Frankfurt Kaiserstraße

    • Frankfurt Kaiserstraße



      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Karl Spiehs
      Erscheinungsjahr: 1981
      Regie: Roger Fritz
      Drehbuch: Georg Ensor
      Kamera: Fritz Baader, Ernst W. Kalinke
      Schnitt: Karl Aulitzky
      Spezialeffekte:
      Budget: ca. -
      Musik: -
      Länge: ca. 87 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Michaela Karger, Dave Balko, Hanno Pöschl, Ute Zielinski, Gene Reed, Kurt Raab, Isolde Barth, Nicole Dörfler, Michael Lewy, René Schell, Joachim Bernhard, Joachim Hackethal


      Inhalt:

      Gelangweilt vom spießigen Dorfleben, beschließen die Teenager Rolf und Susanne abzuhauen und ihre gemeinsame Zukunft in Frankfurt zu verbringen. Da Rolf aber vorher noch seinen Wehrdienst leisten muss, reist Susanne allein in die Metropole, wo sie Unterschlupf bei ihrem Onkel Ossi findet. Er beschafft ihr einen Job und schnell findet Susanne Gefallen am pulsierenden Nachtleben. Dann begegnet sie dem gut aussehenden Johnny, der ihr eine rosige Zukunft verspricht, aber ganz andere Pläne verfolgt und aus ihr die Tophure der Stadt machen will. Gefangen im Sumpf von Drogen, Prostitution, Gewalt und Menschenhandel, durchlebt Susanne die finstere Seite der Großstadt und es wird schlimmer, als Rolf plötzlich in der Stadt auftaucht. Rolf fällt es schwer, die ungewollte Trennung von seiner Freundin zu verkraften. Die dauernden Schikanen der Ausbilder belasten ihn zusätzlich. Nachdem er eines Nachts ohne Ausgangserlaubnis mit der Kantinenverkäuferin Kris (Ute Zielinski) durchbrennt, landet er bis auf weiteres im Bau.

      Mittlerweile ist Susanne in der Stadt am Main in zwielichtige Kreise geraten. Der so skrupellose wie gerissene Zuhälter Johnny (Hanno Pöschl) erschleicht sich das Vertrauen des für diese Gegend noch zu naiven Mädchens.
      Schon bald zieht Susanne - erneut auf Wohnungssuche - in eines der komfortablen Appartements, die Johnny gehören. Da Susanne von Rolfs Seitensprung erfahren hat und die Beziehung offensichtlich zu Ende ist, kann es ihr nur recht sein, einen neuen Freund gefunden zu haben.
      Die gutmeinende Kris schaltet sich vermittelnd ein und warnt Susanne vor Johnny, doch die glaubt kein Wort. Bis es am Ende fast zu spät ist: Susanne wird Augenzeugin eines Mordes von Johnny an seiner betrügerischen Sekretärin Senta (Isolde Barth).
      Der Loddel sieht sich gezwungen, nun auch Susanne zu beseitigen, obwohl er aus ihr eine seiner teuersten Luxusdirnen machen wollte. Susanne, der es wie Schuppen von den Augen fällt, wird im letzten Moment gerettet, erlöst schließt sie Rolf wieder in die Arme.


      Trailer:



      Blu-Ray: 20.10.2019


      Kritik:

      „Bei mir herrscht Zucht und Ordnung, merk dir das.“
      Die Dialoge sind witzig, wenn auch alles etwas überholt und leider hält der Film diese Lustigkeit zu Beginn keineswegs. Hier denkt man, es könnt noch was richtig kommen, da die meisten Charaktere soweit passen, aber es kommt nichts mehr, die Handlung verflacht zu sehend und Langeweile macht sich dann breit. Die Macher wissen nichts ausreichend zu erzählen. Ganz zum Ende gibt es doch noch einen Mord, aber wie schlecht bitte ist Hanno Pöschl als Zuhälter denn besetzt, er wirkt wie ein Volksmusikant, bekannt bei RTL mit der Medicopter 117 und ich kannte ihn auch aus Der Bulle von Tölz zusammen mit Otti Fischer, fragt bitte nicht warum ich diesen Scheiß damals gesehen habe.

      Zuhälterstorys hat man schon oft genug viel spektakulärer gesehen. Ok, am Ende gibt es dann noch paar Keilereien und die Titten von Amateurschauspielerin Michaela Karger gibt es zu sehen, die hübsch aussieht und diese Unverbrauchtheit rein bringt, was dann noch erklärt, warum der Film als Cinema Subkultur durchgeht, aber die Action kommt viel zu spät für eine bessere Bewertung.

      [film]4[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify) join in with 4+/6
    • Ich war schlau genug, die günstigere alte DVD zuschnappen. Die hat mir auch völlig gereicht. Frankfurt Kaiserstraße hat zwar seine "Momente", aber der Funke ist trotzdem nicht rübergesprungen.

      [film]5[/film]
    • FRANKFURT KAISERSTRAßE ist eine tolle Veröffentlichung, die zu Recht einen Platz innert der Edition deutsche Vita erhalten hat. Das Sahnehäubchen bildet ein interview mit Dave Balko, dem ich mit großer Freude gelauscht habe. Ein überaus sympathischer Zeitgenosse, der mittlerweile das 60. Lebensjahr erreicht hat, aber immer noch einiges von seiner Jugendlichkeit bewahrt hat. Klasse! Super! Ich bin wirklich begeistert!
    • Einziger, aus meiner Sicht, Wermutstropfen bleibt halt die Tatsache des abgehakten Interviews. Gern hätte man ihm noch ausführlicher zugehört.
      Im Großen & Ganzen trotz allem, sehr, wirklich grandioses Interview von einer unglaublich coolen Socke :0:

      EDV warte ich noch unbedingt auf Spalte & Abwärts.
    • Schön zusehen das alte Frankfurt mit seiner damaligen "Kaiserstraße" als Kiez.
      Etwas spätert wechselte der Kiez eine Parallel Straße weiter Taunusstraße, mit den Seitenstraßen Elbe und Mosel
      und wurde als das Bahnhofsviertel bekannt und berüchrtigt.

      Heute ist die "Kaiserstraße" eher Salonfähig. Gerade der Teil des Coverbilds ist heute in den warmen Monat und zu bestimmten
      Anlässen voll mit Ständen und wird dadurch zu einer richtigen Fressmeile, wo es Gerichte aus aller Herren Ländern gibt,
      zu wesentlich besseren Preisen als der Frass im Bahnhof.

      Den Film werde ich mir bestimmt mal ansehen bei Gelegenheit.
    • Solange die DVD noch unter 8 Euro zuhaben ist, zuschnappen. Ein Mediabook ist definitiv nix.