Systemsprenger

    • Systemsprenger



      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Peter Hartwig, Jonas Weydemann, Jakob D. Weydemann
      Erscheinungsjahr: 2019
      Regie: Nora Fingscheidt
      Drehbuch: Nora Fingscheidt
      Kamera: Yunus Roy Imer
      Schnitt: Stephan Bechinger, Julia Kovalenko
      Spezialeffekte: Martin Goeres
      Budget: ca. -
      Musik: John Gürtler
      Länge: ca. 118 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Deutscher Kinostart: 19. September 2019

      Darsteller:

      Helena Zengel: Bernadette („Benni“)
      Albrecht Schuch: Michael („Micha“) Heller
      Gabriela Maria Schmeide: Frau Bafané
      Lisa Hagmeister: Bianca Klaaß
      Melanie Straub: Dr. Schönemann
      Victoria Trauttmansdorff: Pflegemutter Silvia
      Maryam Zaree: Elli Heller
      Tedros Teclebrhan: Erzieher Robert

      Handlung:

      Die 9-jährige Bernadette, genannt „Benni“, gilt als aggressiv und unberechenbar. Aufgrund traumatischer Erfahrungen in frühester Kindheit darf niemand ihr Gesicht berühren. Von der Sonderschule wird sie dauerhaft suspendiert und auch in keiner Pflegefamilie oder Wohngruppe hält sie es lange aus, als sogenannter „Systemsprenger“ droht sie durch alle Raster der deutschen Kinder- und Jugendhilfe zu fallen.
      Dabei sehnt sich Benni nur danach, wieder mit ihrer Mutter zusammen zu leben.
      Bianca ist aber ebenso überfordert und hat Angst vor der eigenen Tochter.
      Gleichzeitig ist sie Mutter zweier weiterer minderjähriger Kinder.

      In einem verzweifelten Versuch engagiert die warmherzige Frau Bafané vom Jugendamt einen Anti-Gewalt-Trainer für Benni.
      Micha, der dem Boxsport zugetan ist und bisher mit straffälligen Jugendlichen zusammengearbeitet hat, wird als Schulbegleiter eingestellt.
      Nach neuerlichen Gewaltausbrüchen verbringt er auf eigenen Vorschlag drei Wochen mit dem Mädchen im Wald.
      Obwohl er bei der Erlebnispädagogik an seine Grenzen stößt, lässt sich Benni auf ihn ein und er findet Zugang zu ihr, als der Aufenthalt mit dem Mädchen endet, klammert sich Benni an Micha und möchte bei ihm bleiben.
      Micha hat aber eine eigene Familie und droht seine professionelle Distanz zu verlieren...

      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Entstehungsgeschichte:
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      Nora Fingscheidt bei der Vorstellung von Systemsprenger auf der Berlinale 2019:

      Für Nora Fingscheidt ist Systemsprenger der erste abendfüllende Spielfilm als Regisseurin.
      Eigenen Angaben zufolge wurde sie auf das Thema bei den Dreharbeiten zur gemeinsam mit Simone Gaul inszenierten Dokumentation Das Haus neben den Gleisen (2014) aufmerksam.
      Der Film zeigt den Alltag in der Frauenpension Stuttgart, einem Heim für wohnungslose Frauen. Unter den Frauen, die Fingscheidt dort kennenlernte, war auch ein 14-jähriges Mädchen, das als Systemsprenger in keiner anderen Institution der Jugendhilfe mehr Aufnahme gefunden hatte.

      Das Drehbuch zum Film schrieb Fingscheidt nach langer Recherche über einen Zeitraum von fünf Jahren.
      In dieser Zeit lebte oder arbeitete sie in Wohngruppen, in einer Schule für Erziehungshilfe, einer Obhutnahmestelle, einer Kinderpsychiatrie und führte Gespräche mit Mitarbeitern von Institutionen oder Ämtern sowie Kinder- und Jugendpsychologen.
      Fingscheidt drehte Systemsprenger eigenen Angaben zufolge, um Verständnis für Kinder wie Benni zu wecken.
      Sie entschied sich bewusst für ein 9-jähriges Mädchen als Hauptfigur, auch wenn Jungen als Systemsprenger in der Überzahl sind. Eigenen Angaben zufolge wollte sie sich damit von „Klischees und vorschnellen Kategorisierungen fernhalten“, wie z. B. der pubertären Rebellion bei einem 14-jährigen Mädchen.

      Einen Dokumentarfilm über Systemsprenger zu drehen, habe für Fingscheidt nie als Option gedient.
      „Ich wollte ein wildes energiegeladenes audiovisuelles Kinoerlebnis erschaffen, das keinen Anspruch auf Realitätswiedergabe erhebt. Denn die Realität ist viel schlimmer“, so Fingscheidt.
      Hauptdarstellerin Helena Zengel auf der Berlinale 2019

      Für die Hauptrolle wurde die Berliner Kinderdarstellerin Helena Zengel verpflichtet.
      Obwohl sich Fingscheidt etwa 150 Mädchen ansah, befand sich Zengel bereits in der ersten Auswahl von zehn Kandidatinnen. Die Filmemacherin kam immer wieder auf das Mädchen zurück.
      Laut Fingscheidt war sie das einzige Kind, das Aggression gemeinsam mit Not spielen konnte.

      „Da war nie etwas rein Verzogenes oder Freches zu sehen, es war immer mit Fragilität und Verletzlichkeit verknüpft“, so Fingscheidt. Als Vorbereitung für Systemsprenger las Zengels Mutter zuerst allein mit ihrer Tochter das Drehbuch.
      Sechs Monate vor Beginn der Dreharbeiten begann Fingscheidt mit dem Mädchen zu arbeiten, das auch bei der Auswahl der Schauspieler bis in die kleinste Nebenrolle mitintegriert war.
      Bei den eigentlichen Dreharbeiten wurden mit Zengel jeweils einen Tag vorher Texte und Szenen geprobt.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Auszeichnungen:

      Nora Fingscheidt, Helena Zengel und Albrecht Schuch mit dem gewonnenen Silbernen Bären (Alfred-Bauer-Preis)

      Noch vor Realisierung von Systemsprenger wurde Fingscheidts unveröffentlichtes Drehbuch mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet.
      2019 konkurrierte sie erstmals bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin um den Goldenen Bären, den Hauptpreis des Festivals.
      Der Film wurde im August 2019 als deutscher Beitrag für die Kategorie „bester internationaler Spielfilm“ bei der Oscarverleihung 2020 ausgewählt.







      So viele Frauen und so wenig Zeit....
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    • Wie geschrieben, hoffe sein Kinoauffenthalt dauert nicht lange, um so schneller kommt die DVD :254:
      i-wie lässt mich das Gefühl nicht los, der Film wird ihre Visitenkarte und gibt nen ordentlichen Karriereschub!
    • Bericht aus der Berlinale mit Zuschauermeinungen:

    • Ein Film über ein Problemkind? Findet sicherlich sein großes Publikum. Deutsches Kino, schaff dich einfach ab, bitte. lol rofl lolp

      @Black_Cobra
      Nettes Avatar. Den Film hast Du gesehen?
    • Black_Cobra schrieb:

      Desmodus schrieb:

      @Black_Cobra
      Nettes Avatar. Den Film hast Du gesehen?
      Warum?
      Äh, warum was? Ja oder Nein? :18:
    • Du fragst ob ich den Film gesehen habe, ich antworte dementsprechend, also? :215:
      Weshalb möchtest du das wissen?
    • Black_Cobra schrieb:

      Du fragst ob ich den Film gesehen habe, ich antworte dementsprechend, also? :215:
      Weshalb möchtest du das wissen?
      Hast Du ihn gesehen ja oder nein?
      Ich frage deshalb, weil Du Dein Avatar-Bild geändert hast.
      Außerdem könntest Du uns erzählen, ob sich der Film überhaupt lohnt.
    • Nope. Komplettsichtung erst entweder via Stream oder DVD. Letzteres so oder so.
    • Black_Cobra schrieb:

      Nope. Komplettsichtung erst entweder via Stream oder DVD. Letzteres so oder so.
      Und wieso hast Du Dein Avatar geändert? :0:
    • Sag mal muss ich jetzt für jeden Satz/Kommentar oder alles was ich tue Rechenschaft ablegen?
      Zudem lässt sich deine Frage selbst beantworten, denn wenn ich ihn gesehen hätte dann stünde da oben ne Bewertungsabgabe.
    • Black_Cobra schrieb:

      Sag mal muss ich jetzt für jeden Satz/Kommentar oder alles was ich tue Rechenschaft ablegen?
      Mann, Mann, Mann... Schlechten Tag heute was? :34:
    • Ganz im Gegenteil. Ich sehe es nur nicht ein auf getrolle zu antworten, bloß damit du wieder deinen Spaß bekommst.
    • Black_Cobra schrieb:

      Ganz im Gegenteil. Ich sehe es nur nicht ein auf getrolle zu antworten, bloß damit du wieder deinen Spaß bekommst.
      Ach, jetzt bin ich ein Troll. Du bist ein toller Typ.

      Einen schönen Sonntag noch!
    • Ich weiß genau dass deine Fragen ein Großteil darauf hinauszielen Antworten zu erhalten, welche dann stets mit kläglichem Versuch eingesetzt werden um von mir wo auch immer abgegebene Kommentare im Mund zu verdrehen bzw. zu widerlegen sprich gegen mich zu verwenden, wie jüngst in Wildcats um nur ein vergangenes Beispiel zu nennen. Ich kann das gleiche schreiben wie jeder andere, was von dir noch zugestimmt wird,
      führt bei mir plötzlich zur Diskussion. Als hoffst du penetrant auf den Moment einmal zu schaffen meine Behauptung/Sichtweise als bewiesenen Blödsinn abzutun um mich vorzuführen! Und genau so verhält es sich hier im Thread. Man muss Filme nicht gesehen haben um sein Avatar zu ändern, und angenommen ich wäre auf der Berlinale gewesen, würde ich hier sicher meine Meinung schreiben bzw. bewerten und im Gesehen Thread was hinterlassen, und bestimmt nicht den Mund halten. Auch der Hinweis

      Desmodus schrieb:

      Außerdem könntest Du uns erzählen, ob sich der Film überhaupt lohnt.

      ist daher unnötig, und dient im Zusammenhang nur zur Reizung. Oder glaubst ernsthaft ich weiß nicht von selbst was ich hier kann?

      Vom reinen Forentroll bist du weit, sehr weit entfernt, aber du suchst und nutzt jede Gelegenheit mit dem Versuch dich zu profilieren.
      Dem Anschein nach (besonders) auf meine Kosten, doch damit hast du dich vertan.

      So, genug Off Topic!

      Desmodus schrieb:

      Einen schönen Sonntag noch!

      Danke gleichsam!

      PS: Danke für den Daumen nach unten, getroffene Hunde bellen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Black_Cobra ()

    • Ich möchte mich auch nicht mehr darüber äußern, denn dieser Thread sollte nicht "systemgesprengt" werden. :0:

      Black_Cobra schrieb:

      mit dem Versuch dich zu profilieren
      Ich bin schon einige Jahre hier und mir fiel auf, dass die Forenkultur sich verändert hat.
      Die Profillierungssache kann ich auf jeden anderen hier schließen, der darin geübt ist, Filmthreads zu eröffnen und in gewissen Abständen Bilder oder Trailer zu posten. Nachdem der Film im Kino oder auf Netflix lief oder auf DVD erschienen ist, werden kaum Meinungen und Kritiken gepostet. Ich möchte mich nicht ausschließen, dass ich mit der Filmthread-Erstellung in letzter Zeit auch häufig unterwegs bin. Ich halte das aber im Rahmen und im Erträglichen.
      Außerdem finde ich es schade, dass unser Admin Doom User zulässt, deren Existenz darin besteht, Werbung für Labels zu machen. Mit diesen Usern kann man nicht diskutieren. Möchte ich mich bzgl. Neuerscheinungen informieren, dann nutze ich einschlägige Seiten. Ein Forum ist keine Werbeplattform.
      Weiterhin fehlen einige User (Anyu z.B.) hier. Neuanmeldungen sind von kurzer Dauer oder Neulingen melden sich einfach nicht.
    • Ich bin nicht so der Deutschfilmfan, aber ne Chance kriegt er.
    • Das nenne ich mal ein Kino. :251:
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Ja, sehr schönes Ambiente :254:

      "Hauseigene" Werbung ;

    • Heut ist ein ca. 7 Jahre altes, dunkelhäutiges Mädel rumgerannt und hat Leute mit voller Inbrunst angeraunt (wahrscheinlich is sie heiser jetzt :0: ),
      bis Mama sie ermahnte aufzuhören und anzutanzen. Was wohl erst passiert wenn sie den Film sieht :3: