Utøya 22. Juli

    • Utøya 22. Juli



      Produktionsland: Norwegen
      Produktion: Erik Poppe, Stein B. Kvae, Finn Gjerdrum, Roy Anderson und Ravn Wikhaug
      Erscheinungsjahr: 2018
      Regie: Erik Poppe
      Drehbuch: Anna Bache-Wiig, Siv Rajendram Eliassen
      Kamera: Martin Otterbeck
      Schnitt: Einar Egeland
      Spezialeffekte: Philip Gabrielsen
      Budget: ca. - 22.000.000 Mio $
      Musik: Wolfgang Plagge
      Länge: ca. 90 Minuten
      Freigabe: FSK 18
      Deutscher Kinostart: 20. September 2018

      Darsteller:

      Andrea Berntzen: Kaja
      Aleksander Holmen: Magnus
      Brede Fristad: Petter
      Elli Rhiannon Müller Osborne: Emilie
      Sorosh Sadat: Issa
      Ada Eide: Caroline
      Solveig Koløen Birkeland: Sterbendes Mädchen

      Handlung:

      Der Film beginnt mit dokumentarischen Anfangsszenen aus Oslo, wo am 22. Juli 2017 gegen 15:17 Uhr eine Autobombe explodiert und acht Menschen tötet. Die Handlung verlagert sich danach gegen 17:06 Uhr auf die Insel Utøya:

      Die 19-jährige Kaya nimmt mit ihrer jüngeren Schwester Emilie am Feriencamp der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet teil. Beide zelten wie viele andere auf der Wiese vor dem Haupthaus.
      Während sich trotz des schlechten Handy-Empfangs die Nachricht vom Anschlag unter den Teilnehmern schnell verbreitet hat, war Emilie baden, was die pflichtbewusste Kaya ihr vorwirft.
      Im Streit darüber trennen sich die Geschwister und Kaya macht sich allein auf dem Weg zum Haupthaus, wo ein Barbecue stattfinden soll.
      Sie diskutiert u. a. mit anderen Jugendlichen die Geschehnisse in Oslo, darunter Caroline, Kristine, Magnus aus Stavanger, Petter und der besorgte Issa, der hofft, dass keine Muslime hinter dem Anschlag stecken.

      Als plötzlich Schüsse zu hören sind, halten viele das zuerst für einen Scherz.
      Als erste Jugendliche in Panik aus Richtung Ufer fliehen, verbarrikadiert sich die Gruppe um Kaya mit zahlreichen anderen im Haupthaus. Als auch dieser Rückzugsort angegriffen wird, versteckt sich Kaya, gemeinsam mit u. a. Kristine, Issa und Petter im Wald.
      Kaya macht sich Sorgen um ihre Schwester. Sie versucht Emilie erfolglos per Handy zu erreichen, kann aber zwischenzeitlich Kontakt zu ihrer Mutter herstellen.

      In der Gruppe ist man sich uneinig, ob es sich eventuell nur um eine „Übung“ handelt, während Issa bekräftigt, dass echte Schüsse zu hören sind.
      Petter entreißt einer Frau ihr Handy, die Kontakt zu Polizei herstellen konnte und fragt nach, ob eine Übung auf der Insel geplant war.
      Als ein weiterer Jugendlicher Schutz bei der Gruppe sucht, gibt er an, dass die „Polizei“ die Schüsse abgegeben hätte.

      Die Gruppe beschließt in Richtung Ufer zu flüchten, während Emilie allein zum Zeltplatz zurückkehrt, um ihre Schwester zu suchen...

      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Hintergrund:

      Utøya 22. Juli (norwegisch Utøya 22. juli) ist ein norwegischer Spielfilm des Regisseurs Erik Poppe über das Massaker vom 22. Juli 2011 auf der norwegischen Insel Utøya, welches 69 Opfer forderte.
      Der Film basiert auf historischen Ereignissen, wobei die Charaktere fiktiv sind.
      Begleitet wird die 19-jährige Kaja (dargestellt von Andrea Berntzen), die während des Massakers ihre jüngere Schwester aus den Augen verliert und versucht diese wiederzufinden.

      Gedreht wurde in Echtzeit in einer 72-minütigen Plansequenz und aus Sicht der Opfer.[
      Die Weltpremiere fand am 19. Februar 2018 im Rahmen des Wettbewerbs der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt.

      Mit Utøya 22. Juli konkurrierte Erik Poppe zum ersten Mal bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin um den Goldenen Bären, den Hauptpreis des Festivals.
      Der Film blieb unprämiert.
      Beim 29. Internationalen Filmfest Emden-Norderney wurde Utøya 22. Juli mit dem Score Bernhard Wicki Preis in Bronze ausgezeichnet.
      Bei der im August 2018 bevorstehenden Verleihung des norwegischen Filmpreises Amanda folgten sieben Nominierungen: Bester Film, Regie, Drehbuch, Hauptdarstellerin (Andrea Berntzen), Nebendarstellerin (Solveig Koløen Birkeland), Kamera, Ton (Gisle Tveito).
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...