Draculas Braut

    • Draculas Braut



      Produktionsland: Frankreich, Italien
      Produktion: Andrea Angioli
      Erscheinungsjahr: 2002
      Regie: Jean Rollin
      Drehbuch: Jean Rollin
      Kamera: Norbert Marfaing-Sintes
      Schnitt: Janette Kronegger
      Spezialeffekte: Benoit Lestang
      Budget: ca. -
      Musik: Phillipe D'Aram
      Länge: ca. 91 Min.
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Cyrille Iste, Jacques Orth, Thomas Smith, Sandrine Thoquet, Brigitte Lahaie, Thomas Desfossé


      Inhalt:

      Ein Professor und sein junger Assistent folgen den Spuren des berühmt berüchtigten Grafen Draculas. Dabei geraten sie nicht nur an diverse Wesen einer Parallelwelt, sondern auch an die Nonnen vom ,,Orden der weißen Jungfrau". Die hübsche Isabelle wird von der Stimme Draculas heimgesucht und als seine zukünftige Braut auserwählt. Vorher jedoch müssen mehrere Rituale durchgeführt werden, damit das Erscheinen Draculas in der sogenannten >Kammer der Uhren< vonstatten gehen kann. Was hat der ,,Orden der weißen Jungfrau" damit zu tun? Wer ist die Schöne Wölfin? Der Professor ist dem Grauen auf der Spur. Sein Weg wird von der kinderfressenden Ogress und von lüsternen Vampiren gekreuzt. Der Tag des Erscheinens Draculas rückt immer näher.




      Rollins' neue Braut - Licht in unseren Seelen

      Wenn wir alleine schon den Namen Rollin lesen, dann hat man gerne das Bild vor Augen, welches man sich zurecht aufgrund dieses Namens ausmalt, denn Jean Rollin wird nur allzu gerne als der Macher der Erotikvampire bezeichnet. In Werken Ende der 60er und bis zu dem Beginn der 80er charakterisierte er seine Vampire gerne der hinreissend verführerischen Art, er malte ein erdrückendes Bild weiblicher Dämone, so erschreckend grausam und doch so erschauerlich schön. Eine weiblicher Vampir, kalt, als Sinnbild für die teufliche Finesse der dominanten und hingebungsvollen Frau.

      Rollin machte sich alleine mit Filmen wie Die Vergewaltigung des Vampirs (1967), Die nackten Vampire (1970), Sexuall - Terror der entfesselten Vampire (1971) und The living dead girl (1982) diesen und einen Namen, denn innerhalb des immer mehr aufkommenden Trends Anfang der 70er, Vampirismus mit Erotik zu verbinden, fertigte er damit Meisterwerke, die den Begriff Erotikhorror wohl am besten verdient hatten, schaffte er es immer wieder, sein absurdes und dennoch verführerisches Treiben in das perfekte Licht zu rücken. In ein Licht, dass ein solch ähnlicher Regisseur wie Franco immer nur von hinten betrachten musste, wenn auch er traumhaft poetische Werke wie Female Vampire (1971) zu seinem Besten gab. Da ist es kein Wunder, dass Jean Rollin nach einer reihe von belanglosen Werken Mitte der 90er Jahre 1997 mit Jean Rollin's Vampire wieder zurück zu seinen Wurzeln findet, und diese, seine Vorliebe der Vampirfilme mit Draculas Braut, dem hier vorliegenden Film, weiterführt.

      Und dabei gelingt ihm zweifellos, wie anders zu erwarten, der vielleicht nicht beste Wurf seiner Karriere, aber ein Werk, so altmodisch abgefilmt, dass es direkt aus den 70ern hätte entsprungen sein können, um es seinen Fans nochmal absolut Recht zu machen. Ein Rezensent mag das wohl als Narrenfreiheit titulieren, aber damit beweist Rollin nur allzugerne die konsequente Verneinung schädlicher "Entwicklungen" und die Leugnung seines Stils, denn Rollin war schon immer dafür bekannt, nahezu hypnotisch seine Szenarien einzufangen, wodurch auch dieser Vampirfilm immer noch nichts für den Massengeschmack sein dürfte, sondern viel eher für den nimmersatten und verwirrten 70er Jahre Psychodeliker, der sich weiterhin nach nacktem Sleaze mit blutüberspitzten Beisscherchen sehnt.

      Rollin belebt seine phantastische Vampirwelt simpel, aber immerhin so absurd, dass es viele Kulissen nicht nötig hat, aber immerhin beweist der Anfang erheblich Symphatiecharakter, finden wir uns auf einem gothischen Friedhof wider, so reizend in seinem Erscheinen, dass wir uns schon fast wieder in Friedhof der toten Seelen (1973) befinden könnten, um dann ähnlich kurios einen halbwüchsigen Zirkushofknaben einzuführen, der auf das Blut seiner blassen, Seidentuchbekleideten Vampirdame wartet, die im Abendlufte vor dem Mondeslicht wehend den düsteren Friedhof mitsamt seinen grauen Gruften aus grauenvoller Vorzeit betritt.

      Doch die Choose wird beobachtet, denn im Zentrum Rollins Vampirgeschichte stehen zwei Vampirjäger, ein telephatischer Professor und sein junger Genosse, die den Standort von Graf Dracula auffindig machen wollen. Der Weg der Beiden führt sie zu so absonderlichen Gestalten, fernab jeglicher Realität treffen sie auf eine als Parallelwesen getaufte Untertanin und tagesaktive Vampirin, die Kinder isst und wirres Zeug zu reden scheint. Die Stärke Rollins Film liegt sicherlich in den sonderbaren Charakteren, ohne Tiefgang, aber so hingebungsvoll und auf tiefgründig getrimmt, dass es fast schon wie ein bedeutungsvolles Gedicht wirkt, dass zwischen absoluter Belanglosigkeit und verwirrtem Quatsch umherdriftet und so wirkt, als möchte man auf Teufel komm raus ein Bild zeichnen, dass nur allzu kurios wirkt. Das mag viele verwirren, viele belustigen, aber auch viele anregen - zu was auch immer, denn allzu ernst mag und sollte man die teilweise ausufernden Dialoge der verwirrten Persönlichkeiten nicht nehmen, wobei Rollins Schauspiel und die gesamte Ausrichtung sich nicht entscheiden kann, ob es billigster und freiwillig komischer Trash ist, oder eben ein vor Interpretationsmöglichkeiten triefendes Gedicht.

      Da erscheint es nur allzu notwendig, dass Rollin das Ganze mit atmosphärischen Szenen vor halb zerfallenen Burggemäuern würzt, unter und vor denen leicht bekleidete Vampirdamen rumbeissen dürfen, um dabei auch ab und an mal mit dem blassen Po zu wackeln. Das ist zwar alles nicht so ausufernd und gorig wie beispielsweise in Foltermühle der gefangenen Frauen (1977) oder The Living dead girl, weiss aber seinen Zweck zu erfüllen, um nicht ganz in absolut biedere Gefilde abzudriften. Da erscheint es dann auch nicht mehr absurd, wenn Vampirdamen ihre Brüste entblössen, ein Clan namens "Weisser Jungfrauen" mit reichlich seltsamer Weltanschaung und dem Hang zum Wahnsinn ihre Mitglieder "DEM" opfern um dann doch wiederrrum auf hiesiger Burg im Mittelteil des Filmes von Brigitte Lahaie (Fascination, Night of the hunted, Pestizide) hier als Wölfin gastierend, abgeschlachtet zu werden.

      Doch immerhin vermag es Rollin seine Geschichte nachvollziehend zu erzählen. Höhepunkte oder Erinnerswertes bleibt dort bisweilen leider aus, aber zumindest wird er seinem Namen gerecht, um dann schlussendlichst, doch noch endlich mal Dracula, nach langem Hin und Her, ein Schauspiel fast schon im Theaterstil, mit seiner auserwählten neuen Braut aus dem Jungfrauenclan verbünden zu können. Da fröhnt Rollin nicht nur seinem bestem Werk Friedhof der toten Seelen (1973), indem er hiesige Strandkulisse mit den Pfählen wiederbelebt, und die Crystal Rose zeigt, sondern auch noch das inszeniert, was er immer seinem Zuschauer mitgeben wollte. Ein Ende das zum Nachdenken anregt, verwunderlich ist um den Eindruck über dieses Werk zu verstärken, dass Rollin hier wieder Alles richtig gemacht hat.

      Fazit:
      Teilweise erdrückend schöner, atmosphärischer und typischer Rollinfilm, so altmodisch abgedreht, dass er hätte aus den 70ern sein können. Die Choose ist eine Gradwanderung zwischen Trash und unheilvoller, surrealer Poesie, daher nur für Fans seines Stils und nicht unbedingt für Freunde neumodischer Vampirstreifen a la Blade und Underworld. Ein fast schon abschliessendes Werk mit absonderlichen Charakteren, mittem aus dem unwirklichen Leben gegriffen und mit Zitaten versehen, dass man über die ein oder anderen Defizite eigentlich nur noch hinwegsehen kann.

      77%

      [film]8[/film]

    • Wird auch in einer 16er Version uncut angeboten. Zu beziehen über die
      bekannte handelsplattform. Die Bilder gefallen mir, da Alles sehr 70ies like
      aussieht.

      Gerade eben bestellt.
    • RE: Draculas Braut

      Die Filme des Franzosen Jean Rollin zeichnen sich durch die sehr düstere Atmosphäre aus, mit einigen nackten, hübschen Frauen, sowie ansehnliche Splatterszenen untermalt.
      Der uns hier anfangs präsentierte Friedhof wird von Wolfsgeheule sowie Eulen und einen guten Soundtrack bei Nacht recht ordentlich dargestellt, auch wenn die im Hintergrund weißen Kalksteingebäude gleich die Gruselstimmung deutlich mindert. Es wird schwierig überhaupt in das Geschehen hineinzufinden. Zu sehen gibt es 2 Personen ,die sich auf dem Friedhofsgelände versteckt halten, es soll Mitternacht sein (Vollmondbild wäre angebracht gewesen) und ein drolliger, kleiner Kasper (mit deutscher „Brummkreisel“ Kunibert Stimme) gibt’s zu erleben, dazu eine am Computer nachgenerierte weibliche Geistererscheinung tritt nun auf, woher sie auch immer stammen mag? Die Geistererscheinung ist tatsächlich ein Vampir im weißen Kleid, die nun den Kaper in den Hals beist, der diesen gerne hergibt. Eine Bissszene gibt es nur ansatzweise, aber unsere Vampirin lässt ja etwas das Blut aus dem Mund laufen. Die Vampirin macht sich immerhin ganz nackig, typisch Rollin also. Etwas seltsam ist, das einer der Männer wohl Magier sein muss, denn Hypnose innerhalb von ein paar Sekunden ist sicherlich nicht möglich, zumindest dann nicht wenn sich der gegenüber nicht gerade drauf einlässt, zudem können damit keine Morde befehligt werden, dass einfach so beeinflussen ist sehr unrealistisch. Die Charaktervorstellung und um was es eigentlich hier geht, ist schlicht weg eine Katastrophe geworden und verwirrt eigentlich nur.
      Auffällig ist, das die deutsche Synchronisierung noch völlig vergurkt wurde, wie auf schlechten Amateurniveau erscheint die Sprache hier, was den Ablauf ungewollt mächtig ins Alberne zieht, im französischen OT hören sich die Stimmlagen vollkommen anders und besser an.
      Aber auch so ist der Film viel trashiger (belustigender) als es die Jean Rollin Filme je wahren, wie das Zigarre rauchen von Nonnen, das fast nackte Hintern zeigen dieser, bis auf den hässlichen String.
      Es findet viel Dialog statt, worauf Jean Rollin bei seinen damaligen Werken nicht so viel Wert gelegt hat, da war die Bildsprache bestimmend. Die bleichen Gesteinsbrocken als Kulissen trüben die Atmosphäre im Verlauf sehr erheblich. Zum Trash tauglich sind noch einige sehr billige Totenköpfe, aus der Spielzeugkiste, die hier echt wirken sollen. Die beste Szene im Film ist, wo das billige Herz aus den Körper in zu naher Ansicht aus einen Körper rausgeholt wird, dort nimmt der kleine Kasper dieses in die Hand und lacht sehr laut und hämisch, was anhand der deutschen Synchronisierung wirklich recht verrückt wirkt.
      Schlechte Computertricks anhand von einem rein geschobenen Draculabildchen gibt es, jenes überhaupt nicht zum Hintergrundbild passt. Anschließend drehten die Schwestern übrigens alle vollkommen ab und wir wissen nicht was Jean Rollin uns hier mitteilen möchte, zum Teil sind sie von Vampire gehorsam gemacht, andere verhalten sich so normal als ob nichts wäre? Der Mann muss auch schon des Alters wegen nicht mehr in der besten geistigen Verfassung gewesen sein, anders ist es nicht zu erklären, wie konfus der Ablauf hier geworden ist. Nicht zu erklären auch, warum oft jemand mit der Geige am Rande des Geschehens spielen gedenkt, wie in einem Theaterstück. Schade um den Mega-Geilen Soundtrack, der sehr melancholisch schön geworden is.
      Der Ablauf ist eher auf Märchenniveau angesiedelt, es kommt lange Zeit kein richtiges Tempo auf und auf Härte wird nicht wirklich gesetzt, nur etwas Blut um den Mund herum und ein raus geholtes, billig aussehendes Herz, reicht nicht aus um irgendwie zu schockieren, nein auf gar keinen Fall. Draculas Braut ist ein strunz langweiliges Märchen, wo ein Jean Rollin nur mit den typisch hübschen und freizügigen Frauen und die orchestrale Sounduntermalung punkten kann, allerdings sogar die Rollins übliche windige, nächtliche Atmosphäre die hier gewollt war, verpufft in den kahlen Gemäuern fast ganz, somit der Film ein sehr ungenießbares, überflüssiges und nachgeschobenes Spät-Werk von ihm geworden ist.

      [film]3[/film]

      [bier]2[/bier]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
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    • Wie Geschmäcker, Interpretationen und Eindrücke doch verschieden sind. Du gehst zu kritisch mit dem Film um, wie ich finde...
      Eine Frage hätte ich demnach auch: Du schreibst an einer Stelle, dass es schwer ist in den Film "hereinzufinden"...
      Rollin wollte das doch schon immer, dass man bei seinen Filmen nicht weiss, was hinten und vorne ist und nahezu mit dem Geschehen alleingelassen wird...das ist, wie ich finde, gerade das Mystische an seinen Filmen.
    • In die von mir gesehenen Film von ihm habe ich immer ganz gut reingefunden, zwar ist auch nicht immer alles ganz verständlich bei ihm und die Filme sind auch meist sehr ruhig gehalten, ohne richtig viel Spannung zu erzeugen. Nur hier kam für mich garkeine Spannung mehr zustande, die Kulisse wirkt billiger als bei seinen alten Filmen, worunter auch die Atmosphäre lit. Anhand der dt. Synchronisierung konnte ich ihn mir kein 2.mal anschauen, hab ihn ja schon eine Weile, an meinem Eindruck hat sich nichts geändert.

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    • Vielleicht mag es eine falsche Betrachtungsweise sein, ähnlich wie es mir häufig bei Amateurfilmen ergeht, dass der Film bei dir versagt...
      Aber Rollins Filme sind halt sehr abgefahren und speziell...Kann daher verstehen, wenn man den Film nichts abgewinnen kann.
    • Musst mal den französischen Ton reinmachen und ihn mit der deutsch und englischen Kaspersynchro vergleichen. Der Film sollte auch nicht so trashig sein, wie er teilweise wirkt. Is thalt wie bei Argento, viele finden seine neuen Werke gut, ich kann die Atmo der 70er/80er nicht entdecken. :D

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    • Rollin sollte man fast ausschließlich im Originalton genießen... Wobei ich mir vielleicht auch mal einen Film in der deutschen Synchro anschaue. Das ist halt das Gute an den Encore-Veröffentlichungen, ausser "The Living Dead Girl", hat kein Film ne deutsche Synchro.

      Allerdings stehe ich den deutschen Synchros nicht so skeptisch gegenüber wie manch anderer den ich kenne.

      Auf jeden Fall wird der Film demnächst auch noch gesichtet. :3:
      Hurley: "Hat der Vogel gerade meinen Namen gerufen?"
      Sawyer: "Ja hat er...Und gleich danach hat er Goldklümpchen gekackt."
    • Mir fällt jetzt auf Anhieb keiner der älteren Rollin oder nicht mal Fulcifilme ein, wo ich die dt. Synchro nicht hören konnte. Wobei einige Fulcifilme schon eine derbe Synchro verpasst bekommen haben. Bei Draculas Braut ist die Synchro bei mir derb sauer aufgestossen, nicht bei allen Charakteren, aber auf jedenfall bei den ganzen Frauen und bei dem Kasper, der im OT sehr ernst klingt, die deutsche synchro hollt voll den Clown aus ihn heraus, der es eigentlich ganricht sein sollte. :D Wenigstens hat man dann noch was zum schmuneln gehabt, dnen viel mehr zu erwarten gilt es hier nicht.

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    • Okay, das ist dann wirklich sehr ärgerlich. Aber ich denke, dass ich mir den Film eh in Französisch anschauen werde... Da klingen die Frauen meistens noch verführerischer! ;)
      Hurley: "Hat der Vogel gerade meinen Namen gerufen?"
      Sawyer: "Ja hat er...Und gleich danach hat er Goldklümpchen gekackt."
    • Ich hab mal eben ein Review von badmovies.de durchgestöbert, das Fazit spiegelt auch meinen Eindruck in etwa wieder.

      badmovies.de/soap/client.php/Fiancee_de_Dracula,_La (Bewertung lesen reicht aus)

      Vielleicht muss man auch ein 100%iger Rollin Fan sein um hiermit noch was anfangen zu können, ich bin mal auf deine Meinung gespannt.

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    • Original von Dr.Doom
      Ich hab mal eben ein Review von badmovies.de durchgestöbert, das Fazit spiegelt auch meinen Eindruck in etwa wieder.

      badmovies.de/soap/client.php/Fiancee_de_Dracula,_La (Bewertung lesen reicht aus)

      Vielleicht muss man auch ein 100%iger Rollin Fan sein um hiermit noch was anfangen zu können, ich bin mal auf deine Meinung gespannt.


      Die Leute von Bad Movies sind aber wirklich ziemliche Hahnenfüsse...die schau ich mir echt nur an, wenn ich nen schlechten Film sah, um danach zu sehen, wie sie den verreissen. Denn das machen die ja bloss...
    • Original von funeralthirst
      Original von Dr.Doom
      Ich hab mal eben ein Review von badmovies.de durchgestöbert, das Fazit spiegelt auch meinen Eindruck in etwa wieder.

      badmovies.de/soap/client.php/Fiancee_de_Dracula,_La (Bewertung lesen reicht aus)

      Vielleicht muss man auch ein 100%iger Rollin Fan sein um hiermit noch was anfangen zu können, ich bin mal auf deine Meinung gespannt.


      Die Leute von Bad Movies sind aber wirklich ziemliche Hahnenfüsse...die schau ich mir echt nur an, wenn ich nen schlechten Film sah, um danach zu sehen, wie sie den verreissen. Denn das machen die ja bloss...


      Wies ich nicht, so oft lese ich die Reviews nicht, sind mir auch zu lang. Was ich bis jetzt gelesen habe, entsprach aber auch in etwa meiner Meinung, allerdings nur von ca. 5 Reviews. :D

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Bad Movies sind wirklich nicht dafür geeignet, um sich im Vorfeld über einen Film zu informieren. Die machen ja aus ihren "Reviews" eine komplette Inhaltsangabe oder Nacherzählung...Da bringt auch nichts, wenn man zwischendrin mal irgendwelche "lustigen" Anekdoten einstreuht...Die schreiben mir echt zu ausschweifend...Für sowas bin ich dann doch schon zu sehr Lesemuffel...
    • Original von funeralthirst
      Bad Movies sind wirklich nicht dafür geeignet, um sich im Vorfeld über einen Film zu informieren. Die machen ja aus ihren "Reviews" eine komplette Inhaltsangabe oder Nacherzählung...Da bringt auch nichts, wenn man zwischendrin mal irgendwelche "lustigen" Anekdoten einstreuht...Die schreiben mir echt zu ausschweifend...Für sowas bin ich dann doch schon zu sehr Lesemuffel...


      Stimmt, anschliessend kann man die Reviews lesen, oder überfliegen. Ansonsten brauch man den Film ganricht mehr schauen, wenn das Review gelesen wurde. lol

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
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    • Original von Dr.Doom
      Ich hab mal eben ein Review von badmovies.de durchgestöbert, das Fazit spiegelt auch meinen Eindruck in etwa wieder.

      badmovies.de/soap/client.php/Fiancee_de_Dracula,_La (Bewertung lesen reicht aus)

      Vielleicht muss man auch ein 100%iger Rollin Fan sein um hiermit noch was anfangen zu können, ich bin mal auf deine Meinung gespannt.

      Also so brutal verreisen die von badmovies den Film nun auch wieder nicht. Klar kommt er nicht supergut weg, aber es hätte bei badmovies wahrlich schlimmer kommen können.

      Ich kann den Rollin-Gegnern (ich will damit nicht sagen, dass du einer bist, Doom!) eigentlich auch nicht übel nehmen, dass sie nichts mit seinen Filmen anfangen können. Ich finde es lediglich schade, dass sie sich nicht auf diese leicht verträumten Szenerien einlassen können/wollen. Geschmäcker sind halt verschieden und wir sind leider die heutigen Filmtechniken schon zu sehr gewohnt: schnelle Schnitte, hektische Musik usw. Da tut die eher langsame Erzählweise eines Rollin richtig, richtig gut. Zumindest mir...

      Ich werd' mir den Film auf jeden Fall anschauen und dann auch meine Kritik hier kundtun, keine Sorge! ;)
      Hurley: "Hat der Vogel gerade meinen Namen gerufen?"
      Sawyer: "Ja hat er...Und gleich danach hat er Goldklümpchen gekackt."
    • Ein Arbeitskollege hat Filmwissenschaften in Frankreich studiert. Ich habe
      ihn letze Woche auf Rollin angesprochen, seine Antwort war, das Rollin
      in der Kritikerszene einen sehr guten Ruf haben würde.
    • Original von sid.vicious
      Ein Arbeitskollege hat Filmwissenschaften in Frankreich studiert. Ich habe
      ihn letze Woche auf Rollin angesprochen, seine Antwort war, das Rollin
      in der Kritikerszene einen sehr guten Ruf haben würde.


      Zu Recht !
    • In Frankreich sowieso. Und bei den Filmstudenten in den anderen Ländern kann ich es mir auch gut vorstellen, denn seine spezielle Erzählstruktur und die Bilder, die er "komponiert" hat sind doch ein wahres Fest für jeden Filmstudent. Ausserdem sind viele Filmstudenten eher für solche "Stoffe" offen, als der "Ottonormalverbraucher". Das meine ich nicht negativ oder als Abstrafung an die "Normalos". Rein spekulativ gesehen.

      Man muss sich aber auch vor Augen halten, dass die Filme Rollins damals, vor allem in Deutschland, eher selten bis gar nicht erschienen sind. Und wenn, dann oftmals nur gekürzt. Vielleicht liegt es auch daran, dass Rollin hierzulande immer noch "nur" ein Geheimtipp ist und eher den Film-Fans einen Begriff.
      Hurley: "Hat der Vogel gerade meinen Namen gerufen?"
      Sawyer: "Ja hat er...Und gleich danach hat er Goldklümpchen gekackt."
    • Dieser Geheimtipp wird er auch immer bleiben, denn seine Art zu inszenieren, zu vermitteln und zu erzählen ist schon sehr speziell...Bekannt wurde er in Deutschland eigentlich erst durch die dämlichen Beschlagnahmungen von Pestizide und The Living dead girl....Seine früheren Vampirfilme sind defintiv keine Filme fürs breite Publikum. Noch weniger als Hammer - Klassiker oder Jess Franco Trash...
    • Draculas Braut zeigt ein sehr zwiespältiges Bild. Zum einen zeigt sich der Film von einer trashigen Seite zum anderen setzt er auf Poesie die sich meist in Zitaten niederlässt. Klar ist natürlich, dass auch dieser Film absolut ungeeignet für die Masse ist und das ist auch gut so, denn ansonsten würde es keine Filme dieser Art geben. Rollin kann man nicht oft genug zu Gute halten, das er strikt sein Ding durchzieht und sich nicht an Normen und Erfolgsorientierung hält. Was Draculas Braut von Rollins älteren Werken unterscheidet, ist ein vereinzelnd doch eher schwaches Ambiente. Hierbei beziehe ich mich auf die ersten 60% des Films. Das was später am Strand geboten wird ist definitiv entschädigend und lässt über den doch eher durchwachsenden Anfang hinwegsehen. Ausklammern will ich allerdings den Auftritt von Brigitte Lahaie als Wölfin. Der Zeitraum in dem Brigitte Lahaie dem Film beiwohnt ist zweifelsohne der bessere Part der ersten 60% des Films.

      Die Szenen am Strand zeigen eine sehr sinnvolle Abdunklung der Bilder, so dass der Gesamteindruck des Films in einem wesentlich besseren Bild erscheint. Allein die Standuhr am Strand und die Präsens von Isabelle tragen hier positiv dazu bei. Weiterhin erwähnenswert: der Tod der bleichen Vampiren, die einer Kreuzigung ähnlich dem Sonnenlicht ausgesetzt und verbrannt wird. Wo wir beim eigentlichen Kern angelangt sind, nämlich der ewigen Frage nach dem Guten und dem Bösen. Zeigen sich die Ordensschwestern als durchgeknallte Psychospatinnen, so wird das eigentlich Böse, sprich Dracula in einem vollkommen anderen Licht dargestellt, als man es erwartet.

      Rollin spricht von parallelen Welten, die für uns im Verborgenen sind. Parallele Welten die eigentlich das Böse beinhalten und somit gemieden werden sollten. Fakt ist allerdings: Rollin wäre nicht Rollin, wenn er auch diese Aussage nicht in Frage stellen würde. Draculas Braut
      zeigt uns im Prinzip ein Happy End, wie dieses Happy End allerdings zu deuten ist und ob es ein Leben nach dem Tod zeigt oder ob die parallele Welt die eigentlich bessere Welt ist… das bleibt, wie immer in Rollins Filmen der Interpretation des Zuschauers überlassen.

      Die letzten 20 Minuten des Films lassen mich über einige Schwächen, die der Film aufweist, hinwegblicken. Draculas Braut ist lang nicht das, was man von Jean Rollin kennt und erwartet, aber dennoch ein sehenswerter Genre-Beitrag. Für Fast Foot Movie Konsumenten ist Draculas Braut absolut ungeeignet, aber das sollte eh Jedem klar sein.

      [film]7[/film]