Pelikanblut - Aus Liebe zu meiner Tochter

    • Pelikanblut - Aus Liebe zu meiner Tochter



      Produktionsland: Deutschland, Bulgarien
      Produktion: Verena Gräfe-Höft, Mila Voinikova
      Erscheinungsjahr: 2019
      Regie: Katrin Gebbe
      Drehbuch: Katrin Gebbe
      Kamera: Moritz Schultheiß
      Schnitt: Heike Gnida
      Visuelle Effekte: Markus 'Maggi' Selchow
      Budget: ca. -
      Musik: Johannes Lehniger
      Länge: ca. 122 Minuten
      Freigabe: FSK 16

      Darsteller:

      Nina Hoss: Wiebke
      Katerina Lipovska: Raya
      Yana Marinova: Sigrid
      Murathan Muslu: Benedict
      Sophie Pfennigstorf: Alma
      Dimitar Banenkin: Hagen
      Adelia-Constance Giovanni Ocleppo: Nicolina
      Katinka Auberger: Pauls Mutter
      Justine Hirschfeld:
      Sebastian Rudolph:
      Samia Chancrin: Henriette
      Christoph Jacobi: Alexander
      Daniela Holtz: Bibi

      Handlung:

      Wiebke lebt zusammen mit ihrer 9-jährigen Adoptivtochter Nicolina auf einem idyllischen Pferdehof.
      Die Pferdetrainerin unterhält eine heimliche Liebesaffäre zu Benedict. Nach Jahren des Wartens adoptiert Wiebke mit der 5-Jährigen Raya aus Bulgarien ein weiteres Mädchen, womit Nicolinas Wunsch nach einer Schwester in Erfüllung geht.
      In den ersten Wochen gewöhnen sich die Kinder aneinander und es herrscht Harmonie.

      Kurze Zeit später bemerkt Wiebke, dass sich die anfangs reizende und schüchterne Raya verändert.
      Sie hat Schwierigkeiten, zwischenmenschliche Regeln zu akzeptieren, und ist nicht fähig, emotionale Bindungen aufzubauen.
      Mit ihrem eskalierenden Verhalten bringt Raya sich und andere in Gefahr, darunter auch Nicolina.

      Als ein Neurologe herausfindet, dass Raya vermutlich ihr Leben lang krank sein wird, ist es an Wiebke zu entscheiden, ob sie das Mädchen weiter bei sich behält.
      Wiebke beginnt eine fragwürdige Behandlung an Raya zu vollziehen, die ihr Umfeld als Grenzüberschreitung empfindet, darunter auch ihr Liebhaber Benedict.
      Besessen von dem Gedanken, Raya zu heilen, isoliert sich Wiebke immer mehr. Als einzige Lösung scheint sie ein ungewöhnliches Opfer erbringen zu müssen.



      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 09.04.2021
      Mein Herz schlägt für meine Mama &
    • Schwierig den Film zu bewerten,

      er ist auch meiner Meinung nach schwierig vermarktet.

      Der Film funktioniert als Drama der etwas in die Systemsprenger Kerbe schlägt, und da funktioniert er auch relativ gut.

      Aber,

      es kommt da noch ein bisschen eine übernatürlichkeits Ebene dazu mit Besessenheit und Exorzismus.

      Und hier versagt der Film,

      Gründe dafür sind vielfältig, werde auf ein paar eingehen.

      So wie der Film vermarktet ist, erwarten viele Leute sicher sowas wie Systemsprenger, dann auf einmal werden sie von der Übernatürlichkeits Komponente in der Handlung sicher überrascht aber ob diese Zuschauer diese Thematik mögen?
      Sie werden ja nicht vor die Wahl gestellt sondern die Erwartungshaltung wird auf einmal durch eine überraschende Komponente erweitert und da heißt es friss oder stirb.

      Gehe ich in Stirb Langsam, Saw oder Titanic ins Kino weiß ich was mich erwartet. Bei Pelikanblut ist das etwas schwierig.

      Das nächste und hier besonders schwerwiegende Problem für mich an dieser Ebene,

      der Film könnte das immer in Frage stellen und mit dem Zuschauer spielen, ist sie traumatisiert oder besessen, immer wieder verwirren und bis zum Schluss unklar lassen was nun wirklich Sache ist, das hätte dem Film sehr gut gestanden, aber nein, hier wird ganz plump die Besessenheit am Ende als Tatsache präsentiert ohne wenn und aber.

      Es wird angedeutet das Schwarze Magie nicht ohne einen Preis kommt.

      Sowas kennt man aus anderen Filmen, wird erstmal diese Andeutung gemacht weiß man das darauf was schlimmes Folgen wird.

      Hier?
      Was war der Preis ?
      Ein totes Pferd zu köpfen ?

      Kein Preis.
      Kein schockierendes Ende.
      Kein Magen umdrehen durch ein krasses Ende.

      Ich will den Film nicht schlecht reden.
      Er ist gut.
      Gute Darsteller.
      Ein natürlich wirkender Cast.
      Es passt alles.
      Hätte sich der Film nur gespart da zwingend eine Besessenheits Story daraus zu machen. Das funktioniert einfach so nicht.

      [film]5[/film]