Utøya 22. Juli

    • Utøya 22. Juli



      Produktionsland: Norwegen
      Produktion: Erik Poppe, Stein B. Kvae, Finn Gjerdrum, Roy Anderson und Ravn Wikhaug
      Erscheinungsjahr: 2018
      Regie: Erik Poppe
      Drehbuch: Anna Bache-Wiig, Siv Rajendram Eliassen
      Kamera: Martin Otterbeck
      Schnitt: Einar Egeland
      Spezialeffekte: Philip Gabrielsen
      Budget: ca. - 22.000.000 Mio $
      Musik: Wolfgang Plagge
      Länge: ca. 90 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Deutscher Kinostart: 20. September 2018
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 15.02.2019


      Darsteller:

      Andrea Berntzen: Kaja
      Aleksander Holmen: Magnus
      Brede Fristad: Petter
      Elli Rhiannon Müller Osborne: Emilie
      Sorosh Sadat: Issa
      Ada Eide: Caroline
      Solveig Koløen Birkeland: Sterbendes Mädchen

      Handlung:

      Der Film beginnt mit dokumentarischen Anfangsszenen aus Oslo, wo am 22. Juli 2017 gegen 15:17 Uhr eine Autobombe explodiert und acht Menschen tötet. Die Handlung verlagert sich danach gegen 17:06 Uhr auf die Insel Utøya:

      Die 19-jährige Kaya nimmt mit ihrer jüngeren Schwester Emilie am Feriencamp der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet teil. Beide zelten wie viele andere auf der Wiese vor dem Haupthaus.
      Während sich trotz des schlechten Handy-Empfangs die Nachricht vom Anschlag unter den Teilnehmern schnell verbreitet hat, war Emilie baden, was die pflichtbewusste Kaya ihr vorwirft.
      Im Streit darüber trennen sich die Geschwister und Kaya macht sich allein auf dem Weg zum Haupthaus, wo ein Barbecue stattfinden soll.
      Sie diskutiert u. a. mit anderen Jugendlichen die Geschehnisse in Oslo, darunter Caroline, Kristine, Magnus aus Stavanger, Petter und der besorgte Issa, der hofft, dass keine Muslime hinter dem Anschlag stecken.

      Als plötzlich Schüsse zu hören sind, halten viele das zuerst für einen Scherz.
      Als erste Jugendliche in Panik aus Richtung Ufer fliehen, verbarrikadiert sich die Gruppe um Kaya mit zahlreichen anderen im Haupthaus. Als auch dieser Rückzugsort angegriffen wird, versteckt sich Kaya, gemeinsam mit u. a. Kristine, Issa und Petter im Wald.
      Kaya macht sich Sorgen um ihre Schwester. Sie versucht Emilie erfolglos per Handy zu erreichen, kann aber zwischenzeitlich Kontakt zu ihrer Mutter herstellen.

      In der Gruppe ist man sich uneinig, ob es sich eventuell nur um eine „Übung“ handelt, während Issa bekräftigt, dass echte Schüsse zu hören sind.
      Petter entreißt einer Frau ihr Handy, die Kontakt zu Polizei herstellen konnte und fragt nach, ob eine Übung auf der Insel geplant war.
      Als ein weiterer Jugendlicher Schutz bei der Gruppe sucht, gibt er an, dass die „Polizei“ die Schüsse abgegeben hätte.

      Die Gruppe beschließt in Richtung Ufer zu flüchten, während Emilie allein zum Zeltplatz zurückkehrt, um ihre Schwester zu suchen...

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tom bomb ()

    • Hintergrund:

      Utøya 22. Juli (norwegisch Utøya 22. juli) ist ein norwegischer Spielfilm des Regisseurs Erik Poppe über das Massaker vom 22. Juli 2011 auf der norwegischen Insel Utøya, welches 69 Opfer forderte.
      Der Film basiert auf historischen Ereignissen, wobei die Charaktere fiktiv sind.
      Begleitet wird die 19-jährige Kaja (dargestellt von Andrea Berntzen), die während des Massakers ihre jüngere Schwester aus den Augen verliert und versucht diese wiederzufinden.

      Gedreht wurde in Echtzeit in einer 72-minütigen Plansequenz und aus Sicht der Opfer.[
      Die Weltpremiere fand am 19. Februar 2018 im Rahmen des Wettbewerbs der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt.

      Mit Utøya 22. Juli konkurrierte Erik Poppe zum ersten Mal bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin um den Goldenen Bären, den Hauptpreis des Festivals.
      Der Film blieb unprämiert.
      Beim 29. Internationalen Filmfest Emden-Norderney wurde Utøya 22. Juli mit dem Score Bernhard Wicki Preis in Bronze ausgezeichnet.
      Bei der im August 2018 bevorstehenden Verleihung des norwegischen Filmpreises Amanda folgten sieben Nominierungen: Bester Film, Regie, Drehbuch, Hauptdarstellerin (Andrea Berntzen), Nebendarstellerin (Solveig Koløen Birkeland), Kamera, Ton (Gisle Tveito).
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    • Sonderbar, die FSK hat diesen als äusserst brutal und verstörend geltenden Film mit einer FSK 12 Freigabe versehen, aber sogar Kinder ab 6 jahren dürfen in Begleitung eines Erwachsenen in das Kino hinein.
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    • tom bomb schrieb:

      Sonderbar, die FSK hat diesen als äusserst brutal und verstörend geltenden Film mit einer FSK 12 Freigabe versehen, aber sogar Kinder ab 6 jahren dürfen in Begleitung eines Erwachsenen in das Kino hinein.
      In den neuen Eli Roth dürfen Kinder ab 6 Jahren rein.
      filmstarts.de/nachrichten/18520668.html
      Wir leben in schwierigen Zeiten, da müssen die Kiddies durch. lol
    • Sicher, das ist schon so, traurig aber wahr.
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    • Die Handlung wird aus der Sicht eines Mädels erzählt, eine ganz andere Sichtweise wie Netflix-Konkurrent 22. Juli, der zur selben Zeit das gleiche Thema aufgreift. Die Dialoge sind etwas gestellt, typisch für eine Pseudo-Dokumentation oder Found Footage-Teen-Filme. War dann auch recht schnell ernüchtert hier. Der Schütze ballert den ganzen Film über, sehen wird man ihn aber nicht einmal. Es sind stetig Schüsse im Waldgebiet zu hören und Charaktere verstecken sich im Dreck oder sie fliehen. Das gibt es dann auch die 90 Minuten am Stück und auch wenn es erst gut auf die Psyche geht, auf Dauer immer das Selbe zu sehen, wird richtig Langweilig und zäh hinten raus. Entscheidet aber selbst, die meisten finden ihn gut und ich weis auch warum. Ich fand ihn fast schon katastrophal, trotz des Schockeffekts, der beim Publikum zündet.


      [film]4[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Electro in the Dark (Spotify Playliste)
    • Beeindruckend.
      Angstmachend.
      Aufwühlend.

      Selten bieten sich zeitgeschichtliche Ereignisse so an sie in Echtzeit zu verfilmen wie die Geschehnisse in "Utøya 22. Juli".
      Also wurde der Anschlag auf der Insel in 72 Minuten realer Zeit gedreht, dazu gehört es für uns Zuschauer auszuhalten wie Menschen sinnlos und gezielt getötet werden.
      Den Täter sieht man praktisch gar nicht, dafür hört man seine Schüsse, wieder und wieder, beklemmend und realistisch.
      Schreie, Panik, Ahnungslosigkeit.
      Für den Film wurden Überlebende befragt, ausser ihren Trauma berichten sie über ihre Verhaltensweise, da heisst es unter anderem: "Wer laut atmete starb zuerst".

      Unfassbar was dort geschah.

      Der Film wird aus der Sicht der Teenagerin Kaja gezeigt, wirklich sehr gut in ihrer Rolle ist Andrea Berntzen, die auf der Suche nach ihrer Schwester ist.

      Wo ich dachte vieles über diesen Anschlag vorab zu Wissen , lernte ich wieder hinzu.
      Der andere Film über diese Tat - "22 July" - ist für mich Klassen schlechter, dieser setzt nur auf Gewalt, ohne Emotionen wiedergeben zu können.

      Die Opfer waren zwischen 14 und 51 Jahre alt, 32 von ihnen unter 18 Jahre.
      Breivik traf die final Verstorbenen durchschnittlich 2,8 mal, ein einzelnes Opfer, Benedikt Rosnesoes Ellingsen, acht Mal.
      Er gab insgesamt mindestens 187 Schüsse ab, mit denen er Personen traf, die sofort oder an den Folgen verstarben

      Ein echter Held ist der deutsche Dachdecker Marcel Gleffe, er allein rettete mindestens 20 Menschenleben.

      [film]8[/film]
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    • @Tom, hast du den Film 22.Juli von Netflix schon gesehen, den fand ich sehr passend erzählt zu den Geschehnissen. Den Kinofilm fand ich zu aufgesetzt.

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    • Ja bei mir ist genau anders herum, die Netflix Produktion ist wie ein belangloser weiterer "Actionfilm", für mich kam da auch nicht wirklich etwas neues, ausserdem hat er mich zu keinem Zeitpunkt gepackt.
      "Utøya" hingegen von Minute eins an, und besonders das die reale Laufzeit des Attentats hier eingebettet wird hat mir das nachvollziehbare Gefühl von Panik erkennen lassen.
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    • man sieht aber nichts weiter vom Attentat, sondern nur Kids die sich verstecken und fliehen.. dass fand ich Anfangs auch noch spannend, dann aber irgendwann nur noch öde. Der Netflix Film zeigt hingegen den Mörder in Aktion, find den sogar viel besser.

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
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    • Doch man sieht was, will aber nicht spoilern, finde halt die Sichtweise durch Kajas Person gelungen und das Verhalten absolut nachvollziehbar.
      Das dir der Netflix Film besser gefallen hat ist doch auch okay, mir eben nicht.
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