Heilstätten

    • Heilstätten




      Produktion: Deutschland / 2017
      Produzent: Till Schmerbeck
      Regie: Michael David Pate
      Kamera: Pascal Schmit
      Ton: Bertin Molz
      Schnitt: Michael David Pate
      Drehbuch: Michael David Pate nach einer Vorlage von Ecki Ziedrich
      Länge: ca. 89 Minuten
      Freigabe: FSK 16

      Darsteller: Sonja Gerhardt, Tim Oliver Schultz, Lisa-Marie Koroll, Nilam Farooq, Emilio Sakraya, Timmi Trinks und den „YouTubern“ Leon Machere, Davis Schulz und Freshtorge

      In den Heilstätten, einem düsteren Ort in der Nähe von Berlin, will eine Gruppe von Youtubern die härteste Challenge aller Zeiten erleben. Die Geschichte der Heilstätten ist voller Grauen und Brutalität und noch heute halten sich Berichte um paranormale Aktivitäten an diesem Ort. Ausgerüstet mit Nachtsicht- und Wärmekameras wollen die Youtuber den Gerüchten nachgehen. Sie bekommen schnell zu spüren, dass man in diesen angsteinflößenden Ruinen sein Glück besser nicht herausfordert. Doch als sie aussteigen wollen, bemerken sie, dass es dafür längst zu spät ist...



      HEILSTÄTTEN ist der erste deutsche Social-Media-Horrorfilm, welcher in den düsteren Hallen des verwitterten Kurortes den tödlichsten Prank im Internet dokumentiert - und einen vermeintlich harmlosen Ausflug einer Truppe von Freunden und Youtubern zu einem blutigen Albtraum geraten lässt.

      Kinostart in Deutschland: 22. Februar 2018
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 13.09.2018
    • Ich machs mir hier mal gemütlich,
      bin interessiert, auch wenn sehr an Grave Encounters erinnert, was ja erstmal nix schlechtes ist :)
    • Kritik:

      Dieses Youtube Gequatsche und der Drang durch Pranks sehr viele Likes (ob gut oder schlecht) zu generieren, klappt ja auf Youtube zumeist unter Gleichalterigen gut, aber als Film taugt das auch? Der Regisseur von Kartoffelsalat, namens Michael David Pate, hat einiges gut zu machen, selbst in der zumeist albernen deutschen Youtube Community wurde der Kartoffelsalat noch richtig runter gemacht. In Gegensatz zu Kartoffelsalat ist Heilstätten aber viel eher Youtube und hat nichts von einer aufgesetzten TV Theater-Mitproduktion und zumeist recht unverbrauchte Gesichter. Prankvideos wie z.b. mit Killerclowns können auch ganz witzig sein, sie müssen aber kurzweilig sein und das ist hier nicht gegeben. Die Pranks werden zunächst wie üblich bei Teenhorror unter Kids als Verarsche ausgespielt, die Schocks wirken zu Beginn dabei gekünstelt, zumal dies US Produktionen viel besser können. Die Jugendsprache wird genutzt, aber der lockere Ablauf solcher Youtubeclips ist nicht immer gegeben, damit wird auch das Zielpublikum etwas verprellt und man kann sich schon fragen, was oder warum der Regisseur das überhaupt alles macht.

      Der Film ist sogar mit den Darstellern so nervig, das zu Beginn am Thron des schlechtesten deutschen Found Footage Langspielfilms The Dark Area gerüttelt wird, der direkt nach Blair Witch Projekt damals folgte. Etwas positives hierzu, die Location des abgelegenen Hauses könnte schon zum gruseln einladen, das Haus ist sehr zerfallen in drinnen. Der Ton passt trotz hektischem Sprechen, man kann alles gut verstehen, was gerade bei neuere deutschen Filmen oft nicht gewährleistet ist. Das schlimmste an der Produktion ist das hektisch schnelle und stetige Gequatsche, dass kommt aber wie man in Youtubevideos sieht, gerade bei Jüngern gut an, die kommende Verantwortungs-Genration von Heute, hat zumindest in jungen Jahren ein gewaltiges Mitteilungsbedürfnis, dass sich in sehr schneller Sprechweise äußert und von Ältere nicht unbedingt nachvollzogen werden kann.

      Solch ein Youtube-Horrorfilm aus deutschem Lande reicht einmal im Jahr, mehr kann man sich davon bei Leibe nicht antun. Konnte man über The Dark Area anhand seiner absoluten Planlosigkeit noch irgendwo innerlich drüber schmunzeln, ist es hier nervig zu Beginn überhaupt dran zu bleiben, weil gerade die 2 jungen Typen derart Like/Follower Overacting betreiben, dass es gewaltig nervt. Selbst Walz hat mit der stinklangweiligen Raw Reihe zu Beginn erträglicheren Cast geliefert und das hat schon was zu sagen. Das Drehbuch wurde hier zumindest nicht wie bei Walz oder Hummell während der Drehpause im Dixi-Klo auf der Toilettenpapierrolle weiter geschrieben, somit es hier zumindest nicht richtig langweilig und orientierungslos wird. The Dark Area bleibt daher der schlechte Film dieses Genre und Walz seine Raw Reihe knapp dahinter positioniert, denn solch Planlosigkeit ist nicht das Problem von Heilstätten, so entwickelt sich bei dem Verfolgungsszenario später durchaus auch Interesse dran zu bleiben und es wurde an eine Wendung gedacht, zudem setzen Splatter auf der Folterbank ein. Ich glaube aber auch so was schlechtes wie The Dark Area dreht man nur aller hundert Jahre unter Freunde in Deutschland zusammen und verkauft es dann als echten Film an ein Label, dass diesen Mist auch noch annimmt, um den Hype zu bedienen und Geld mit zu machen, diese rote Laterne gibt Oliver Hummell so schnell sicher nicht ab. Mit dem stetig hektischen Gelaber ist aber trotzdem nicht mehr drin aus Heilstätten.

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