PIETA



    • Produktionsland: Südkorea
      Erscheinungsjahr: 2012
      Regie und Drehbuch: Kim Ki-Duk
      Länge: ca. 104 Minuten
      Darsteller: Jo Min-soo, Lee Jeong-Jin, Woo Ki-Hong, Cho Min-soo, Jo Jae-ryong
      Genre: Drama/ Krimi
      Freigabe: FSK 16
      Inhalt:
      Gang-do (Lee Jeong-jin) treibt in einem Stadtteil von Seoul, für einen Kredithai die ausstehenden Gelder ein. Der 30-Jährige kennt kein Erbarmen, wenn Sie Ihre Schulden weder tilgen noch die Wucherzinsen bezahlen können. Gnadenlos zerquetscht er ihnen beispielsweise eine Hand in einer Presse, damit sie die bei der Aufnahme des Kredits abgeschlossene Invaliditätsrente beantragen und mit dem ausbezahlten Geldbetrag die Schulden tilgen können.

      Als ihm eines Tages auf dem Heimweg ein Huhn entwischt, das er wohl auf dem Markt besorgte, taucht eine ihm unbekannte Frau auf und trägt ihm das Tier nach. Er will die Mitvierzigerin nicht in seine Wohnung lassen und versucht dreimal, seine Tür zuzuschlagen, aber Min-So fasst in den Türrahmen, lässt sich die Finger quetschen, ohne eine Schmerzreaktion zu zeigen und hindert Gang-do daran, die Tür zu schließen. Ungefragt beginnt sie bei ihm aufzuräumen und für ihn zu kochen. Schließlich kniet sie sich vor ihn auf den Boden und bittet ihn um Verzeihung. Sie heiße Min-sun (Cho Min-soo) und sei seine Mutter, behauptet sie. Bei seiner Geburt sei sie noch sehr jung gewesen, deshalb habe sie ihn gleich danach fortgegeben.

      Gang-do glaubt ihr nicht. Er bleibt kaltherzig, aber sie lässt sich nicht abschütteln, folgt ihm sogar, als er seiner Arbeit nachgeht. Sie schaut zu, wie er den Schuldner Tae-seung (Jo Jae-ryong) dazu zwingt, aus einem der oberen Stockwerke einer Bauruine zu springen und ihm dann das Kniegelenk des gebrochenen Beins zertritt. Als der am Boden liegende und vor Schmerzen schreiende Tae-seung seinen Peiniger beschimpft, tritt auch Min-sun auf ihn ein.


      Trailer:


      Fazit: Der Film kommt gleich zur Sache und spart nicht mit Folterszenen, die Beziehung zwischen Sohn und Mutter ist äußerlich kalt, aber innerlich spürt man die Sehnsucht der beiden Zueinander. Trotzdem bleibt der Sohn ein Folterer, der augenscheinlich Spaß an seinen Job hat, wie seine Mutter darüber denkt, bleibt lange offen. Man bekommt sogar das Gefühl, dass Sie es toleriert oder tickt sie etwa genauso wie Gang-do? Gut inszeniert, ist der Film spannend bis zur letzten Sekunde und überrascht mit einem cleveren Finale. Kim Ki-duk besticht hier mit einem außergewöhnlichen Film, der sich prima in die Riege seiner Filme einbindet und weitere Facetten eröffnet.
      [film]8[/film]
      Das ist der Weg unsichtbar zu sein. Werde einfach ein Teil der Nacht.
      Ziehe mit dem Wind und die Schatten. Tue was du tun musst, frei vom jeden Gefühl,
      so dass keine Seele es fühlt und kein Herz es hört.