Snuff Killer

    • Originaltitel: Snuff Killer - La Morte in diretta
      Alternativtitel: Snuff Trap, Snuff Killer - Die Kamera läuft, Snuff Trap - Die Kamera läuft
      Herstellungsland: Italien/Deutschland
      Erscheinungsjahr: 2003
      Länge: 84 Min.
      Regie: Bruno Mattei
      Musik: Bruno Mattei
      Schnitt: Bruno Mattei
      Drehbuch: Bruno Mattei
      Kamera: Luigi Ciccarese
      Darsteller: Carla Solaro, Gabriele Gori, Carlo Mucari, Federica Garuti
      Produktionsfirma: La Perla Nera





      Inhalt:


      Als die dem Nachtleben und Partys nicht abgeneigte junge Frau Lauren, Tochter eines Politikers, nach einem Diskotheken-Besuch gewaltsam entführt
      und ihr Begleiter dabei blutig ermordet wird, macht sich ihre Mutter Michelle auf die Suche nach ihr. Bei ihren Ermittlungen gerät sie immer weiter in
      das Rotlichtmileu, zu Anfangs noch in regulären Sexshops, dann in Undergroundmärkte für illegale Pornografie und schließlich schreckt Michelle sogar nicht
      mehr davor zurück, sich selbst in einem Bordell zu prostituieren, um Lauren zu finden. Eine heisse Spur führt sie zu einer mysteriösen Person namens Doktor Hades, welche der Kopf einer Organisation zu scheinen ist, welche Snuff-Filme für ein betuchtes Publikum produziert. Wird Michelle ihre Tochter retten können....?


      Kritik: Italiens Plagiat- und Trashfilmer numero uno hat sich hier den Hollywood-Thriller "Acht Millimeter" zum Vorbild genommen und seine "eigene" Version
      des Snuff-Krimis gedreht. Wie man es von Bruno Mattei gewohnt ist, werden hier recht dreist Charaktere und sogar 1:1 Dialoge aus dem U.S.amerikanischen Vorbild übernommen. Lediglich werden die Rollen, die bei 8mm von Männern gespielt wurden, hier von Frauen dargestellt.

      Obgleich man hier versucht hat, einen ähnlichen spannenden Film zu kreiren, stellt sich ein Thrill-Erlebnis zu keiner Zeit ein. Der Film wirkt in nahezu allen Bereichen extrem billig und auch die Geschichte ist sehr holprig erzählt, so dass eben keine Spannung aufkommt. Zudem kommen noch die erwähnten geklauten Dialoge und Figurenzeichnungen, was möglicherweise Fans des Schumacher-Originals sauer aufstossen könnte. Die Versuche, den Zuschauer mit Gewaltszenen zu schocken, versagen komplett, die Mattei-Version des "Machine" regt sogar leider zum Schmunzeln an.

      Anders als im Original bekommt man gegen Ende einen Plot-Twist geboten, welchen man aber früh durchschaut aufgrund des arg plupem Aufbaus.
      Relativ positiv ist mir der Schnitt aufgefallen, welcher in Verfolgungsszenen recht ordentlich umgesetzt war. Das der Film teilweise in Hamburg spielt, fand ich auch ganz interessant. Ebenso waren die meisten Darsteller solide, so dass man sie durchaus im unteren B-Moviebereich einordnen kann. Die Hauptprotagonisten sowie die Tochter sind recht nett anzusehen und man bekommt auch des öfteren nackte Haut geboten. Jedenfalls wendet man sich nicht komplett von Michelle ab und kann ihr halbwegs durch den Film folgen, da die Rolle befriedigend dargstellt wird.

      Fazit: Ich kann diesen Film nicht weiterempfehlen. Trotz der kontroversen Thematik stellt sich keine Spannung ein, die Gewaltszenen wirken nicht und die Geschichte wird einfach nicht flüssig dargstellt. Atmosphäre kommt leider auch nicht auf. Für einen trashigen Party-Film bzw. einen unterhalstamen Trash-Filmabend (zu dem ich "Hölle der lebenden Toten" durchaus zähle) ist "Snuff Killer" einfach zu lahm und der Fun-Faktor praktisch nicht vorhanden. Lediglich Fans von Bruno Mattei können hier einen Blick riskieren.

      Ich kann dem Film leider nur mit [film]3[/film] Punkten bewerten.
      Bilder
      • 7168_230.jpg

        29,9 kB, 230×344, 9 mal angesehen