Red Sparrow



    • Produktionsland: USA
      Produktion: Garrett Basch, Mary McLaglen, David Ready, Jenno Topping, Steven Zaillian, Peter Chernin
      Erscheinungsjahr: 2018
      Regie: Francis Lawrence
      Drehbuch: Justin Haythe (Drehbuch), Jason Matthews (Original Roman)
      Kamera: Jo Willems
      Schnitt: Alan Edward Bell
      Spezialeffekte: Gerd Nefzer
      Budget: ca. -
      Musik: James Newton Howard
      Länge: ca. 141 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Deutscher Kinostart: 1. März 2018
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 31.07.2018

      Darsteller:

      Jennifer Lawrence
      Joel Edgerton
      Mary-Louise Parker
      Ciarán Hinds
      Jeremy Irons
      Charlotte Rampling


      Handlung:

      Dominika Egorova (Jennifer Lawrence) ist ein Red Sparrow - eine russische Agentin im Gewand eines sexy Vamps.
      Vorbei ist der Kalte Krieg zwar offiziell, doch Spione gibt es weiterhin.
      So soll sie den CIA-Agenten Nathaniel Nash auspitzeln, doch die beiden verlieben sich, ein Umstand den weder der Osten noch der Westen aktzeptieren kann...

      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Ich mag Jennifer Lawrence eh schon sehr, aber was Sie hier abliefert ist einfach groß. Sie ist und bleibt einfach, momentan das heißeste Eisen was man in Hollywood auf der Leinwand bringen kann.

      Der Film hat mich dahingehend überrascht und ist sehenswert, dass ich eigentlich mehr Action und weniger Dialoge erwartet hatte, aber genau andersherum ist der Fall gewesen. Die Dialoge sind clever und intelligent, was einem zum Mitdenken und aufpassen animiert, um der Story bis zum Ende folgen zu können. Die Action-Szenen sind zwar relativ kurz, dafür sehr intensiv und hart. Die Mischung hat mir sehr gut gefallen, auch wenn hier stellenweise bewusst auf das Tempo verzichtet wird, was echt gut gelungen ist.

      Zugegebenermaßen ist die Story doch sehr überspitzt und fast schon übertrieben dargestellt, was mich zu den zwei Punkten Abzug bringt. Trotzdem kann man hier, nicht nur als Fan von Jennifer Lawrence für ein Kinobesuch wenig falsch machen.

      [film]8[/film]
      Das ist der Weg unsichtbar zu sein. Werde einfach ein Teil der Nacht.
      Ziehe mit dem Wind und die Schatten. Tue was du tun musst, frei vom jeden Gefühl,
      so dass keine Seele es fühlt und kein Herz es hört.
    • Red Spaarow hat eine sehr flache Handlung die zweckmäßig und eher dürftig daherkommt.Jenniffer Lawrence zeigt hier bei dem Streifen viel Nackte Haut, meines erachtens zuviel, das hätte nun wirklich nicht sein müssen.Ansonsten der Russische Akzent gefiel mir recht gut und passte zum Film.Der Film hat gute Actioneinlagen und zwischendrin interessante konversationen, das sich das super in der Waage hält, und einen immer an der Stange hält.Im ganzen konnte mich der Film sehr gut Unterhalten mit einer guten Schauspielerischen Leistung seitens Lawrence nachdem verriß von "MOTHER".Tiefer will ich jetzt nicht eingehen zwecks Spoiler Alarm.
      [film]7[/film]

    • Kritik:

      Kann doch gar nicht sein, Modegesicht Jenniffer Lawrence in einer guten Filmrolle, die ihr förmlich auf dem Leib geschneidert ist, bekannt geworden ist sie eigentlich fast nur durch ihre flachen Jugend-Mainstreamrollen. Zwar hatte Lawrence wohl schon vor, in Aronofsky's Horror-Drama Mother! in eine abseitige Rolle zu schlüpfen, aber anders als die Kritiker es feierten, war der Film erst extrem langweilig, da die Handlung nicht voran kam und dann ein absolutes Wirrwarr an absurder Gewalt, wo man die Bibel auswendig kennen muss, um das Teufelsszenario überhaupt irgendwie etwas zu begreifen. Zudem sah Lawrence dabei immer noch aus wie die Porzellanpuppe aus Panem oder X-Men. Hier schaut sie nun echt normal hergerichtet aus, nicht Püppihaft und zeigt auch mal das sie mehr als ein oberflächlich glattes Gesicht zu bieten hat, ihre wahren Vorzüge stecken ersichtlich tiefer. Überraschend auch das Regisseur Francis Lawrence so was dreht, der bisher nur für Mainstreamschrutz wie die Panem Reihe, I am Legend sowie Constantine verantwortlich war.

      Blutige Folterszenen hat der Film einige, direkt drauf haltend, wo auch ins Fleisch rein geschnitten wird. Die Sexszenen sind nicht ausführlich und erfüllen ohne jegliche Romanze oder gar Kitsch ihren Zweck. Ansonsten handelt es sich zumeist um den Versuch den Maulwurf zu entlarven, das Tempo ist moderat, wobei ich trotzdem keine Langeweile verspürt habe. Die Thematik ist aktuell, es geht um Russland und den neuen Kalten Krieg. Damit verbunden der mittlerweile schwache Westen vor allem durch Überkonsum und neue Soziale Medien, dadurch entsteht mehr Hass, vor allem auch Rassenhass. Russland liefert so zu sagen das Gegenbeispiel und die Härte. Der Film wirkt ernst, glaubhafter, spannender und vor allem nicht so billig gemacht wie der ähnliche Genrevertreter Atomic Blonde zuletzt. Der wird die Meinungen nicht so spalten, ist zwar weniger bekannt, weniger Mainstream da er roher wirkt und damit auch wieder einige verschreckt, aber der bessere Agenten-Film mit guter Story und aktuell passenderer zum Weltgeschehen ist er allemal.

      Der Film hat trotzdem seine Schwäche und wirkt bei der Charakterzeichnung auch etwas unausgeglichen, so ist es nicht glaubhaft das Tänzerin Jenniffer Lawrence am Filmanfang das Paar beim Techtelmechtel einfach abschlachtet, warum hat sie das Mörder-Gen denn von Filmbeginn in sich, Sympathie kann damit nicht mehr verbunden werden und eine Charakterentwicklung ist so auch nicht mehr möglich. Dieser Akzent in Russisch finde ich in jedem US Blockbuster seltsam. War aber früher auch schon so und ist zu akzeptieren.

      Was ich nicht verstehe, wieso können die Russen Lawrence noch vertrauen, den Auftrag zu erledigen,
      Spoiler anzeigen
      wenn diese bei den Amerikanern schon verraten wurde?


      Schauspielerisch hat Jenniffer Lawrence wie immer mit ihrer Ein-Gesichtsmimik absolut gar nichts drauf, aber zumindest kann sie hier mit anderen Sachen punkten, allgemein ist der Cast voll ok, aber nichts sehr gutes.

      Wir haben den Kalten Krieg in der Weltordnung wieder hergestellt, der seit Anfang der 90er beendet war und durch den Ukraine Konflikt wieder ausgelöst wurde. Es sind wie früher Stellvertreterkriege und kleine Mordserien, die nun zunehmen. Red Sparrow präsentiert inhaltlich in Grunde nichts komplett Neues, aber ich kenne trotzdem kaum russische Agenten-Thriller, die nicht auf lustig gemacht sind wie 007 und so seicht wie die Bourne Filme. Es ist auch wie zu erwarten klar aus der Sicht der guten Amerikaner geschrieben (die sich aber auch selbst kritisieren) und dennoch wieder sehr aktuell. Das besondere an dem Film ist aber die Fleischeslust und rohe Gewalt, je härter es in der Welt zugeht, desto besser werden auch die politischen Filme. Spionagefilme können doch wieder Spaß machen.

      Eher auf den Spuren von Red Scorpion, Jagd auf Roter Oktober und Action-Konsorten.

      „Wie ist sein Name? Neein, Neein? Lass mich mal... Arrrrg.“

      [film]7[/film]