Troll



    • Produktionsland: USA
      Produktion: Albert Band, Charles Band
      Erscheinungsjahr: 1986
      Regie: John Carl Buechler
      Drehbuch: Ed Naha
      Kamera: Romano Albani
      Schnitt: Lee Percy
      Spezialeffekte: John Carl Buechler
      Budget: ca. -
      Musik: Richard Band
      Länge: ca. 79 Minuten
      Freigabe: FSK 18
      Darsteller: Noah Hathaway, Michael Moriarty, Shelley Hack, Jenny Beck, Sonny Bono, Phil Fondacaro, Brad Hall, Anne Lockhart, Julia Louis-Dreyfus, Gary Sandy, June Lockhart, Robert Hathaway


      Story:

      Frisch im neuen Heim eingezogen, wird für die Familie Potter das Mietshaus zum Alptraum. Denn ihre Tochter Wendy wird im Keller von einem Troll namens Torok heimgesucht.Torok braucht das kleine jungfräuliche Mädchen um seine Horde von Trolle zu gebähren.Wendy wird immer merkwürdiger- wirkt besessen- doch ihr Bruder, ein Horror & Monsterfilmfan durch & durch, kommt ihrer " Verwandlung" schnell auf die Schliche & sucht Hilfe bei der Nachbarin,einer exzentrischen alten Dame. Clearence ist eine Hexe und vor langer Zeit die Gattin von Torok- er war einst ein Mensch - gewesen. Zusammen wollen Harry & die Hexe Clearence die Brut der Trolle stoppen, doch das Mietshaus scheint schon eingenommen zu sein...


      Big Brother is watching you
    • Maln älteres Review von mir zum Film:

      Es ist der schöne Umschwung in ihrem Leben, als die Familie Potter in ein Wohnblock zieht. Doch Sandy, die Tochter der Familie wird am ersten Abend der Walpurgisnacht von einem Troll namens Torok heimgesucht, denn Torok braucht ein kleines jungfräuliches Mädchen um seine Heerscharen von Trollen zu gebähren. Fortan führt Sandy ein anderes Leben, doch sein Bruder, eingefleischter Horrorfilm und Monsterfilmfan, kommt ihrer Andersartigkeit schnell auf die Schliche und kontaktiert eine exzentrische Frau, die in der Wohnung wohnhaft ist. Clearence ist Hexe und vor langer langer Zeit die Gattin von Torok, der einst ein Mensch war. Zusammen wollen Harry und die Hexe Clearence die Brut der Trolle stoppen, doch die Wohnung scheint schon übersäat.

      Oh Mann, Oh Mann. Was für ein fantasyreicher Übertrash dieser Streifen doch ist. Selbst im Vorspann erkennt man schon den grossen Kuriositätenfaktor dieses Machwerks, dass sich sicher nirgends ernst nimmt, denn Troll ist einfach nur der filmgewordene Wahnsinn. Und dabei ist das alles noch verdammt geschickt inszeniert. Für das was er ist, besitzt er sicher überaus gute handwerkliche Finesse, denn Troll ist gewollter Trash, der auch noch richtig gutes Budget vorzuweisen hat. Dabei sehen die Trolle und deren Umwandlung nicht nur wunderbar putzig wie auch tricktechnisch gelungen aus, sondern versprühen noch einen Charakter, der den Begriff Kult sicher verdient hat. Der ganze wirre und vollkommen hanebüchene Handlungsablauf verläuft da so reibungslos wie auch vorhersehbar. Dass sich das ganze wunderbar als übergrosser Fantasymumpitz auftut sollte klar sein, und dennoch schafft es der Film, vielleicht auch genau deswegen, ein Film zu sein, in dem wahnsinnig viel Herzblut steckt. Egal wer das Drehbuch und die Charaktere entworfen hat. Fantasie hat der Kerl allemal, denn die Charaktere bereiten einem jedes Mal und in all ihrer Darstellung ein Schmunzeln auf die Lippen. Schon lange nicht mehr hab ich mich so unterhalten gefühlt, bei solch gut und liebevoll gezeichneten Personen. Sei es nur der Monsterfilmbesessene Sohn, der in der Tat Harry Potter heisst, der kleinwüchsige Möchtegernelf, der sich mit Sandy anfreundet, der hyperaktive Supersportler Duke, oder die exzentrische Hexe mit ihrer Vorliebe für verzauberte Uhren und Champignions. Das alles lässt einen nahezu dahin schmelzen und in jedem Dialogfetzen steckt dabei soviel Ironie wie auch Charme, der sich geschlagen hat. Der Film wäre locker ein 10er Wert, denn Langeweile kommt hier selten auf, aber dafür ist das Finale eher ein kläglicher Schuss in Richtung Innovationslosigkeit. Troll ist ein Film der vieles bietet, handwerklich geschickt ist, nebenbei einen verzaubernden Score hat, viele unterschiedlich kreierte Trolle, die wunderbar ulkig anzusehen sind und einen Plot der unübertrefflicher nicht sein kann.

      Fazit:
      Troll ist so bewusst überproduzierter und liebevoller Trash, dafür muss man ihn einfach lieben. Herzlichst lustig und amüsant, da können die langweiligen Gremlins einpacken. Und dann noch diese herrlich absurden Charaktere.

      83%

      [film]8[/film]
    • Als ich von dem Film gehört hab, hab ich erst gedacht dass es sich um einen Leprechaun-Abklatsch handelt, der nur halb so gut ist, wurde aber eines besseren belehrt. Der Film ist der reinste Trash, aber nicht im negativen Sinne, sondern im überaus positiven Sinne.

      Die Darsteller sind toll und die Effekte noch besser. Vor allem der Troll wurde gut gemacht bzw. seine Maske, sollte da ein Mensch drinnen stecken. Wer auch die Idee für den Film hatte, auf jeden Fall hatten die Macher reichlich Fantasie und konnten sie sehr gut umsetzen dass es wirklich Spass macht den Film zu schauen.

      Der Film ist auch recht kurzweilig, so dass er die ganze Zeit durch und durch Spass macht. Die Geschichte dazu ist auch herrlich, dem kann ich nichts mehr hinzufügen ausser dass ich den Film jedem empfehlen kann. Doch, es gibt noch was: ich verstehe es bei Gott nicht, warum der Film eine Freigabe ab 18 bekommen hat, den von gewalttäigen Szenen hab ich eigentlich nichts gesehen.

      [film]9[/film]
    • Der Film hat mir auch ziemlich gut gefallen, auch wenn ich den Film lange Zeit nach hinten geschoben hatte und ich nichts Gutes erwartet hatte. Einfach klasse was in dem Zimmern des Hauses alles so vor sich geht. Nette Ideen, es passiert weitaus mehr als man erwartet, gut!
    • In einem Mietshaus soll jedes(!) Zimmer samt Mieter von einem Unterweltuniversum befallen werden, vor hat dies ein fieser Troll, wo anschließend alle Zimmer ein Universum besitzen müssen, damit die Erde von der Unterwelt überdeckt wird, so etwa wird hier die Story erklärt, die sehr dämlich und damit trashig ist. Die Monsterkreaturen sehen schleimig aus, an Härte sollte man aber nichts erwarten, dass ganze ist eine Fantasy-Komödie. Poster sind hier im Zimmer von Noah Hathaway deutlich zu sehen und zwar Buechler’s Erstling „Dungeon Master“ und „Killerparasit 3D". „Atreyu“ Noah Hathaway hatte neben Troll noch bei Kampfstern Galactica und vor allem Unendliche Geschichte seine großen Filmrollen, der anschließend lange Zeit nach einem schweren Unfall abtauchte und seine Film-Karrie dadurch endete. Mit dabei noch der bekannte 80er Liliputaner Phil Fondacaro als Troll, die beste Schauspielleistung zeigt hier aber eindeutig das blonde Mädel Jenny Beck die von den Troll besessen ist und das auch ersichtlich zeigt.

      Das aber wohl interessanteste an Troll allgemein ist, wie schäbig hier die pubertären Harry Potter Bücher von Troll geklaut haben. Zum einen soll der Junge Noah Hathaway hier im Film zaubern lernen, der guter letzt auch noch den Charakternamen Harry Potter Jr. hat, eine Hexe und ein böser Troll spielt hier im Film natürlich auch mit und ein paar Szenen wurden beim Harry Potter Film später ähnlich wiederverwendet, auch wenn die Handlung natürlich etwas anders ist, John Carl Buechler und Charles Band haben aber auf eine Anklage wegen Plagiatsvorwurf verzichtet und sich statt dessen gerühmt hier den ersten Harry Potter erschaffen zu haben, trollig. :0:

      [film]7[/film]

      [bier]7[/bier]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Charles Band hat schon besseren Trash fabriziert als Troll.Des Trolls Gesichtausdruck ist hinterfotzig und gemein wie eh und je.Das problem ist, das der komplette Film sich in einem Wohngebäude abspielt(fast zumindest) da hätte man kreativer sein müssen und der Fantasie freien lauf lassen können.Die Spezial Effekte sind typisch für das Jahrzent der 80iger Jahre und geben ein wenig was her.Ein paar Bluteinlagen hätten den Film sicherlich nicht geschadet.So bleibt nach sichtung des Filmes zu sagen, wenn schon ein Troll Horrorstreifen, dann greift man dann doch zur Leprechaun Reihe.Ach ja im Zimmer des kleinen Jungen sind Filmposter zu sehen von Charles Band (The Dungeonmaster sowie der Killerparasit) das nur so am Rande LOL.
      [film]5[/film]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dawsons Crack01 ()