Hagazussa - Hexenfluch

    • Hagazussa - Hexenfluch



      Produktionsland: Deutschland, Österreich
      Produktion: Myriam Eichler, Lukas Feigelfeld, Simon Lubinski
      Erscheinungsjahr: 2017
      Regie: Lukas Feigelfeld
      Drehbuch: Lukas Feigelfeld
      Kamera: Mariel Baqueiro
      Schnitt: Jörg Volkmar
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: -
      Länge: ca. 102 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Aleksandra Cwen, Celina Peter, Claudia Martini, Tanja Petrovsky, Haymon Maria Buttinger


      Inhalt:
      Die Alpen im 15. Jahrhundert. Die junge Ziegenhirtin Albrun lebt mit ihrer Mutter einsam und von der Dorfgemeinschaft getrennt. Einsamkeit, Angst, Aberglauben und verbotene Begierden sind die finsteren Mächte, denen sie sich stellen muss.
      Regisseur Lukas Feigelfeld liefert mit seiner Horror-Meditation HAGAZUSSA - HEXENFLUCH eine visuell beeindruckende, sperrig-verstörende Variante der Vertreibung aus dem Paradies ab.


      Trailer:


      Kinostart in Deutschland: 17.05.2018
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 27.07.2018

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify) join in with 4+/6
    • Ab dem 17 Mai 2018 in ausgewählten Kinos und schon ab dem 21 April 2018 auf dem Fantasy Filmfest anschaubar.



      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Hui, der wird vorab sehr sehr gut bewertet, die FSK stuft ihn auf FSK 16.
      Hier die (momentan) bekannten Kinostarts:

      17.05 - 23.05.2018
      Lichtspiel Bamberg

      25.05 - 06.06.2018
      Filmrauschpalast Berlin

      17.05 - 23.05.2018
      Wolf Kino Berlin

      16.05 - 16.05.2018
      3001 Kino Hamburg

      17.05 - 30.05.2018
      Lodderbast Hannover

      18.05 - 19.05.2018
      Schauburg Karlsruhe

      29.05 - 29.05.2018
      Filmshop Kassel Kassel

      26.05 - 27.05.2018
      Lichtspiele Köln-Kalk Köln

      17.05 - 23.05.2018
      CAPITOL & PALATIN Mainz

      24.05 - 30.05.2018
      Werkstattkino München

      17.05 - 30.05.2018
      KommKino Nürnberg

      08.06 - 16.06.2018
      Filmcasino Wien

      21.06 - 21.06.2018
      Filmhaus - Kino am Spittelberg Wien

      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Der deutsche Verleih läuft über Forgotten Film Entertainment.

      hagazussa-derfilm.de/
    • Was für ein Film... Schwierig und definitiv nichts für jedermann. Der Film behandelt die Geschichte einer Frau die in den österreichischen Alpen irgendwann in der frühen Neuzeit lebt. Schon ihre Kindheit war ein Problem. Sie wuchs ohne Vater auf und als sie noch klein war erkrankte ihre Mutter (vermutlich die Beulenpest) und starb im Fieberwahn. Als Erwachsene lebt sie immer noch abgeschieden von allen anderen Menschen in der kleinen Hütte ihrer Mutter, zusammen mit ihrem Baby. Einen Vater gibt es nicht. Die Bewohner des nahen Dorfes drangsalieren sie und grenzen sie aus. Die Kinder rufen ihre "Hexe" hinterher. Nach einem traumatischem Erlebnis verfällt sie dem Wahnsinn und flüchtet in eine Arie von wirren Ritualen und Halluzinationen....

      Einen Film wie diesen gibt es nur selten. Erzählt wird er in 4 Kapiteln (Schatten, Horn, Blut, Feuer). Das erste Kapitel erzählt die Kindheit, der Rest ihr Leben als Erwachsene. Der Film kommt praktisch ohne Sprache aus. Im ersten Kapitel gibt es nur einige wenige Dialoge, die sind aber komplett unverständlich. Ab dem zweiten Kapitel kommen zumindest einige Dialoge zustande die man wirklich versteht, jedoch sind ca. 90% des Films komplett stumm. Meiner Einschätzung nach dürften die Dialoge im Drehbuch keine 3 Seiten betragen... Der Film wird nur durch seine Bilder erzählt und die sind wirklich grandios! Die Landschaften, die Beleuchtung, Kameraführung und nicht zuletzt die Schauspieler harmonieren in Perfektion! Die Bilder wirken komponiert, sie sind düster und lassen einen fast schon depressiv zurück. Teilweise merkt man impressionistische und surrealistische Züge. Dem Arthouse-Fan dürfte das sehr zusagen, aber der breiten Masse sicher nicht...

      Der Film ist schwer zugänglich. Wer sich nicht durch die Bilder tragen lassen kann wird sich schnell langweilen, wer sich aber auf die Erzählweise einlässt und bereit ist sich in den Film zu arbeiten erlebt ein hervorragendes Kino. Wer "The Witch" mochte kann einen Blick riskieren, wer einen astreinen Horrorstreifen erwartet wird enttäuscht. Die Bewertung ist daher sehr schwierig, ich drösel das mal etwas auf:

      Spannung: 4
      Action: 0
      Humor: 0
      Erotik: 2 (wenn man Ziegen mag 8)
      Atmosphäre: 10
      Handwerk: 10
      Anspruch: 10
      Horror / Gruselfaktor: 3


      Persönliche Meinung:

      [film]7[/film]

      (evtl. auch 8, aber da muss ich ihn noch einmal schauen)


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • wollte ihn vorhin erst mit aus der Videothek nehmen ,doch der is es nicht geworden^^
    • Hier hab ich mich auch nicht ran getraut, da stecken Filme wie The Witch noch zu tief in meinen Knochen, wobei dort wenigstens noch Dialog vorhanden ist. Ich komme zwar auch mit einige Filme zurecht ohne Dialog, aber muss die Handlung erkennbar sein und kein Bildfeuerwerk.

      Anyu schrieb:

      Erotik: 2 (wenn man Ziegen mag 8)
      Was? :,D schubs

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify) join in with 4+/6
    • Doom... also, du wirst den Film sehr wahrscheinlich nach 20 Minuten abschalten.... vermute ich zumindest. The Witch ist gegen den ein Actionfeuerwerk mit Horrorspitzen. Den Film muss man wirklich "wollen", sonst knallt man den in die Ecke. Man kann der Handlung schon folgen, aber sie ist halt sehr langsam erzählt. In einem Hollywood Blockbuster wäre der Film in 5 Minuten komplett erzählt gewesen... das mag man, oder nicht...

      Was die Ziege angeht.... ähm... ich fand, dass dies die verstörendste Szene des Films war schubs


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • Wenn Maichklang von der ofdb nur 3Punkte vergibt, da schaue ich ihn nicht an, dass kommt kaum vor, dass ich viel höher Werte als er und er schreibt auch, das die Handlung fehlt. Daher kann ich sowas weglassen, da hab ich auch kein Spass dran den zu verreissen.

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify) join in with 4+/6
    • Deutsche und Österreichisches Produktionsland(ich Österreicher) Nein Danke, kann mir gestohlen bleiben...kann nix gescheites dabei rauskommen :-)

    • Dr.Doom schrieb:

      Wenn Maichklang von der ofdb nur 3Punkte vergibt, da schaue ich ihn nicht an, dass kommt kaum vor, dass ich viel höher Werte als er und er schreibt auch, das die Handlung fehlt. Daher kann ich sowas weglassen, da hab ich auch kein Spass dran den zu verreissen.

      Das ist ein reiner Kunstfilm. Alles grandios gefilmt, sodass eine ganz besondere Atmosphäre auffährt. Darauf muss man sich einlassen, um letztendlich erfolgreich in eine andere Welt abzutauchen. Sollte das nicht klappen, hat man verloren, denn die Handlung ist extrem bescheiden und die Narrative äußerst schwierig.
    • Unfassbar, was für ein Film. Diese Stille und Ruhe im Film, macht einem ja schon fast manisch und man erwartet das schlimmste. Wenig bis gar keine Dialoge, falls überhaupt wurden höchstens mehr als 2 zusammenhängende Sätze gesprochen.

      Im Film selbst wird hauptsächlich die Psyche von der Ziegenhirtin Albrun beleuchtet. Traumatisiert verliert sie früh ihre Mutter, von ihrem Vater erfährt man rein gar nichts. Ausgegrenzt lebt sie fortan mit einer kleinen Herde Ziegen als Einsiedlerin in einer kleinen Berghütte, trotzdem hat sie 20 Jahre später eine kleine Tochter (Marta). Von den Menschen wird sie gemieden und wenn dann als Hexin oder Heidnin beschimpft und beleidigt. Nach einer weiteren Schlimmen Erfahrung von Enttäuschung, Ausnutzung und Vergewaltigung, verfällt Albrun schlussendlich im Wahn und wird mit dem Bösen in sich selbst konfrontiert. Zudem schwingt im Hintergrund immer die dunkle Präsenz im Wald, so verschmelzen Angst, Alptraum und die Realität. Hagazussa erzählt eine dunkle Saga einer Frau und ihres Kampfs um den eigenen Verstand in einer Zeit, in der heidnischer Glaube an Hexen und Naturgeister noch Angst und Schrecken in den Köpfen des bäuerlichen Volks verbreiten.

      Fazit: Die Umgebung, die Bilder sind fantastisch und verbreiten schon beim Zusehen eine Stimmung von Einsamkeit und innerliche Ruhe, zeitgleich ist man wach und angespannt, da man nie weiß was jetzt passiert. Der Film wirkt beklemmend, durch die Stille und die dunkle Präsenz die Albrun umgibt und Sie schlussendlich in seinem psychotischen Bann zieht, aus dem es augenscheinlich kein Entrinnen gibt. Am Ende bleibt man aus meiner Sicht, doch fragend zurück. Wenn man sich auf die Handlung nicht einlässt, wird es nur schwer sein den Film zu mögen, dafür passiert einfach zu wenig und die wenigen relevanten Stellen, erscheinen einem nicht ausreichend.

      [film]7[/film]
      Das ist der Weg unsichtbar zu sein. Werde einfach ein Teil der Nacht.
      Ziehe mit dem Wind und die Schatten. Tue was du tun musst, frei vom jeden Gefühl,
      so dass keine Seele es fühlt und kein Herz es hört.
    • Dawsons Crack01 schrieb:

      Deutsche und Österreichisches Produktionsland(ich Österreicher) Nein Danke, kann mir gestohlen bleiben...kann nix gescheites dabei rauskommen :-)
      Tatsächlich? Deutschland ist eines meiner Lieblings-Filmländer. Meinst du nur aktuelle deutschsprachige Filme oder allgemein?
      "Wer das Negative regelmäßig ausblendet, wird positiv krank." - Paul Mommertz
    • @Senseless

      Ja alle Deutschen produktionen will ich jetzt nicht in einem Topf schmeißen (gibt Ausnahmen) aber Ja, im allgemeinen kann ICH nichts damit anfangen.Und von Österreich fang ich erst gar nicht an zu reden :-) :-) :-)

    • Dawsons Crack01 schrieb:

      @Senseless

      Ja alle Deutschen produktionen will ich jetzt nicht in einem Topf schmeißen (gibt Ausnahmen) aber Ja, im allgemeinen kann ICH nichts damit anfangen.Und von Österreich fang ich erst gar nicht an zu reden :-) :-) :-)
      Bei mir das gleiche! Deutsche Produktionen und ich bekomm heftigen Durchfall :11: natürlich gibt es auch tolle deutsche Filme/Produktionen. Dies ist allerdings für mich sehr überschaubar. Mache Genre funktionieren in Deutschland gar nicht z.B. Action.
    • Durch Regisseure wie Fassbinder, Herzog, Erler, Geissendörfer, Haneke, Schlöndorff und Akin habe ich den deutschen Film schätzen gelernt. Nur von den TV-Produktionen sollte man sich größtenteils fernhalten.
      "Wer das Negative regelmäßig ausblendet, wird positiv krank." - Paul Mommertz
    • Auch da gibt es natürlich Ausnahmen. TODESSPIEL von Heinrich Breloer, die drei NSU-Filme, ASPHALTNACHT, VERLIERER, DECODER, DER FLUCH (Ralf Huettner), aber grundlegend hast du natürlich Recht, du schreibst ja auch "größtenteils".

      Angefangen habe ich (wie die meisten) mit Harald Reinl, Jürgen Roland, Alfred Vohrer, Fritz Lang. Erstmals (buchstäblich) erschlagen wurde ich mit 14 Jahren von Werner Herzogs NOSFERATU. Heute finde ich eigentlich alles intesssant, was der deutsche Kinomarkt bis Mitte der 1980er hergibt... und es gibt soooo viel zu entdecken. WILDER REITER GmbH, ZWISCHENLANDUNG DÜSSELDORF, PER SALDO MORD, DER GRILLER - alles Stoff den ich erst dieses Jahr kennen gelernt habe.
    • Ja, die NSU-Filme habe ich hier auch noch herumliegen. Und noch einer, der den Film "Der Fluch" kennt. Der Film hat mir als Kind eine Heide Angst bereitet. Den habe ich noch als TV-Aufnahme irgendwo.
      Eine Veröffentlichung wäre wünschenswert, jedoch unwahrscheinlich.
      Auch zur Stummfilmzeit war das deutsche Kino wegweisend und beeinflusste das Medium nachhaltig. Tatsächlich ist der Deutsche Film aus der Filmwelt nicht wegzudenken.
      "Wer das Negative regelmäßig ausblendet, wird positiv krank." - Paul Mommertz