Tatort - Kinder der Gewalt

    • Tatort - Kinder der Gewalt



      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Sonja Goslicki
      Erscheinungsjahr: 1999
      Regie: Ben Verbong
      Drehbuch: Ben Verbong, Edgar von Cossart
      Kamera: Kay Gauditz
      Schnitt: Vera van Appeldorn
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: Hannes Vester
      Länge: ca. 89 Min.
      Freigabe: FSK 12

      Darsteller:

      Klaus J. Behrendt
      Dietmar Bär
      Jasmin Schwiers
      Tom Schilling
      Christian Mickeleit
      Max Riedel
      Bülent Memet
      Dennis Lorke
      Baki Davrak
      Saskia Vester
      Aras Yadegari

      u.a.

      Inhalt: Der zurückhaltende Schüler "Jürgen" (Christian Mickeleit) wird ständig von seinen Mitschülern, u.a. Tucky (Tom Schilling) aufs härteste fertiggemacht & gedemütigt.
      Sie zwingen ihn zudem von einem kriminellen in Auftrag gegebene Einbrüche zu begehen. Als Jürgen von der Polizei geschnappt wird, sehen ihn zufällig seine Mitschüller auf dem Revier und sind
      des Verrats überzeugt. In der Schule fällt plötzlich ein Schuß. Jürgen liegt erschossen auf der Schultoilette. Kommissar "Max Ballauf" (Klaus J. Behrendt) ermittelt verdeckt als Sportlehrer,
      und stößt nicht nur auf eine Mauer des Schweigens, sondern auch auf den Hass innerhalb der Klasse zwischen Deutschen & Türken. Während Ballauf mit seinem Kollegen "Schenk" (Dietmar Bär) auf hochtouren zu Werke gehen,
      ist Jürgen's Freund "Danni" (Max Riedel), bereits Opfer türkischer Mitschüler, in Tucky's Visier geraten...


      Trailer:

      2 Ausschnitte ;





      Meinung: Unglaublich spannender und recht intensiver Tatort, dazu einer der Besten mit Ballauf/Schenk.
      Nicht zuletzt auch weil zum einen die Atmosphäre überzeugen kann, welche sich u.a. konstant durch das triest wirkende Köln zieht,
      sondern weil vor allen Dingen die Leistung von Tom Schilling geradezu beängstigend stimmig ist, wobei auch die weiteren Jungschauspieler punkten können.
      Natürlich wird hier das Klischee bedient, Gewalt = schlechtes Elternhaus bestimmt Mutter/Vater alleinerziehend, wohnhaft im letzten Loch. Kann sich im übrigen sehenlasen,
      der Gang lädt nicht grade ein, die Wohnung auf Sozialamtniveau inkl. Insasse und die Behausung des "Arbeitgebers" weiß ebenfalls zu überzeugen und lässt
      so manches Jugendzimmer eines saufenden Faulenzers unter Garantie locker absaufen.
      Dazu hat man eine sehr ansprechende Durchgangsgasse gefunden in welcher Tucky & sein Freund gerne mal zur Werke gehen, selbstredend mit wegschauenden Passanten.
      Behrendt spielt zwar energisch gut, könnte jedoch etwas mehr aufgehen da er in so manch Momenten etwas zu kühl wirkt, wie ebenso der Versuch mit Humor die gesehene Gewalt mit einem
      "Bitte nicht so ernstnehmen" abzuschwächen.

      Übrig bleibt trotz allem ein echt cooler Tatort, welcher beschämend lange bis zu seiner DVD Veröffentlichung gebraucht hat.

      8-9/10



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