Echt tu matsch

    • Echt tu matsch



      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Pierre le Page, Bertram Verhaag
      Erscheinungsjahr: 1984
      Regie: Claus Strigel, Bertram Verhaag
      Drehbuch: Claus Strigel
      Kamera: Michael Teutsch
      Schnitt: Claus Strigel
      Spezialeffekte: Thomas Deutschmann
      Budget: ca. -
      Musik: Ulrich Bassenge, Wolfgang Neumann, Gerhard Schedel
      Länge: ca. 90 Minuten
      Freigabe: FSK 6
      Darsteller: Astrid Boner, Ottfried Fischer, Michael Gahr, Mine Gruber, Willy Lenik, Ulrike Neumann


      Inhalt:

      Da hat Direktor Zander voll danebengetippt. Wenn die Schüler selbst entscheiden was und wie sie lernen, gibt es das totale Chaos. Hat er gedacht. Aber weit gefehlt: Die Sache klappt. Es wird gelernt wie nie zuvor. Und warum steht Direktor Zander dann der Schweiß auf der Stirn?


      Kompletter Film (weder Trailer noch Clips zu finden):



      Kritik:

      Dieser von den Kids vorgetragene Rock N Roll Titel „Coca Cola im Blut“ geht richtig ab. Genau so wie das Cover „Ich will“ von UKW. Das die Schüler sich so sehr damals für Tiere interessiert haben und lieber diesbezüglich was lernen wollten und das Fach Geschichte mit Abstand langweiligste Schulfach war, dass kann ich absolut nachvollziehen, damals war das auch bei mir so. Die Geschichte ist absolut gut, fragt man sich zu Beginn noch, was dass soll mit den Lehrern, wieso sie die Zügel so aus der Hand geben, ergibt es dann im späteren Verlauf als Schulprojekt Sinn, nur das Ende kommt anders als der Direktor es sich vorstellt.

      Echt tu matsch ist ein absoluter NDW Film, die Jugend macht was sie will, ob Skateboard fahren im Schulgang oder das Klassenzimmer gemütlich gestalten wie mit Couch und Sessel, statt gerade sitzen, lieber locker Gammeln. Die Schulwände mit Poster wie von James Dean beschmücken.

      Es ist nicht zu glauben, dass der Film fast keine Filmkritik bekommen hat, denn er ist rebellisch, stellenweise sogar gruselig und spiegelt die Zeitepoche Mitte der 80er bestens wieder und lässt sich auch heute gut anschauen. Er wagt ein Experiment Schüler selbst bestimmen zu lassen, wie der Unterrichtsstoff auszusehen hat. Übrigens ist der Film gerade auch aus heutiger Sicht interessant, da Schüler mittlerweile teils auch machen können was sie wollen, wenn sie den Schulstoff selbst bestimmen, anhand von Umwelt-Projekttagen und sie werden anders wie früher, darin auch noch unterstützt. Dieser Irrsinn hat also längst die Realität erreicht. Wer weis ob nicht ein Szenario wie in Echt tu matsch bald vollständig in ähnlicher Form Realität wird und die Schule als strenge und klassische Verordnung nicht bald ausgedient hat, sondern der Lernstoff mehr durch Eigeninitiative oder Heute auch das Internet mehr gefördert wird. Auch schon aufgrund des Problems des heutigen Lehrermangels unausweichlich?

      Ein kleines Meisterwerk des Deutschen Films, denn wirklich erzählerische Schwächen wie andere NDW Filme hat er nicht.

      [film]9[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify) join in with 4+/6
    • Habe den ettliche Jahre, nicht mehr gesehen und schon verdrängt. Selbst irgendeine Szene aus dem Stehgreif, könnte ich nicht mehr benennen.
      Höchstens 1x angeschaut um Film wie Scheibe zu checken, dann verkramt. Ich hab jetzt echt Bock den wieder anzuschauen, aber nicht via Youtube.
      Muss das Böötchen mal wieder an Land ziehen^^

      Edit:

      Weshalb der Lehrer unter Panikattacken leidet und allgemein emotional brüchig ist wird nicht erklärt.
      Gleich zu Beginn träumt er bereits was später im Film passieren wird.

      Viel zu viel lässt er sich im weiteren Verlauf von den harmlosen Schülern bieten, ob jemand einfach pennt z.B. ist ihm egal.
      Die Klasse hat absolute Narrenfreiheit und scheint oft die einzige überhaupt an der Schule zu sein.
      Hauptsächlich findet nur Gelaber statt, es gibt keine richtigen Höhepunkte sondern läuft Min. von Min. schlicht nichtssagend vor sich hin.
      Unterstützt wird das Ganze noch von einer kurzzeitig eingesetzten Scoremusik, welche nichtmal eine ist und nur als Sample zum Einsatz kommt. Denn richtig Gruslig ist
      an dem Film überhaupt nix. Dazu fehlts an Atmosphäre, Ernsthaftigkeit und Spannung.
      Die Idee selbst geht in Ordnung, findet nur kaum Anreiz dem ganzen beizuwohnen. Die Schüler wollen lernen nur ist deren Lehrer zu überfordert.
      Ein solches Verlangen, ist wenig glaubwürdig außer, die ganze Klasse besteht aus Strebern. Ein richtiges Ende,
      abgesehen davon dass ne alte Lehrerin auf nem Skateboard durch den Gang schleicht, existiert nicht wirklich.

      Da reicht auch ein überzeugender Rocksong der Jeilen Träumer, und manch lustig klingender Dialog, nicht aus, um ein lahmes Szenario zu retten.
      Otti "Der Bulle von Tölz" Fischer hat eine Rolle als Hausmeister und spielt gekonnt souverän.

      Manche Filme schmoren in der Versenkung und Echt tu Matsch, der sich leider zu wenig Ernst nimmt, kann dort gerne bleiben.

      Stellenweise ok, überwiegend lasch.

      [film]3[/film]

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