Lieber Brad...



    • Produktionsland: Schweiz
      Produktion: Langfilm / Schweizer Fernsehen
      Erscheinungsjahr: 2001
      Regie: Lutz Konermann
      Drehbuch: Güzin Kar
      Kamera: Benjamin Dernbecher
      Schnitt: Vendula Roudnicka
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. 1,700,000 Schweizer Franken (zwischen 15-16000€)
      Musik: Joachim von Gerndt
      Länge: ca. 89 Min.
      Freigabe: FSK 12 (wahrscheinlich geschätzt). Laut Filmdienst "Pädagogisches Urteil ab 16". FSK Datenbank listet keine Freigabe.

      Darsteller:

      Mathias Gnädinger
      Andrea Guyer
      Carol Schuler
      Martine Maximin
      Ingo Hülsmann
      Steven Degener

      u.a.

      Inhalt: Mitten in der öden Provinz, schreibt die 12-jährige Tina (Carol Schuler) regelmäßig Briefe an Brad Pitt.
      Dabei erzählt sie ihm vom langweiligen Familienalltag, welcher plötzlich Schwung bekommt als der alleinerziehende Vater "Urs" (Mathias Gnädinger) mit einer Farbigen
      im Bett erwischt wird. Auch Tina's Schwester "Babs" (Andrea Guyer) zeigt sich über sein Vergehen wenig begeistert. Während die beiden nur langsam mit Caroline (Martine Maximin)
      klarkommen, spitzt sich die Lage zu als das Verhältnis zwischen Babs & ihrem Chef "Ludger" (Ingo Hülsmann) auffliegt. Babs reißt aus und landet bei Caroline, während Tina ein Auge auf
      den nur italienisch sprechenden Sizilianer "Cesare" (Steven Degener) geworfen hat....


      Trailer: -

      Meinung: Recht interessante, sehr lustige wenn auch gegen Ende hin dramatische Komödie welche uns Regisseur Lutz Konermann auftischt.
      Doch Lieber Brad bietet abseits dem humorigen, ausreichende Charaktertiefe um zu überzeugen. Hier werden besonders Sorgen/Ängste thematisiert, gleichwohl aufs Dorfgetratsche nur minimal eingegangen wird.
      Mathias Gnädinger spielt mal wieder in seinem Element, muss sich jedoch gegen seine beiden "Töchter" behaupten welche in ihrer Unbeschwertheit aufgehen,
      und 2002 den Preis für Beste Darstellerinnen bekamen. Carol Schuler wirkt besonders fesch, da sie erstaunliche Ähnlichkeit mit DJ Bobo aufweist und glatt seine Tochter spielen könnte.
      Der Film verliert trotz verschiedener Geschichten niemals sein Gleichgewicht und kann den Zuschauer durchgehend bei Laune halten. Dies z.B. als Tina ihren Lieblingspromi über Cesare aufklärt und
      verantwortlich macht, da er sich ja nie zurückmeldete. Im Hintergrund verfügt Pitt nun auf Grund dessen über eine Zahnlücke. Die von Tina vorgetragenen Kommentare verfehlen dabei nie ihre Wirkung und sind auch sonst stets trefflich.
      Da Original in der Schweiz gedreht kommt natürlich die schöne Kulisse stets zum Vorschein, was sehr ansprechend ist und dem ganzen positiven Ausdruck verleiht.

      Toller, Schweizer Beitrag!

      9-10/10

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Black_Cobra ()