Das Leben meiner Tochter

    • Das Leben meiner Tochter



      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Alexander Funk
      Erscheinungsjahr: 2019
      Regie: Steffen Weinert
      Drehbuch: Steffen Weinert
      Kamera: Gabriel Lobos
      Schnitt: Ramin Sabeti
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: Matthias Sayer, Tim Ströbele
      Länge: ca. 88 Min.
      Freigabe: FSK 12

      Darsteller:

      Christoph Bach
      Alwara Höfels
      Maggie Valentina Salomon
      André Hennicke (André M. Hennicke)
      Barbara Philipp
      Marleen Lohse
      Marc Zwinz
      Zara Schöneck (Zara-Rachel Schöneck)
      Michael Kranz
      Erik Madsen
      Julian Oser
      Leon Oser
      Jon Kiriac
      Carmen-Dorothé Moll
      Helen Woigk
      Florian Kiml
      Ioana Iacob
      Michael Küstner
      Birge Schade
      Marc Philipps
      Jana Bendigkeit
      Lena-Marie Seyfarth
      Lola Dockhorn
      Rainer Ewerrien

      Inhalt: Der Schock bei den Eltern sitzt tief, als ihre 8-jährige Tochter "Jana" (Maggie Valentina Salomon) schwer erkrankt und dringend ein Spendenherz benötigt.
      Auch 1 Jahr danach, wird noch immer kein passender Spender gefunden, während sich der Gesundheitszustand deutlich verschlechtert. Jana's Vater "Micha" (Christoph Bach),
      kann die Situation nicht mehr ertragen, er verliert den Glauben sowie das Vertrauen ins Gesundheitssystem und beschließt, eigenst zu handeln. Wenn es sein muss - Illegal!
      Aller Warnungen zum Trotze und gegen den Willen seiner Frau "Nathalie" (Alwara Höfels), wird ein Organhändler an Land gezogen. Micha riskiert dabei nicht nur seine Ehe und die Arbeit, sondern steht
      mit einem Bein im Knast. Unter Druck stehend stellt sich dem besorgten Vater immer mehr die Frage, wie weit man gehen darf um das Leben seines Kindes zu retten...

      Trailer:



      Kinostart in Deutschland: 06.06.2019
      Deutsche DVD Fassung: 21.11.2019


      Meinung: Der Film beschäftigt sich mit ernstem Thema, was auf den 1.Blick als kontrovers einzustufen ist, jedoch im weiteren Verlauf wenig Handlung bekommt so dass im Endeffekt mehr Drama bei herauskam.
      Im Vergleich ähnlicher Vertreter wo es gilt, ein krankes Kind zu retten läuft hier zunächst so manches falsch. Dialoge wirken teils dahergesagt und der Ablauf kommt etwas gekünstelt sprich zu flott abgehandelt rüber.
      Glücklicherweise nur anfängliche Schwächen wo ich mir etwas mehr Dramatik gewünscht hätte, besonders auch vom fürsorglichen Vater (Christian Bach), fehlte im Moment als er "seine" bewusstlose Tochter hält,
      etwas stimmlicher Ausdruck. Doch je länger Das Leben meiner Tochter läuft, je mehr lässt sich Bach in seine Rolle ein und spielt absolut überzeugend. Der Fokus liegt dabei deutlich bei ihm, normalerweise in solchen Fällen
      sind es eher Mütter die ihre Krallen ausfahren wenn ihr Kind in (tödliche) Gefahr gerät. Leider hält der steigende Höhenflug nicht lange an, zu offensichtlich kommen die Aussagen des Organvermittlers bzw. auch vom Arzt, rein ihrer
      Verhaltensweisen/Ausdrucksreaktion, als deutliche Lügen zum Vorschein, dessen Vater Micha nix merkt was nur von Naivität geschlagener Blindheit seiner schreienden Hilfesuche resultieren kann, jedoch SO ins Auge springt wo sich
      zwangsläufig die Frage stellt WIE Blind er sein muss um sowas nicht zu raffen! Auch das herausholen der Kleinen im Krankenhaus wie trotz Zeitverlust einfachen Möglichkeit der Abreise, vieles geht zu schnell und zu einfach. Gleiches beim späteren Fluchtversuch, still und heimlich ohne großartige Überraschung. André Hennicke spielt den Lump, in dem Fall Arzt, wieder köstlich, ihm scheinen böse Rollen auf den Leib geschrieben zu sein, was er bereits in Die Schatten, die dich holen eindrucksvoll unter Beweis stellte. Maggie Valentina Salomon als Jana, spielt solide und darf sich bereits mit dem Thema Tod auseinandersetzen, was zur elterlichen Diskussion führt und thematisch etwas Rahmenhandlung bekommt.
      Unvergesslich dabei die Szene in welche Jana zur gestorbenen geht, ihr sanft ins Gesicht streichelt und Gute Reise wünscht! Doch, wenn man glaubt da geht nichts mehr, folgt der dicke Schlag! Bilder wie sie Micha zufällig dank seiner Neugierde entdeckt, beweisen in welche Falle er geraten ist. Den Schlußmoment als der Spenderjunge breitbeinig mit fast komplett nackten Oberkörper ans Bett gefesselt zeigt, ist auch dank lautwerdend ansteigender Musik unvergesslich und hält noch lange an.
      Legal Sterben sehen oder Illegal helfen, der Film setzt durch sein Ende ein klares Zeichen und lässt nachdenklich zurück.

      Spoiler anzeigen
      Der Film verzichtet auf ein Glückliches Ende!


      Meine Fresse nochmal, etwas mehr Herzblut in seine Rolle der Bösen und dadurch wenig auffalender Lügen, mehr Glaubwürdigkeit eines ab dann grandios spielenden Christian Bach als gewillter Vater.
      und man könnte hier locker mehr Punkte vergeben.

      So bleiben jedoch immerhin starke [film]7[/film] übrig.

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von Black_Cobra ()

    • Nee mit Arztzeugs habe ich es nicht, auch immer das Selbe für mich. Glaub nichts wurde in Deutschland öffter verfilmt, als Menschen die im Krankenhaus liegen.


      Neue Playliste (Schwarze Szene Deutschland):
    • Das ist kein typischer Arztfilm, sondern behandelt ein schwieriges Thema, verzichtet auf heile Welt Getue an richtigen Stellen und zeigt viel mehr als Patient krank bissl beten und gesund rausgehen.
      Organhandel ist noch immer ein Tabuthema, man kommt hier stark ins überlegen. Hier trifft sogar der gleiche Werbespruch wie aus Friedhof der Kuscheltiere zu "Manchmal ist der Tod besser".
      Einer der wichtigsten Filme aus dem Bereich!

      Aber lass ihn ruhig aus, bleibt zumindest die Wertung stabil.