Weil du mir gehörst

    • Weil du mir gehörst



      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Claudia Gerlach-Benz (im Auftrag des SWR), Simone Höller, Michael Smeaton
      Erscheinungsjahr: Mo.01.07.2019 (Uraufführung beim Filmfest München) / Erstausstrahlung: Mi.12.02.2020 im Ersten
      Regie: Alexander Dierbach
      Drehbuch: Katrin Bühlig
      Kamera: Ian Blumers
      Schnitt: BiljanaGrafwallner-Brezovska
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: Sebastian Pille
      Länge: ca. 88 Min.
      Freigabe: Unbekannt

      Darsteller:

      Julia Koschitz
      Felix Klare
      Lisa Marie Trense
      Lutz Blochberger
      Jule Gartzke
      Davina Donaldson
      Jochen Hägele
      Rainer Laupichler
      Anja Nejarri
      Teresa Harder
      Merle Collet
      Monika Lennartz

      u.a.

      Inhalt: Julia (Julia Koschitz) und ihr Ex-Mann "Tom" (Felix Klare), teilen sich ordnungsgemäß das Sorgerecht für die 8-jährige Anni (Lisa Marie Trense), was bisher gut funktionierte.
      Das Kind freut sich stets auf ihren innig liebenden Vater, welchen sie jedes zweite Wochenende sehen kann. Während Julia nach wie vor alleine ist, hat Tom bereits eine neue Partnerin
      samt Tochter gefunden, mit denen Anni sehr gut klarkommt. Julia hingegen passt die Situation gar nicht, und versucht das alleinige Sorgerecht zu erhalten. Fortan, manipuliert sie Anni und erfindet jedliche Arten von Behauptungen
      welche den Vater ins schlechte Licht rücken. Auch vor falschen Anschuldigungen, er mache recht freizügige Fotos von der Kleinen, weicht sie nicht zurück. Tom kriegt zu spät mit was Sache ist und kann die immer mehr anrollende Lawine,
      nicht mehr stoppen. Anni glaubt ihrer Mutter situationsbedingt jedes Wort, mit fatalen Folgen...

      Trailer:



      Meinung: Ganz gewaltig mitfühlendes Drama was wohl keinen Zuschauer unberührt lassen dürfte. Fernab stellt sich die eigentliche Frage ob man gut getan hat, das Ende zu Beginn quasi vorwegzunehmen
      um dann im weiteren Verlauf sie Sache aufzuarbeiten, oder man nicht lieber gut getan hätte ganz einfach mit heiler Welt zu beginnen. Womöglich wollte man den Zuseher auf falsche Fährte locken, getreu dem Motto "Vater übt bestimmt wieder
      sexuelle Handlungen aus" etc. pi pa po, doch Weil du mir gehörst, zielt in eine ganz andere, nicht minderwertigere Richtung.

      Scheidung: Viele Kinder sind davon betroffen und finden das in der Regel gar nicht lustig. Noch weniger lustig, wenn die Leichtgläubigkeit bei Kindern ausgenutzt wird, wie hier im Falle der Mutter, bis eine Katastrophe nicht mehr abwendbar ist.
      Eine der wohl schärfsten Momente, als Julia vom Anwalt den Ratschlag bekommt, ihr Kind gewisse Geschichten zu erzählen um bestimmte Reaktionen herbeizurufen was bestenfalls den Eindruck eines Leidens vermittelt, um das Sorgerecht zu erhalten.
      Auf die Frage der Mutter ob das legal sei, antwortet der Anwalt Natürlich, er würde sich doch nicht angreifbar machen.....

      Den Rest kann man sich denken, was aufs Kind quasi eingeprügelt wird, geht auf keine Kuhhaut mehr! Ein Schutzbefohlenes Wesen so dermaßen zu benutzen, das es psychisch/seelisch komplett vor die Hunde geht, gar mit dem Tode drohend, nur um das Glück des EX-Mannes zu zerstören, ist harter Tobak! Hinzu kommen glaubwürdige Leistungen sämtlicher Darsteller, allen voran natürlich Lisa Marie Trense als Anni, welche fulminant aufspielt und das Opfer hammermäßig verkörpert.

      Der Richter trifft am Ende die einzig korrekte Entscheidung, auch wenn damit längst nicht alles erledigt ist.

      Unglaublich Guter Beitrag über ein sehr ernstes Thema wenn Erwachsene mit allen Mitteln zum besonderen Leidwesen des Kindes ihr Ziel verfolgen.

      [film]9[/film]

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