Schlaraffenland

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      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Kirsten Hager, Eric Moss
      Erscheinungsjahr: 1999
      Regie: Friedemann Fromm
      Drehbuch: Christoph Fromm, Friedemann Fromm
      Kamera: Jo Heim
      Schnitt: Eva Schnare
      Spezialeffekte: Norbert Kneissl, Wilfried Kott, Jürgen Libor, Michael Luppino, Armin Moritz, Bernd Rautenberg, Bernd Wildau
      Budget: ca. 10,500,000 DM
      Musik: Manu Kurz
      Länge: ca. 110 Min.
      Freigabe: FSK 16

      Darsteller:

      Jürgen Tarrach
      Heiner Lauterbach
      Franka Potente
      Daniel Brühl
      Tom Schilling
      Roman Knizka
      Bernd Tauber
      Tobias Schenke
      Ken Duken
      Susanne Bormann
      Camilla Renschke

      u.a.

      Inhalt: Im großen Einkaufsgebäude lagern 2,5 Mio. DM Weihnachtsgeld, und die Kamerasysteme sind ausgefallen. Für den Sicherheitschef "Mark Popp" (Heiner Lauterbach) Grund genug,
      sich die große Kohle zu schnappen. Zusammen mit seinem Komplizen sowie dem ahnungslosen Team (darunter Franka Potente), tauchen sie wenige Augenblicke später auf. Dumm nur, dass bereits 7 Jugendliche, angeführt von
      Skaterass "Laser" (Ken Duken) zufällig Wind vom Ausfall der Kameras erfuhren, und sich ahnungslos des geplanten Geldraubs, bereits drin befinden wo die Nacht der Nächte steigen soll.
      Es kommt zur großen Jagd im Einkaufszentrum, denn Mark kann keine Zeugen gebrauchen. Als eine der Jugendlichen stirbt, finden sich alle Beteiligten im nackten Überlebenskampf...

      Trailer: -

      Meinung: Hach ja so allein im Einkaufszentrum bei ausfallenden Kameras, klingt schon sehr vielversprechend. Wer würde die Möglichkeit nicht nutzen wollen mal eine Nacht alles zu tun was man will?
      Genau dieses dachten sich auch unsere gut besetzten Helden. Es wird gesoffen, ein schönes Ballerspiel gezockt (Jugendschützer dürften im späteren Verlauf sich bestätigt fühlen), skateboard gefahren,
      drogen genommen, gepoppt UND Geheiratet!!! Tom Schilling als unruhige Zeitbombe begeistert mal wieder genau so, wie Daniel Brühl, welcher sich im weiteren Verlauf nicht grundlos eine Glatze rasiert und sehr cool damit aussieht!
      Heiner Lauterbach ist für die Rolle des Bösewichts ideal besetzt, auch Franka Potente welche quasi den Stein ins Rollen bringt, spielt glaubwürdig. Positiv ist zu vermerken, der Film nimmt sich Todernst, nur selten kommt sowas wie
      unfreiwillige Situationskomik auf. Allein die fliegende Leuchtrakete zu Beginn macht ein guten Eindruck, auch spätere, blutige Einschußlöcher wissen zu überzeugen.
      Dramaturgisch weiß Schlaraffenland gleichermaßen zu punkten, je ernster die Lage wird je mehr dreht die Spannung nach oben. Besonders als sowohl unter den Jugendlichen als auch beim Sicherheitspersonal,
      keiner mehr richtig dem anderen traut da es genügend Reibereien & Meinungsverschiedenheiten gibt. Hier liegt kein typischer 08/15 Actionfilm vor, sondern Fromm vermischt genug Dramaelemente mit rein, so dass beides nicht zu kurz kommt.
      Etwas wehmütig der Anblick von brennenden DM Scheinen, heute wohl mehr als früher.

      Rasant, Ernst, Spannend, teils sehr dreckigen Gängen, stimmiger Atmosphäre, starkem Score wie Soundtrack, und bis an die Grenzen gehende Schauspieler.
      Fridemann Fromm liefert mit seinem Beitrag ein unglaublich intensives stück Genrekino vom Feinsten!

      [film]9[/film]

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