Jason Blum - oder wie aus dem Nichts ein Horror Blockbuster Studio entstand.

    • Jason Blum - oder wie aus dem Nichts ein Horror Blockbuster Studio entstand.



      Über die Filme der Blumhouse Productions darf man trefflich streiten, unbestritten hingegen ist der gewaltige finanzielle Erfolg dem dieses Studio erreicht hat.
      Das Prinzip ist ziemlich simpel, günstig Horrorfilme produzieren und darauf hoffen das sie einschlagen.
      Klappt es mal nicht ist das kein Problem, den im Schnitt kostet ein Blumhouse Movie 4,5 Mio $.

      Wer ist der Mann dahinter ?

      Jason Blum ist das einzige Kind der Kunstprofessorin Shirley N. Blum und des Kunsthändlers Irving Blum, seine Mutter war zuvor mit dem Museumsdirektor Walter Hopps verheiratet, er wuchs in New York City auf.

      Blum studierte am Vassar College, beim Studium lernte er Noah Baumbach kennen, mit dem er zusammen seine ersten Kurzfilme drehte.
      Nach Abschluss des Studiums im Jahr 1991 zogen Blum und Baumbach nach Chicago, wo sie sich eine Wohnung teilten. Als Baumbach seinen ersten Spielfilm Kicking and Screaming umsetzte, fungierte Blum als Executive Producer.

      Nach einem Streit mit Baumbach zog Blum nach New York City, wo er als Immobilienhändler arbeitete. kurz darauf lernte er Ethan Hawke kennen, der Blum als Producing Director für seine Malaparte Theater Company engagierte.
      Obwohl als Nonprofit-Unternehmen angedacht, erwirtschaftete Malaparte durch Blums Engagement einen Gewinn.

      Danach arbeitete Blum zunächst als Vice President of Acquisitions bei Arrow Films und später als Co-president of Acquisitions bei Miramax Films unter Bob und Harvey Weinstein.
      Beim Sundance Film Festival 1999 erwarb Blum für 10,2 Mio. US-Dollar die als nächsten Hit gehandelte Independent-Komödie Happy, Texas.
      Der Film floppte jedoch und spielte lediglich 1,9 Mio. US-Dollar ein, wodurch Miramax einen erheblichen Verlust einfuhr.
      Beim Sundance hatte Blum auch einen Kauf des für 60.000 US-Dollar produzierten Horrorfilms Blair Witch Project ausgeschlagen.
      Stattdessen erwarb Artisan Entertainment die Rechte für 1,1 Mio. US-Dollar. Der Film spielte über 248 Mio. US-Dollar ein.
      Kurz darauf kündigte Blum bei Miramax.

      Er zog nach Los Angeles und war dort unter anderem als freier Produzent für Warner Brothers tätig.
      Im Jahr 2000 gründete Blum seine Produktionsfirma Blumhouse Productions. Weitere Projekte, die er unter anderem Paramount Pictures anbot, erhielten keine Freigabe für eine Kinoveröffentlichung.

      Dann sah Blum den Horrorfilm Paranormal Activity, der für nur 15.000 US-Dollar produziert worden war.
      Der Film erinnerte ihn an das Blair Witch Project. Blum bot den Film in zwei Jahren verschiedenen Studios an.
      Erst 2007 konnte er den Film über Paramount veröffentlichen.
      Bereits am Startwochenende spielte der Film 20 Mio. US-Dollar ein, was einer durchschnittlichen Einnahme von ca. 25.000 US-Dollar pro Kino entspricht. Insgesamt spielte der Film weltweit fast 200 Mio. US-Dollar ein und ist damit Stand 2015 der bisher profitabelste Film.
      Der Film zog mehrere Fortsetzungen nach sich.

      Danach spezialisierte Blumhouse Productions sich auf die Herstellung von kostengünstigen Genre-Produktionen.
      Viele dieser sogenannten Micro-Budget-Filme spielten das mehrfache ihrer Produktionskosten ein, wodurch sie als hochprofitabel gelten.
      Die meisten seiner Filme produziert Blum für durchschnittlich 4,5 Mio. US-Dollar.
      Solange ein Film unter diesen Kosten bleibt, wird er laut Blum sein Geld auch wieder einspielen, wenn „alles schiefgeht“ („The model is, really, if everything goes wrong, we will recoup.“).

      Dafür verzichtet Blum auf seinen eigenen Vorschuss als Produzent und bezahlt Darstellern und Stab nur die gewerkschaftlich vereinbarten Minimal-Löhne.
      Falls der Film jedoch an den Kinokassen funktioniert, nimmt Blum von jedem verdienten Dollar 12,5 % ein und teilt den Rest mit den Hauptdarstellern und dem Stab.
      Im Gegenzug sichert er den Filmmachern größtmögliche kreative Freiheit zu: die Drehbücher werden nicht mehr vom Studio überarbeitet und der Regisseur erhält eine Garantie für den finalen Schnitt.
      Um die Kosten niedrig zu halten, werden die Regisseure jedoch angewiesen, die Zahl der Sprechrollen zu beschränken und möglichst nur an einem Drehort zu filmen.
      Die Kosten werden auch dadurch niedrig gehalten, dass die Postproduktion nicht wie sonst üblich ausgelagert wird, sondern direkt von Blumhouse-Mitarbeitern übernommen wird.

      Mit diesem Erfolgsrezept haben von Blumhouse produzierte Filme Stand 2015 bereits über 2 Milliarden US-Dollar an den weltweiten Kinokassen eingenommen.

      2015 war er als Produzent an Whiplash beteiligt und wurde hierfür in der Kategorie Bester Film für den Oscar nominiert.
      Seine Beteiligung an dem Fernsehfilm The Normal Heart brachten ihm 2014 einen Emmy sowie 2015 den Stanley Kramer Award bei den Producers Guild of America Awards ein.
      Bei der Oscarverleihung 2018 war Blum gemeinsam mit Sean McKittrick, Edward H. Hamm Jr. und Jordan Peele für Get Out in der Kategorie Bester Film nominiert.
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      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...


    • Blumhouse Productions:

      Blum, der zuvor einige Jahre als freier Filmproduzent tätig war, gründete Blumhouse Productions im Jahr 2000.
      Der erste große Erfolg des Unternehmens war der für nur 15.000 US-Dollar produziere Horrorfilm Paranormal Activity.
      Blumhouse brachte den Film im Jahr 2009 über Paramount Pictures in die Kinos. Bereits am Startwochenende spielte der Film 20 Mio. US-Dollar ein, was einer durchschnittlichen Einnahme von ca. 25.000 US-Dollar pro Kino entsprach. Insgesamt spielte der Film weltweit fast 200 Mio. US-Dollar ein und ist damit Stand 2015 der bisher profitabelste Film.
      Der Film zog mehrere Fortsetzungen nach sich.

      Danach spezialisierte Blumhouse Productions sich auf die Herstellung von kostengünstigen Genre-Produktionen.
      Viele der vom Unternehmen produzierten Filme spielten das mehrfache ihrer Produktionskosten ein, wodurch sie als hochprofitabel gelten.

      2011 schloss Blumhouse einen First-Look-Deal mit Universal Pictures ab, der zunächst auf drei Jahre ausgelegt war.
      Im Anschluss wurde der Vertrag zwischen beiden Unternehmen um weitere 10 Jahre verlängert.

      Neben Kinofilmen produziert Blumhouse auch Fernsehfilme und -Serien.

      Eng mit Blumhouse verbunden sind die Unternehmen BH Tilt (Filmverleih), Blumhouse Books (Buchverlag) und CryptTV (Video-Plattform).

      2007: Paranormal Activity

      2010: Paranormal Activity 2
      2010: Insidious

      2011: Paranormal Activity 3

      2012: Sinister
      2012: Paranormal Activity 4
      2012: The Bay – Nach Angst kommt Panik (The Bay)
      2012: The Lords of Salem

      2013: Dark Skies – Sie sind unter uns (Dark Skies)
      2013: The Purge – Die Säuberung (The Purge)
      2013: Insidious: Chapter 2
      2013: Plush
      2013: Hangover Girls – Best Night Ever (Best Night Ever)
      2013: Oculus

      2014: Paranormal Activity: Die Gezeichneten (Paranormal Activity: The Marked Ones)
      2014: 13 Sins
      2014: The Purge: Anarchy
      2014: Mockingbird
      2014: Mercy – Der Teufel kennt keine Gnade (Mercy)
      2014: Stretch
      2014: Blutiger Auftrag – Es gibt kein Entkommen (Not Safe for Work)
      2014: Whiplash
      2014: Warte, bis es dunkel wird (The Town That Dreaded Sundown)
      2014: Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel (Ouija)
      2014: Jessabelle – Die Vorhersehung (Jessabelle)
      2014: Unknown User (Unfriended)
      2014: Creep
      2014: The Normal Heart (Fernsehfilm)

      2015: The Boy Next Door
      2015: The Lazarus Effect
      2015: Area 51
      2015: Insidious: Chapter 3 – Jede Geschichte hat einen Anfang (Insidious: Chapter 3)
      2015: ExitUs: Play it backwards (Exeter)
      2015: Gallows – Jede Schule hat ein Geheimnis (The Gallows)
      2015: The Gift
      2015: Sinister 2
      2015: The Visit
      2015: Paranormal Activity: Ghost Dimension (Paranormal Activity: The Ghost Dimension)
      2015: Jem and the Holograms
      2015: Visions
      2015: Curve
      2015: Martyrs

      2016: The Veil
      2016: Still (Hush)
      2016: The Darkness
      2016: The Purge: Election Year
      2016: Viral
      2016: In a Valley of Violence
      2016: Ouija: Ursprung des Bösen (Ouija: Origin of Evil)
      2016: Incarnate
      2016: Split
      2016: The Resurrection of Gavin Stone
      2016: Das Belko Experiment (The Belko Experiment)
      2016: Lowriders

      2017: Get Out
      2017: Happy Deathday (Happy Death Day)
      2017: Creep 2
      2017: Amityville: The Awakening

      2018: Insidious: The Last Key
      2018: Blumhouse präsentiert: Wahrheit oder Pflicht (Blumhouse's Truth or Dare)
      2018: BlacKkKlansman
      2018: Halloween
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tom bomb ()

    • Jetzt sickerten neue Pläne von Blum durch, und manche davon lassen mich richtig aufhorchen, im positiven.
      So möchte der Mann Klassiker des Horrorgenres erneut in die Kinos bringen!
      Den Beginn machtjedoch schon jemand, kein geringerer wie Michael Myers wird am 25. Oktober 2018 die Leinwände blutig schmieren.

      Hoffen wir mal nicht nur auf persönlcihe schöne Filmstunden mit dem Maskenkiller, schlägt er ein könnten sowohl "Scream" wie auch endlich wieder "Jason Vorhees" wiederkommen!
      Zumindest antworte Blum bei einer Fragestunde so das er diese beiden Ikonischen Figuren ebenfalls in seinem Film Universum haben möchte.
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    • Jason Blum und sein Blumhouse Studio arbeiten für acht Horrorfilme mit Amazon zusammen, wahrscheinlich werden sie im monatlichen als Exklusiv Produktionen dort gezeigt.
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