Undine



    • Produktionsland: Deutschland, Frankreich
      Produktion: Michael Weber und Florian Koerner von Gustorf
      Erscheinungsjahr: 2021
      Regie: Christian Petzold
      Drehbuch: Christian Petzold
      Kamera: Hans Fromm
      Schnitt: Bettina Böhler
      Visuelle Effekte: Jean-Michel Boublil
      Budget: ca. -
      Sound: Doninik Schleier, Bettina Böhler und Benjamin Hörbe
      Länge: ca. 90 Minuten
      Freigabe: FSK 12

      Darsteller:

      Paula Beer: Undine Wibeau
      Franz Rogowski: Christoph
      Maryam Zaree: Monika
      Jacob Matschenz: Johannes
      Anne Ratte-Polle: Anne
      Rafael Stachowiak: Jochen
      Julia Franz Richter: Nora
      Gloria Endres de Oliveira: Antonia
      José Barros: Miguel

      Handlung:

      Berlin, in der Gegenwart: Die promovierte Historikerin Undine arbeitet in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen im Haus am Köllnischen Park und bietet Stadtführungen für deutsche und internationale Gäste an.
      Als ihr Freund Johannes in einem Café nahe ihrer Arbeitsstelle die Absicht verkündet, sich von ihr trennen zu wollen, wird die unpersönlich in der Großstadt lebende junge Frau von einem Fluch eingeholt. Undine ist ein Elementargeist und dazu bestimmt, den Verrat ihres Freundes mit dessen Tod zu rächen und ins Wasser zurückzukehren, aus dem sie einst gerufen wurde, aber Undine wehrt sich gegen diese Bestimmung und will weder ihren Freund töten noch Berlin verlassen.

      Durch Zufall macht Undine kurze Zeit später die Bekanntschaft mit Christoph, der als Industrietaucher an Staumauern im Rheinland und im Bergischen Land arbeitet.
      Undine verliebt sich in ihn, und beide verbringen trotz Fernbeziehung eine glückliche Zeit miteinander. Christoph ist von ihrer Bildung beeindruckt und zeigt ihr seine Welt unter Wasser, die sie schon kennt.
      Als sie durch Zufall Johannes wiedertrifft, der sich scheinbar in einer unglücklichen Beziehung befindet und Undine zurückerobern möchte, lässt sie ihn wortlos abblitzen...

      Mein Herz schlägt für meine Mama &
    • Hintergrund:

      Undine ist der erste Teil einer geplanten Trilogie von Petzold, die sich der deutschen Romantik und dabei speziell des Motivs der Elementargeister annehmen soll. In den folgenden Filmen will sich Petzold thematisch Luft- bzw. Erdgeistern widmen.
      Franz Rogowski, Christian Petzold und Paula Beer bei der Präsentation ihres gemeinsamen Films Transit auf der Berlinale 2018.

      Für die Hauptrollen wurden Paula Beer und Franz Rogowski verpflichtet, die bereits in Petzolds vorangegangenen Film Transit (2018) tragende Rollen bekleidet hatten. Auch arbeitete der Regisseur erneut mit seinem Stamm-Kameramann Hans Fromm, seiner Stamm-Editorin Bettina Böhler sowie seinen -Produzenten Florian Koerner von Gustorf und Michael Weber zusammen.
      Undine entstand als ZDF-Kinoproduktion von Schramm Film Koerner & Weber mit der französischen Produktionsfirma Les Films du Losange (Ko-Produzentin ist Margaret Ménégoz), Arte und Arte France Cinéma. Gefördert wurde der Film von der Filmförderungsanstalt (FFA) mit 346.000 Euro, vom BKM, Medienboard Berlin-Brandenburg, dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und der Film- und Medienstiftung NRW (Fördersumme: 180.000 Euro.
      Die Dreharbeiten fanden vom Juli bis August 2019 in Berlin und Nordrhein-Westfalen statt.

      Der deutsche Kinostart im Verleih von Piffl Medien war ursprünglich am 26. März 2020 vorgesehen.
      Nach dem weltweiten Ausbruch der neuartigen Atemwegserkrankung COVID-19 wurde die Veröffentlichung des Films in Deutschland zuerst auf den 11. Juni und dann auf den 2. Juli 2020 verschoben.
      The Match Factory hat die weltweiten Verwertungsrechte übernommen.
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      Auszeichnungen:

      Mit Undine konkurrierte Christian Petzold zum fünften Mal nach 2005, 2007, 2012 und 2018 um den Goldenen Bären, den Hauptpreis des Festivals.
      Hauptdarstellerin Paula Beer gewann den Silbernen Bären für die beste Darstellerin.

      Noch vor seiner Veröffentlichung erhielt Undine auch eine Nominierung für den Fair Film Award 2020 in der Kategorie Spielfilm, hatte aber gegenüber der Polizeiruf-110-Folge Heilig sollt ihr sein das Nachsehen.
      Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2020 folgten Nominierungen in den Kategorien Bester Spielfilm und Beste Tongestaltung (Andreas Mücke-Niesytka, Martin Steyer, Dominik Schleier, Benjamin Hörbe, Bettina Böhler).
      Darüber hinaus erhielt Beer den Europäischen Filmpreis 2020 als beste Darstellerin, während der Film eine Nominierung erhielt.
      Mein Herz schlägt für meine Mama &