Sorry We Missed You

    • Sorry We Missed You



      Produktionsland: UK, Belgien und Frankreich
      Produktion: Rebecca O’Brien
      Erscheinungsjahr: 2019
      Regie: Ken Loach
      Drehbuch: Paul Laverty
      Kamera: Robbie Ryan
      Schnitt: Jonathan Morris
      Kostüme: Jo Slater
      Budget: ca. -
      Musik: George Fenton
      Länge: ca. 100 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Deutscher Kinostart: 30. Januar 2020
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 05.05.2020

      Darsteller:

      Kris Hitchen: Ricky Turner
      Debbie Honeywood: Abbie Turner
      Rhys Stone: Seb
      Katie Proctor: Lisa Jane
      Charlie Richmond: Henry Morgan
      Alfie Dobson: Jack O'Brien

      Handlung:

      Ricky Turner und seine Familie kämpfen gegen die Folgen der Finanzkrise des Jahres 2008.
      Die Familie hat Schulden, und als der Vater einen neuen Van bekommt, bietet sich ihnen endlich die Chance, die Misere zu beenden.
      Er will ein Franchise als selbstständiger Fahrer eines Lieferservices betreiben und hofft, hierdurch ein wenig von seiner Unabhängigkeit zurückzuerlangen.
      Doch die Bedingungen in der schönen neuen Arbeitswelt sind gnadenlos.
      Rickys neuer Job ist härter als gedacht, aber auch die Arbeit seiner Frau Abbie als Krankenschwester ist nicht einfach.



      So viele Frauen und so wenig Zeit...

      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...


    • So viele Frauen und so wenig Zeit...

      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Kritik:

      Sorry We Missed You zeigt auf was mit Familien passiert, wenn zu viel gearbeitet wird, damit sie gut überleben können oder sich was bieten können, insbesondere bei Jobs der unteren Lohnsektoren und das Ausbeuten durch Arbeitsstunden sowie Zeitstress wird aufgezeigt. Gerade Heute da immer mehr Leistung verlangt wird, um mehr Geld einzunehmen. Die Thematik passt auch wunderbar in die heutige Corona-Virus-Zeit, denn von Ausbeute groß davon betroffen sind gerade systemrelevante Jobs wie die Pflege oder der Paketdienst. Hier mit einem besonders raffgierigen Chef eines Paketzustellers, ein Tyrann der Arbeitswelt. Die Familie um die es geht wird sympathisch vorgestellt, es geht nicht nur um den Vater welcher sich vom Arbeitgeber viel gefallen lässt, auch sonst hat die Familie tägliche Probleme mit sich umher zu schleppen, weil sie zu wenig Zeit füreinander haben, bei einem 14 Stunden Job des Vaters. So trifft es den Sohn, der dadurch die Schule schwänzt, weil er keinen Sinn darin sieht, da er später genau so in der Arbeitswelt verenden kann, selbst mit einem besseren Abschluss. Der Sohn wird also gleich mal komplett auf die anti-kapitalistische Schiene geraten, klauen und Graffiti sprayen und somit genau das Gegenteil seines Vaters widerspiegeln. Der Film bietet optisch wenig ansprechendes, meist graue Gebäude, bis auf die paar wenigen Szenen mit den Graffiti, als einziger Kritikpunkt. Der Ablauf ist durchweg depressiv und realistisch, wer also Wohlfühlen in einem Film sucht, wird hier nicht bedient, es geht eigentlich schnurstracks immer weiter abwärts.

      Wer Ken Loach‘s Vorgängerwerk Ich, Daniel Blake mochte, wir auch hier mit ähnlicher Thematik bedient. Lieber frei sein, schnorrend und arm, als sich so ausgebeutet durchs Leben quälen. Wird der verantwortungsbewusste Vater jemals zur Besinnung kommen und seinen Arbeitgeber die Papiere auf den Tisch knallen oder wird er den Tag nicht überleben?

      [film]8[/film]


      Neue Playliste (Schwarze Szene Deutschland):