Dienerinnen des Satans

    • Original von TroublemakerHD
      Also ich hab von dem noch nichts gesehen noch gehört deshalb meine Frage wenn ich immer die ganzen Bilder und Cover seh usw.

      Das sind aber nicht solche Filme wie von Damato oder wo es schon fast halbe Pornos sind wegen dem nacktem Fleisch? :0:


      Rollin ist Künstler, er celebriert Filme. Seine Werke sind einzigartig. Rollin kann man nicht mir D´Amato vergleichen, das ist fast wie Argento und Jochen Taubert. :0:
    • Sehr gutes Review, Sawyer. Ich warte nur bis mir OFBD endlich das Postident Verfahren bestätigt, so dass ich endlich die mir noch fehlenden Encore Auflagen (habe erst 2) bestellen kann.
    • Original von sid.vicious
      Sehr gutes Review, Sawyer. Ich warte nur bis mir OFBD endlich das Postident Verfahren bestätigt, so dass ich endlich die mir noch fehlenden Encore Auflagen (habe erst 2) bestellen kann.

      Danke für die Blumen, sid! :)
      Ich habe alle "Encore-DVDs" von Jean Rollin und bin mächtig stolz drauf. Die bekommen einen Ehrenplatz in meinem DVD-Regal!
      Hurley: "Hat der Vogel gerade meinen Namen gerufen?"
      Sawyer: "Ja hat er...Und gleich danach hat er Goldklümpchen gekackt."
    • Habe sie vorn eingeordnet. Die Boxen sind aufwendig und die Filme bekantermaßen phantastisch. Deshalb sollten diese nebeneinander stehen. Wenn OFBD das Freizeichen gibt, dann habe ich diesen Film ebenfalls.
    • Und dann bin ich auf deine Meinung gespannt. Bei "Lips of Blood" liegen wir ja auf einer Wellenlänge! :0:
      Hurley: "Hat der Vogel gerade meinen Namen gerufen?"
      Sawyer: "Ja hat er...Und gleich danach hat er Goldklümpchen gekackt."
    • Les Démoniaques ist zweifelsohne ein sehr guter Film, dennoch hat er nicht die Klasse von Rollins Vampirfilmen. Mag sein, dass hier ein wenig zu sehr auf Theatralik der Darsteller gesetzt wird oder wie auch immer… Jedenfalls ist das mein erster Eindruck gewesen.

      Der Film stellt erneut die Frage: Was ist das Gute und Was ist das Böse. Ist das Böse einfach nur gut oder das Gute abgrundtief böse. Interpretationen werden in allen Varianten zugelassen. Wer Rollins Filme mag wird auch hier wieder einige Zeit brauchen um das Gesehene zu verarbeiten bzw. sickern zu lassen und letztendlich dann erst sein Urteil fällen können. Rollin bietet Hinweise und Anspielungen zu Hauff, sie zu deuten ist Jedem selbst überlassen. Ich spiele hier z.B. auf die Szene an in der Tina unter der Jesus-Statur liegt und sich scheinbar im ersten Moment nicht mehr bewegen kann oder: Der weibliche Clown vor der Ruine. Sind meiner Meinung nach Clown die eigentlichen Vorboten des Bösen (Clowns sind nie lustig, sie haben was Diabolisches) so kommt auch hier die Gradwanderung zum Guten.

      Rollin liefert keine Klischees, er stellt einfach nur alles in Frage. Der von den Dorfbewohnern gefürchtete Dämon ist eigentlich das genaue Gegenteil, ein Sachverhalt den einzig die Hellseherin Louise zu erkennen vermag. Louise gilt als das Bindeglied zwischen den gesamten Personen. Ihr Charakter ist ein geschickt gewählter zentraler Kern an dem sich die Bindfäden treffen. und auseinander laufen.

      Das Ende von Les Démoniaques ist von einer kreativen Dramatik geprägt. Sinneswandel, fehl bzw. ferngesteuerte Gedanken führen dazu, dass Niemand den Film überlebt. Ausser das vermeintlich Böse, das eigentlich das Gute ist, thront am Ende über die Geschehnisse indem
      es sich auf dem Hügel stehend das Drama ansieht.

      Anderes als z.B. Kubrick, der über allen stand und Gottähnlich seine Fäden zog, bezieht sich Rollin auf kleine Individuen. Er zeigt deren Ängste, deren Triebe deren Wahn, deren Hilflosigkeit und deren Verschlossenheit und lässt den geeigneten Zuschauer wie immer allein vor dem Fernseher bzw. der Leinwand zurück. Alles danach ist das was Rollin erreichen will, die eigene Interpretation ob die in Verträumtheit, Romantik, Wahn oder Ablehnung ausartet ist dem Regisseur ziemlich egal.

      [film]9[/film]