Die Totenschmecker (Der Irre vom Zombiehof)

    • Die Totenschmecker (Der Irre vom Zombiehof)

      Alternativer Titel: Der Irre vom Zombiehof
      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Artur Brauner, Ernst R. von Theumer, Monica Teuber
      Erscheinungsjahr: 1979
      Regie: Ernst R. von Theumer
      Drehbuch: Ernst R. von Theumer
      Kamera: Joe Stemmer
      Schnitt: Karl Fugunt
      Musik: Joachim Ludwig
      Länge: ca. 85 Min.
      Freigabe: FSK 18
      Darsteller: William Berger, Herb Andress, Peter Jacob, Maria Beck, Lore Graf, Claus Fuchs, Claudia Bethge, Günther Geiermann, Sony Kaikoni, Nipso Brandner, Hedwig Blum





      Eine kleine Gruppe von Zigeunern hat sich in der Idylle der bayerischen Alpen (für einen kurzen Zwischenstopp) niedergelassen. Die Sippschaft eines nahe gelegenen Bauernhofs ist von ihren neuen Nachbarn schwer angepisst. Das stinkt nach ganz üblem Ärger. Ich sachett dir, denn als der geistig behinderte Franz eine der Zigeunerfrauen tötet - löst er damit eine Kettenreaktion aus…

      DER IRRE VOM ZOMBIEHOF!

      Scheiß auf den (liebenswerten) Titel, denn hier bekommt man ein böses und grandioses Stück deutsche „Alpen-Exploitation“ sowie ein sozialkritisches Drama geboten. Ich bin hin und weg von diesem Streifen und fühle mich wie Antonio Conte (vor 2 Tagen) nach dem 3:1 Sieg von Chelsea über Arsenal.

      DER IRRE VOM ZOMBIEHOF aka DIE TOTENSCHMECKER aka DAS MÄDCHEN VOM HOF protzt mit Rassismus und Vorurteilen, das man meinen könnte: Himmler und Eichmann hätten die Dialoge geschrieben. Die Bauernsippe redet alles, aber wirklich alles schlecht. Selbst die 14jährigen würden es schon auf der Schulbank treiben. Das zeigt schließlich der Film SCHULMÄDCHEN-REPORT, den die Bauern SS kennt, aber natürlich niemals anschauen würde.

      Die Stimmung ist gereizt, die Atmosphäre düster und abgrundtief böse. Ein derart aussichtsloses „Spektakel“ haben nur wenige Filme zu bieten. Dazu gibt es einiges an Symbolik, wie ein zerstörter Jesus am Kreuz, eine Geige die über die Alpenlandschaft tönt als sei es die Mundharmonika aus einem gewissen 1968er IW.

      Fazit: Ein Alpen-Drama mit Anklängen an einen Italo-Rache-Western. Sarkastisch, zynisch, böse... geil, aber so was von geil.