Liebe, Tod und Eisenbahn

    • Liebe, Tod und Eisenbahn



      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Frankfurter Filmproduktion GmbH, Im Auftrag des ZDF
      Erscheinungsjahr: 1989
      Regie: Gert Steinhammer
      Drehbuch: Gert Steinhammer
      Kamera: Winfried Reinhardt, Immo Rentz
      Schnitt: Heike Hansen, Wolfgang Raabe
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: Klaus R. Nagel
      Länge: ca. 89 Min.
      Freigabe: FSK 12

      Darsteller:

      Heiner Lauterbach
      Christina Scholz
      Claudia Bethge
      Margarete Dobirr
      Karl Friedrich
      Jürgen Holtz
      Reinhard Karow
      Rita Gabathuler
      Roland Kenda
      Adolf Laimböck
      Ernst Konarek

      u.a.

      Inhalt: Sehr zum Leidwesen seiner Frau "Karin" (Christina Scholz), ist Raimund (Heiner Lauterbach) in seine Modelleisenbahnanlage vernarrt, was sich mit der Zeit immer zum Störfaktor ihrer Beziehung entwickelt.
      Karin hält es nicht mehr aus, und fasst den Entschluß ihren Mann zu töten. Sie versteckt die Leiche unter dem hobbyvollen Schatz ihres Mannes, sieht sich jedoch bald von allen Seiten mit Fragen nach dessem Verbleib umzingelt.
      Doch Raimund selbst, hat den letzten Zug für Karin reserviert...

      Trailer: -

      Meinung: Der von Gert Steinhammer gedrehte Film, vermischt gelungen verschiedene Stilrichtungen und lässt sich nur schwer einordnen. Einerseits präsentiert sich dem Zuschauer ein gekonnter Mix
      aus Komödie & Thriller, andererseits purer Horror wobei jener erst am Schluß, dann aber nachhaltig zu Geltung kommt. Bis dahin runden teils bissige Kommentare und einige Turbolenzen das Gesamtbild ab,
      wobei das ganze Haus nahezu voller verrückter Hausbewohner zu sein scheint. Etwas übertrieben und damit unglaubwürdig kommt dabei so manches Verhalten rüber, wie z.B. das penetrante Auftreten des
      Modellbauverkäufers welcher stets extra aus dem Laden kommt um sein Zeug loszuwerden, der Lehrer mit seinen hochpoetischen Floskeln welcher sich als Irrer herausstellt, oder von der Handleserin ganz
      zu schweigen. Christina Scholz spielt überzeugend und macht hier genug mit, was positiv auffällt. Dafür lässt Liebe Tod & Eisenbahn anderweitig federn, z.B. sind Szenen in welcher sie unter lauter Discomucke
      im leeren Club zur besten Zeit sitzt, nicht weiter erklärbar. Des Weiteren bedient man sich hier am typischen Denunzieren beidseitiger Geschlechter, ist jedoch wieder 3 Schritte voraus mit ähnlichen Sätzen wie Mann ist klug und baut Digital!
      Auch Beeinflussung durchs TV wird thematisiert, wenn Karin sowas wie Wahre Liebe schaut und versucht, Tipps anzunehmen um sie gegen ihren Mann gewinnbringend einzusetzen.
      Höhepunkt nebst dem Schluß, bleibt die Modelleisenbahnanlage, jene ist wirklich mit Liebe zum Detail hergestellt und sieht dementsprechend aus. Besonders Liebhaber dürften hier ihre große Freude haben!

      Bissig, Frech, gute Musik von Klaus Nagel und seichter jedoch nachhaltiger Grusel (das Ende ist unvergesslich), erinnert rein seiner Machart leicht an Der Fluch, machen Liebe, Tod und Eisenbahn sehenswert!
      Fahrkarte lösen, einsteigen und genießen. Starker Beitrag, eine vergessene Perle aus unserem Land!

      [film]9[/film]

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