Zombie - Dawn of the Dead

    • Zombie - Dawn of the Dead

      Produktionsland: Italien, USA
      Produktion: Richard P. Rubinstein
      Erscheinungsjahr: 1978
      Regie: George A. Romero
      Drehbuch: George A. Romero
      Kamera: Michael Gornick
      Schnitt: George A. Romero
      Spezialeffekte: Tom Savini
      Budget: ca. 1.500.000 $
      Musik: Goblin / Dario Argento

      Länge: (Euro-Fassung / Dario Argento Cut / Red Edition): ca. 116 Minuten
      Länge: (Ultimate Final Cut / Astro & Laser Paradise-Red Edition): ca. 155 Minuten
      Länge: (Extended Cut / XT Video): ca. 134 Minuten
      Länge der Blu-Ray: (Romero Cut): ca. 127 Minuten

      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: David Emge, Ken Foree, Scott H. Reiniger, Gaylen Ross, David Crawford, David Early, Richard France, Howard Smith, Daniel Dietrich, James A. Baffico, Fred Baker, Rod Stouffer, Jesse Del Gre, Clayton McKinnon, John Rice u.a.


      Beste deutsche Fassung.
      Laser Paradise (Red Edition)


      Verpackung: Keep Case (Amaray)
      Bildformat: 1,33:1
      Tonformat: Deutsch (MPEG)



      Fassung aus Österreich
      XT-Video (3-Disc Collector's Edition)

      Verpackung: Digipak
      Bildformat: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
      Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

      Extras:

      * 4 seitiges Booklet
      * 5 Poster Collecter`s Cards

      Disc 1 (Euro-Cut):

      * Italienischer Trailer (3:46 Min.)
      * Deutscher Trailer 1 (1:03 Min.)
      * Deutscher Trailer 2 (3:39 Min.)
      * UK-TV-Spot 1 (0:32 Min.)
      * UK-TV Spot 2 (1:01 Min.)
      * Poster(1:06 Min.)
      * Aushangfotos (6:00 Min.)
      * Soundtracks (Cover) (1:48 Min.)
      * Videocover (8:42 Min.)

      Disc 2 (Extended Cut):

      * Monroeville Werbespot (0:27 Min.)
      * Production Stills (9:54 Min.)
      * Behind the Scenes (9:48 Min.)
      * Memorabilia (4:42 Min.)

      Disc 3 (Bonusdisc):

      * The Dead will Walk (74:58 Min.) Englisch mit deutsch gesprochenem Voice Over, oder wahlweise nur Englisch
      * Roy Frumkes' Document of the Dead (92:51 Min.) Englisch, keine Untertitel
      * On Set, Home Movies (13:25 Min.) Englisch, keine Untertitel
      * Monroeville Mall Tour (11:28 Min.) Englisch, keine Untertitel


      Alternative Fassung:


      (links: Holocover B - Euro-Cut / rechts: Holocover A - Extended Version)
      XT Metalpak - 3D Holocover

      Besonderes Extra:
      - Making of "The Ultimate Final Cut"


      Die deutsche Fassung von Astro ist nicht zu empfehlen.


      Inhalt:

      In den USA herrscht nationaler Notstand: Eine unbekannte Seuche lässt die Körper soeben Gestorbener wiederauferstehen. Die Bestien aus dem „Reich der Toten“ fallen wahllos die Menschen an und verschlingen sie. So werden die Opfer selbst zu Zombies. Drei Männer und eine Frau können fliehen und verschanzen sich in einem Supermarkt – ein verzweifelter Kampf ums Überleben beginnt...


      Trailer:





      Blu-Ray: Österreich (NSM) 14.12.2009





      Meinung:

      Anders als bei Romeros "Night Of The Living Dead" spielt sich das Szenario hier in einer Großstadt ab, insbesondere in einem Einkaufszentrum, zuvor war die Gegend doch so ziemlich abgelegen, wenn gleich die vorhandenen Medien auch über die Epidemie Weltweit berichteten. Dieser Schauplatz bei "Dawn Of The Dead" wirkt somit vielfältiger als zuvor, auch wenn man die apokalyptische Atmosphäre von NOTLD nicht ganz erreichen kann, was allerdings auch kein Kritikpunkt darstellen darf, denn Atmosphäre hat dieser Film ebenfalls reichlichst anzubieten.
      Das Kaufhaus hat ein ordentliches Waffenarsenal vorrätig, somit die Protagonisten es auch richtig schön krachen lassen können um sich die blutdurstige Zombieschar vom Leibe halten zu können, jene Untote das Land überrannt haben und die Weltherrschaft anstreben. Unter den Zombies dürfen sich nun auch Kinder gesellen.
      Die Make-up Crew hat für damalige Verhältnisse sehr gute Arbeit geleistet, denn die Zombies werden absolut glaubhaft dargestellt. Erklärt wird nun nicht mehr viel, da man schon davon ausgeht, auch "Night Of The Living Dead" gesehen zu haben. Die Zombies sind plötzlich verwesend (anwesend) und die Hetzjagd darf auch seinen Lauf nehmen, jegliche grosspurige Erklärungen über die Entstehung der Zombies sind von nun an in Grunde genommen auch überflüssig. In späteren Zombiefilmen wie "Return Of The Living Dead" oder "Re-Animator" hat man zwar doch daran gedacht, etwas über die Entstehung preiszugeben, so dient dies dann aber eher der Belustigung als komplett neue Erklärungen zu liefern. Auf die Charakter wird gut eingegangen, insbesondere als eine prollige Rockerbande (unter anderem mit Tom Savini dem SFX Verantwortlichen) noch kräftig mitmischt ist es sehr unterhaltsam. Die Sympathiecharakter sind unbekannte Schauspieler, ganz mal davon abgesehen, dass man nicht wirklich weis wer überleben könnte, da es halt keine Hollywood Prominenz zu verzeichnen gibt, die man zu genüge gleich als Überlebende bis zum Ende hin ausmachen kann.

      Die Splattereffekte an sich sind hart und technisch sauber umgesetzt, so gibt es eine Hubschrauberentschädelung, Kopfplatzerszenen und lang anhaltende, ausführliche Ausweidungen zu sehen. Trotz reichlicher Gewaltszenarie und somit das Fernbleiben einer TV Ausstrahlung in Deutschland löste "Dawn Of The Dead" den endgültigen nun nicht mehr aufzuhaltenden Massen-Boom des Zombiefilmes aus. Ja, diese Untoten sind nun wirklich los und ihre Fanschar mag niemand mehr aufhalten.
      Ausnahme der deutschen Gesetze natürlich, welche für den Horrorfilmfan das wirkliche Grauen darstellen, auch wenn es sicherlich Länder gibt wo man noch verschlossener und spießiger ist, aber diese betiteln sich ja auch nicht großspurig als "Frei". Dennoch "Zombie" kann sich weltweit Lobeshymnen anhören und ist zu recht unter den besten Filmen im "Museum of Modern Art" ausgestellt.

      [film]10[/film]
    • KULT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!(10/10)
    • Da gibts den Romero-Cut, den Argendo-Cut (auch Euro-Cut genannt) den Ultimat-Final-Cut und noch zahlreiche andere zusammenschnitte...
      Der steht auf meiner Bestenliste ganz oben. Hab mir den Film beim ersten mal gleich zweimal hintereinander angeschaut. :17:
      [film]10[/film] auch von mir!
      Alterius non sit, qui suus esse potest.
    • Mittlerweile besitze ich 3 Versionen des Filns, gerade die Tage habe ich mir mal wieder den Extended Cut angesehen und es ist immer wieder eine Freude. Mit "Night of the Living Dead" zusammen das Beste, was je im Zombie-Bereich produziert wurde.
      Big Brother is watching you
    • Jaaaa! Ich glaube das ist mein lieblings Horrorfilm! Für mich der beste, damit hat meine Leidenschaft für Horrorfilme begonnen! Wie kann ich danken? Habe ihn damals mit meinen freunden gesehen, und wir haben noch Monate darüber gesprochen,sogar Jahre. das ist also mein Virus! [film]10[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • dazu muss man nun wirklich nichts sagen.wer den film nicht gesehen hat sollte ihn sich schnellstmöglich besorgen.absoluter kult!!!

      meine wertung

      [film]10[/film]
      30% aller Amokläufer spielen Killerspiele!
      100% aller Amokläufer essen Brot!
      Verbietet Brot!!! :28:
    • Was soll ich dazu noch sagen? 50 mal gesehen und immer wieder geil.

      [film]10[/film]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sid.vicious ()

    • Manchmal frage ich mich was an dem Film eigentlich so gut ist^^

      - Er ist alt
      - Die Effekte sind zwar gut, aber eben auch veraltet
      - Die Story ist einfach
      - Der Film ist überaus lang für einen Zombie Splatter

      Doch jedes mal aufs neue werde ich von dem Film mitgerissen und damit meine ich auch mitgerissen. Der Film baut eine unglaubliche Spannung auf und man kann garnicht anders als mitzufiebern. Ein ganz großes Meisterwerk:

      [film]10[/film]
      Kalt im Nachtwind schwingt er hin und her,
      Sein Genick brach am Glockenseil.
      Regen tropft auf totes Fleisch,
      Rinnt herab am Glockenseil.

      (Eisregen)
    • Auf Börsen sehe ich ab und an eine DVD Version, die das Styling
      des alten Marketing Tapes hat. Sieht völlig genial aus, kostet aber ca.
      70 Euro, da angeblich limitiert.
    • Eine frische Aufwertung von anderen Ansichtsweisen über diesen Film:

      Eigentlich sollte jedem der originale DAWN OF THE DEAD bekannt sein, schuf George A. Romero mit diesem Film nämlich einen Grundstein und einen Wegbereiter für das Zombiegenre, der viele etliche Kopien und Neuinterpretationen nach sich brachte. Doch auch 1968 war es Romero, der diesem Genre neue Impulse verlieh, charakterisierte er die Zombies erstmals als kannibalenähnliche Geschöpfe, die rein instinktiv handelten. Mit NIGHT OF THE LIVING DEAD kreirte Romero einen Film, der neben seiner Zombiethematik auch harsche Sozialkritik aufwies und den bedeutenden Rassenkonflikt in seinem Film gut umsetzte. Ähnlich tiefgründig und dramatisch sollte es auch in seinem Zombie 1: Dawn of the dead hergehen.

      Auf der Erde bricht ein Virus aus, dass alle Tote zu instinktivgesteuerten Monstern werden lässt, die völlig triebgesteuert nach den Lebenden geifern. Nur eine 4 Mann starke Gruppe, weiss sich diesem Unterfangen zu erwehren und verbarrikadieren sich in einem Kaufhaus. Obwohl sie wissen, dass das pure Überleben unnötig ist, da sie völlig verkapselt und isoliert um ihr Leben kämpfen, versuchen sie sich ihren Kampf so komfortabel wie möglich zu gestalten. Dass, es dabei viele Opfer geben wird, wissen sie selbst und fortan versuchen sie die Zombiemassen zu bewältigen und sich ein neues Leben aufzubauen.

      Milde gesagt, ist die Story eher aufs Minimum reduziert, aber das tut der ganzen Intention des Filmes wenig Abbruch, denn allein die Location des Filmes weißt auf die reine Thematik des Filmes hin, das Kaufhaus, als Überlebenszentrum, der Tempel der modernen Zivilisation eignet sich hervorragend um der Zombiethematik und den Parallelen zu den Lebenden Leben einzuhauchen. Romeros Absicht ist klar zu erkennen und ich denke, dass diese Locationwahl absolut beabsichtigt war um mit Elementen wie zb. Eifernder Konsumwahn zu spielen. Romero stellt seine Zombiekreaturen als primitive, nichtdenkende aber dennoch triebgesteuerte Wesen hin, völlig fixiert auf eines. Fleisch. Das Fleisch, das diese Wesen zum Überleben brauchen. Vom Instinkt geleitet, werden sie vom Kaufhaus magisch angezogen, ähnlich wie dies auch mit der Gruppe passiert, die sich hier einzunisten versuchen. Und da ist der Punkt, auf den Romero in diesem Film anzusprechen versucht, sofern man denn als Zuschauer versucht darin diese Intention des Filmes zu sehen. Nahezu primitiv und grundinstinktiv versucht die Gruppe mit allen Mitteln um ihr Überleben zu kämpfen. Der Palast, das Kaufhaus als solches bietet dazu ja jede Mittel und ihnen ist jedes Mittel recht, was sie auch bei der Ankunft der Rockerbande zu erkennen gibt. Anstatt miteinander dem Überleben eine Chance zu geben, bekriegen sie sich wie primitive Geschöpfe, die völlig entgleist, ihr Revier zu verteidigen versuchen, obwohl sie wissen, dass die momentane Situation ohnehin schon wenig Chance auf einen normales Leben offenbart. Die Parallelen die Romero hier zwischen seinen Zombies und den Menschen, die im Gegensatz zu ihnen noch zu Denken fähig sind und Verstand besitzen sollten, ist immens. Romero versucht allein durch diese Parallelen diese beiden Geschöpfe auf eine Ebene zu stellen, völlig triebgesteuert und in vollem Machtwahn und Habgier handelt der Mensch ähnlich primitiv, egoistisch, nichtdenkend wie ein Tier, das ums blanke Überleben kämpft und dabei über Leichen geht.

      Diese oder beziehungsweise meine Intention des Filmes mag zwar irgendwo weit dahergeholt sein, ich sehe aber in DAWN OF THE DEAD, mehr als einen typischen Zombieklopper, der mit Goreeffekten nicht geizt. Natürlich, der Film, hat aus dieser Hinsicht extrem viel zu bieten, wenn auch oftmals Quantität vor Qualität überwiegt, nichtdestotrotz verleihen diese harschen, brutalen und extrem blutigen Effekte dem Film noch mehr Dramaturgie, die der Film ohnehin schon durch seine grundlegende Dramatik besitzt. Und allein diese Dramatik, die Dramatik ums nackte Überleben, diese Aussichtslosigkeit, diese apokalyptische Grundstimmung ist gekonnt umgesetzt und weiss auch irgendwo zu schockieren. Dauernd blendend uns Romero Bilder ein von Szenarien die uns den Rücken kalt runterlaufen lässt. Der menschenleere Parkplatz, bloss mit diesen träge wandelnden Zombies ausgesät, der Wahn, der sich im Fernsehen abspielt, die dort das klägliche Ende der Menschheit verkünden und die Zombies die instinktiv aber doch nichtdenkend im Kaufhaus umherirren. All dies bildet eine Grundstimmung, die diesen Film zu einem vielschichtigen Erlebnis machen, der mehr zu bieten hat als ekelhaften und selbstzweckhaften Splatter, Balleraction und furchteinflössenden Zombiegestöhne.

      Und da wären wir eigentlich bei dem einzigsten Kritikpunkt den ich dem Film anhaften muss. Die Zombiemasken sind milde ausgedrückt alles andere als furchteinflössend, so beschränkt sich das Make - Up weitesgehend auf blau, weiss, grau und grün angemalte Gesichter, nichtdestotrotz bietet deren ganze Inszenierung, ihr schlürfendes Gehen und ihre starre Mimik genug Grusel, damit dieses Kriterium eigentlich nebensächlich ist. Sie erfüllen gnadenlos gut ihren Zweck, ebenso wie das auch die guten Darsteller tun, die aber leider oftmals extrem überzeichnet cool daherkommen wollen oder müssen. Der farbige, hünenhafte, der wohl ein Ass in allen Lebenslagen ist und zu keiner Emotion fähig ist, der etwas debile Blonde, gezwungen coole Held, der vernünftige, zurückhaltende Denker der Truppe und seine hochschwangere Frau, die als einzigste Frau, typisch eben die Arschkarte gezogen hat und als Frau abwertend behandelt wird. Doch irgendwo und irgendwann weiss man sich als Zuschauer irgendwo wieder zu erkennen, eine grundlegende Symphatie für die Darsteller ist also da, auch wenn man sich in einigen Situationen an den Kopf schlagen möchte, wie die Personen hier vereinzelt handeln. Aber wieder irgendwo ein Punkt, der mich dazu zwingt, eine Aussage dahinter zu suchen. Der Score von Goblin ist ohnehin ein Meilenstein und verleiht jeder Szene neuen schlagkräftigen Schub und lässt das ganze Geschehen überaus dramatisch und atmosphärisch wirken, was es natürlich ohnehin schon ist.

      Fazit:
      Ein vielschichtiger Film, der die reine Zombiethematik perfekt widerspiegelt und mit seiner Intention und Inszenierung absolut nicht danebentrifft. Ein Film, der zum Nachdenken anregt und in all seiner Sozialkritik, Gesellschaftskritik und Konsumkritik auch noch 30 Jahre danach funktioniert und als absolut berechtigterweise als Meilenstein gilt. Je nach Fassung, empfohlenerweise in der Argento / Eurocut - Fassung bietet der Film 118 min. spannungsvolle und vor allem atmosphärische Dramatik / Action / Splatter und Zombiegrusel.

      Natürlich nur uncut zu geniessen.

      [film]10[/film]

      „Dieser Film ist der größte Kulturschocker alle Zeiten, der die ruhigen 70er Jahre in Unruhe versetzen wird. Romero strickt eine wilde, fantastische Moralgeschichte, gegen den Deckmantel des verführerischen, amerikanischen Materialismus."
      (Tom Allen / Village Voice)