Lili und deren Schwester Paola wollen einen angenehmes Wochenende in ihrem abgelegenen Wochenendhäuschen verbringen. Der Kerl nimmt es nicht so genau mit seinen ehelichen Treuepflichten, und bespringt gern seine Schwägerin. Das Trio der Lust weiß jedoch nicht, dass es beobachtet wird, denn um das Häuschen streunt ein entflohener Mörder und Bankräuber, der in eben diesem Haus seine Beute (30 Mio. Lire) versteckt hat. Aus dem traumhaften Jagd- und Fickwochenende wird der blanke Terror.

      Yes! So liebe ich es doch. Eine straighte Geschichte, ohne jegliche Schnörkel. Warum mir dieser Schmutzfink so gefällt? Weil er ein sympathischer und versauter (im positiven Sinne) Dreckspatz ist. Was auf den ersten Blick (aufgrund der offensichtlichen Vorgangsweise) reines Terrorkino erwarten lässt, konzentriert sich parallel auch auf viel Schmuddelsex. Manchmal fragt man sich, wer hier wen terrorisiert. Lorraine De Selle spielt, als Paola, eine Schlampe, die sich in der Rubrik Filmschlampen auf den vorderen Plätzen niederlässt. Richtig klasse, dieses notgeile (ich spare mir die abwertenden, sexistischen Schimpfworte) leichte Mädchen. Die Rolle des Ehebrechers, Sergio, wird vom Luigi aus „Blutiger Freitag“ gespielt. Allerdings hat (der gut agierende) Gianni Macchia keine Schnitte gegen den grandiosen Joe Dallesandro. Für mich einer der sympathischsten Typen, die das Genrekino zu bieten hat. Joe haut den Psychoblick, sowie die Präsenz seiner physischen Stärke, im Sekundentakt raus. Dallesandro ist so cool, dass man ihn nicht annährend würdigen kann.

      Fazit: Eine starke Mischung aus brutalem Terrorfilm und schmuddeligem Kammerspiel, dass sich teilweise mit Sartres „Geschlossene Gesellschaft“ vergleichen lässt. Ich bin immer noch hin und weg. Absolut kein cineastischer Leckerbissen, aber absolut geil!

      Es sieht ein Haus, ein kunterbuntes Haus
      eine Schlampe und ein Kerl, die schauen dort zum Fenster raus.
      Er geht ins Haus, das Geld liegt im Kamin,
      und Jeder, der ihn nicht mag, der kriegt die Fresse grün und blau.

      JOE - DALLESANDRO - hollahi-hollaho-holla-hopsasa
      JOE - DALLESANDRO - der macht, was uns gefällt.