Robin Hood - Ghosts of Sherwood

    • Robin Hood - Ghosts of Sherwood



      Produktionsland: Deutschland, USA
      Produktion: Ralf Buxa, Oliver Krekel, Nadine Krekel, Anika Neubauer
      Erscheinungsjahr: 2012
      Regie: Oliver Krekel
      Drehbuch: Seán Lee
      3-D Kamera: Hermann Miller
      Schnitt: Oliver Krekel, Kamil Hertwig
      Spezialeffekte: Marc Rohnstock, Mario Zimmerschitt
      Budget: ca. 200.000 €
      Musik: Michael Donner
      Länge: ca. 120 Min.
      Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
      Darsteller: Kane Hodder, Tom Savini, Carolina Grigorov, Martin Hentschel, Claude-Oliver Rudolph, Kai Borchardt, Dave Kaufmann, Erich Amerkamp, Tom 'Paladin' Bareck, Amrita Cheema, Sylvie Scharf

      Inhalt:
      Robin Hood und seine Gefährten treiben sich im Sherwood Forest rum. Eines Tages retten sie Maid Marian und nehmen sie mit in ihr Lager, dort entschließen sie sich den Sheriff von Nottingham zu bestehlen, doch dass sich das einfacher anhört, als es dann ist, dürfte klar sein.

      Trailer:



      3D Fassung: 07.01.2013



      Review von Logge1002:

      So da es ja nun diesen Film im Handel gibt, derzeit nur exklusiv im Mediamarkt, aber ab Januar dann auch für die breite Masse zu bekommen, habe ich mir das neue Werk von Olli Krekel mal genauer angesehen.

      Robin Hood und seine Gefährten treiben sich im Sherwood Forest rum. Eines Tages retten sie Maid Marian und nehmen sie mit in ihr Lager, dort entschließen sie sich den Sheriff von Nottingham zu bestehlen, doch dass sich das einfacher anhört, als es dann ist, dürfte klar sein.

      Zur Story will ich eigentlich nicht sonderlich viel sagen, man sollte nur erwähnen, dass es in den letzten 30 Minuten ein paar Zombies gibt. Wie es dazu kommt, sollte aber jeder für sich selber herrausfinden. Ich fand die Story ganz nett, auch wenn dem Film eine etwas kürzere Laufzeit gut gestanden hätte. Gerade in der Mitte kommt es zu ein wenig Leerlauf. Die Schauspieler hingegen sind absolut klasse, angefangen von Martin Thon als Robin Hood, der in der dt. Synchro von dem Synchronsprecher von Brad Pitt gesprochen wird, über Tom Savini, der viel zu wenig Screentime bekommt, bis hin zu Kane Hooder, der leider auch viel zu wenig zu sehen ist, hat man hier wahrlich tolle Leute aus der Szene gewinnen können.

      Die Musik von Michael Donner ist bombastisch geraten und hat sogar meiner Freundin, die normalerweise nichts aus dem Indibereich schaut, sehr gut gefallen. Man merkt das Donner hier wahrlich sein Meisterwerk abgeliefert hat. Vieles hört sich zwar wirklich so an, als würde es aus dem Herrn der Ringe stammen, aber es passt hier wie die Faust aufs Auge.

      Die Kameraarbeit kann sich auch sehen lassen, manchmal merkt man zwar schon, dass es sich hier um eine dt. Produktion handelt, die natürlich auch in Deutschland gedreht worden ist, aber größtenteils wirkt das Gefilmte sehr professionell. Die Effekte stammen von Marc Rohnstock, die Indipendentfans dürften ihn als Kopf von Infernal Films kennen. Seine Arbeit ist sehr gut geworden, auch wenn man merkt, dass er sich nicht vollkommen hat ausleben dürfen. Viel Gore bekommt man nicht zu sehen, was bei der FSK Freigabe aber von vorne herein klar war. Auch die Pyroeffekte sind richtig gut geworden. Zudem sollte man anmerken, dass die Kostüme leider etwas zu neu aussehen und so nicht wirklich eine tiefe Atmosphäre aufgebaut werden konnte, was wirklich sehr schade ist.

      Zur BD will ich kurz sagen, dass die Bildqualität wirklich HD-würdig ist, einzig in ein paar wenigen Szenen wirkt das Bild sehr schlecht (besonders in der Nachtszene vor dem Haus der Hexe), ansonsten kann das Bild wirklich überzeugen. Zu den 3D Effekten kann ich leider nichts sagen, sie sollen aber wohl recht gut sein. Mir reicht der Film aber auch in 2D.

      Fazit: Sehr gutes Werk, rund um Robin Hood, welches durch hervorragende Schauspieler, grandiose Musik und gute Effekte punkten kann. Aber leider auf Grund der Lauflänge und der zu glatten Kostüme ein wenig von seinem Charme verliert.


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      Kritik von Dr.Doom:

      Im Vorspann ist schwer zu erkennen um was es geht. Im Off faseln Stimmen irgendwas zusammen und im Vordergrund sieht man die Soldaten recht blutig vor allem durch Pfeile ins Gras beißen, aber man sieht auch hier nicht wer der Gegner der Soldaten ist. Ramona Kuen ist ja hübsch mit anzusehen, aber Schauspielleistung sucht man bei ihr vergebens. Die Dialog wirken allgemein arg gestelzt und emotionslos wie bei Theaterkunst, auch Kane Hodder rattert die Dialoge selten so emotionslos runter wie hier zu sehen. Typisch Deutsch also und das merkt man dem Film so sehr an, dass er professionell sein will und das klappt absolut nicht.

      Dschungelcamp oder doch Zombiegeschnetzel?

      So wie die Protagonisten hier zunächst faul auf dem Waldboden liegen und sich gelegentlich apathisch durch den Wald bewegen hat es eher was vom Dschungelcamp als wie den Geist von Robin Hood in sich zu tragen. Das positive, die Sounduntermalung von Michael Donner ist erstklassig, passt aber nie zum Ablauf. Die Burg oder der Wald als Schauplatz sind ansprechend und die Bildqualität ist in Ordnung.

      Die Ritterhelme sehen merkwürdig dämlich aus und die Outfits wirken so als ob sie gerade aus der Mottenkiste des ZDF entwendet wurden, ähnlich gebügelt sehen diese hier noch aus. Tote (unter anderem Robin Hood) werden wieder auferweckt, durch ein komisches Gebräu von der Hexe die scheinbar direkt neben dem Dschungelcamp haust. Es heißt zwar die Protagonisten wären die Nacht durchmarschiert, aber so wirkt es gewiss nicht, auch weil die Darsteller keinerlei Emotionen besitzen. Die Hexe ist jedenfalls sehr schnell erledigt und dann wird es hier plötzlich ein lupenreiner Zombiefilm . So richtig blutig wird es mit den Zombies aber nicht, an Härte können aber ein paar Enthauptungen und Kehlenschnitte zuvor ansprechen.

      Wo bleibt eigentlich der Final Cut? Der Krekel Cut ist mit 2 Stunden Spielzeit extrem ausgewälzt. Da ist sogar Tauberts Piratenmassaker witziger und nicht so gestreckt. Technisch der professionellste Oliver Krekel Film, vom Unterhaltungswert her ist es aber diesmal fast gar nichts.

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