Frau im Dunkeln

    • Frau im Dunkeln



      Produktionsland: Griechenland, USA, Vereinigtes Königreich, Israel
      Produktion: Maggie Gyllenhaal, Osnat Handelsman-Keren, Talia Kleinhendler
      Erscheinungsjahr: 2021
      Regie: Maggie Gyllenhaal
      Drehbuch: Maggie Gyllenhaal
      Kamera: Hélène Louvart
      Schnitt: Affonso Gonçalves
      Spezialeffekte: Solon Giannoutsos
      Budget: ca. -
      Musik: Dickon Hinchliffe
      Länge: ca. 122 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Netflix Start: 31. Dezember 2021

      Darsteller:

      Olivia Colman: Leda Caruso
      Jessie Buckley: junge Leda
      Dakota Johnson: Nina
      Ed Harris: Lyle
      Peter Sarsgaard: Professor Hardy
      Paul Mescal: Will
      Dagmara Domińczyk: Callie
      Alba Rohrwacher
      Oliver Jackson-Cohen: Toni
      Jack Farthing: Joe

      Handlung:

      Die Britin Leda Caruso ist Professorin für italienische Literatur und hat für einen Arbeitsurlaub eine Ferienwohnung auf der griechischen Insel Spetses angemietet.
      Zu Beginn der Saison hat sie den Strand praktisch für sich alleine, was ihr nicht ungelegen kommt.
      So kann die geschiedene Frau ungestört sowohl mit dem gutaussehenden Studenten Will flirten, der in diesem Sommer an der Strandbar arbeitet, aber auch mit Lyle, dem Hausmeister der Ferienwohnungen.
      Leda hat das Gefühl, dass sie noch immer begehrenswert ist.

      Die Ruhe ihres Inselurlaubs nimmt mit der Ankunft einer lauten und vulgären Großfamilie aus New York jedoch ein jähes Ende, die eine riesige Villa direkt an der Küste bezieht.
      Eines Nachmittags fällt ihr die sonnenbadende Nina ins Auge, eine atemberaubend attraktive junge Mutter.
      Als diese am Strand bemerkt, dass ihre kleine Tochter weggelaufen ist, bringt Leda sie wieder zurück. Die Lieblingspuppe des Mädchen behält sie jedoch.

      Durch diese Begegnung wird die 48-jährige Leda an ihre eigenen Kinder erinnert.
      Sie ist Mutter von zwei Töchtern, allerdings empfand sie die heute 25-jährige Bianca und die 23-jährige Martha als anstrengend.
      Ihre Arbeit fiel ihr immer viel leichter, als die Rolle einer Mutter zu erfüllen.

      Mein Herz schlägt für meine Mama &
    • Produktion:
      .
      Literarische Vorlage und Filmstab

      „Ich war noch keine Stunde unterwegs, als mein Zustand sich verschlechterte. Der Schmerz in der Seite meldete sich zurück, und eine Zeit lang versuchte ich, ihm keine Bedeutung beizumessen. Erst als mir klar wurde, dass ich nicht mehr genug Kraft hatte, das Lenkrad zu halten, begann ich mir ernstlich Sorgen zu machen.“

      – erster Satz aus dem Roman Frau im Dunkeln von Elena Ferrante
      Maggie Gyllenhaal bei der Vorstellung des Films beim Montclair Film Festival im Oktober 2021

      Der Film basiert auf dem Roman La figlia oscura (im Deutschen Frau im Dunkeln) von Elena Ferrante aus dem Jahr 2006, der in einer deutschen Übersetzung unter dem Titel Frau im Dunkeln veröffentlicht wurde.
      In diesem ist Leda Italienerin, arbeitet als Englischprofessorin an der Universität in Florenz und macht Urlaub am Meer, an der kalabrischen Küste. Die Großfamilie, die sie dort beobachtet, stammt aus Neapel, was sie an ihre eigene Jugend erinnert und Grund dafür war, dass sie nach Florenz gegangen ist.
      Das zentrale Motiv der Puppe in ihrem dritten Roman war bereits im ersten Teil ihrer Neapel-Tetralogie von Bedeutung.
      In Meine geniale Freundin begründet eine Puppe den Pakt zwischen den Freundinnen Lila und Elena.

      Regie führte Maggie Gyllenhaal, die auch Ferrantes Roman für den Film adaptierte.
      Es handelt sich bei Frau im Dunkeln um das Spielfilmdebüt der eigentlichen Schauspielerin.
      Ursprünglich hatte Gyllenhaal geplant, Ferrantes Roman I giorni dell’abbandono (dt. Titel: Tage des Verlassenwerdens) zu verfilmen, aber die Rechte waren bereits vergeben.
      Daraufhin begeisterte sie sich für La figlia oscura und saß einen Monat lang an einem Brief an Ferrante, um sie um die Filmrechte zu bitten.
      Diese stimmte nur unter der Bedingung zu, dass Gyllenhaal bei dem Film auch die Regie übernehmen würde.
      Mein Herz schlägt für meine Mama &
    • Auszeichnungen (Auswahl):

      Golden Globe Awards 2022

      Nominierung für die Beste Regie (Maggie Gyllenhaal)
      Nominierung als Beste Schauspielerin (Olivia Colman)

      Gotham Awards 2021

      Auszeichnung als Bester Film
      Auszeichnung für das Beste Drehbuch (Maggie Gyllenhaal)
      Auszeichnung für die Beste Nachwuchsregie (Maggie Gyllenhaal)
      Auszeichnung als Beste Darstellerin (Olivia Colman)
      Nominierung als Beste Nebendarstellerin (Jessie Buckley)

      Independent Spirit Awards 2022

      Nominierung als Bester Film
      Nominierung für die Beste Regie (Maggie Gyllenhaal)
      Nominierung für das Beste Drehbuch (Maggie Gyllenhaal)
      Nominierung als Beste Nebendarstellerin (Jessie Buckley)

      Internationale Filmfestspiele von Venedig 2021

      Nominierung für den Goldenen Löwen
      Auszeichnung für das Beste Drehbuch (Maggie Gyllenhaal)

      New York Film Critics Circle Awards 2021

      Auszeichnung für das Beste Erstlingswerk

      Satellite Awards 2021

      Nominierung als Bester Film
      Nominierung für das Beste adaptierte Drehbuch (Maggie Gyllenhaal)
      Nominierung als Beste Hauptdarstellerin (Olivia Colman)

      Savannah Film Festival 2021

      Auszeichnung mit dem Rising Star Director Award (Maggie Gyllenhaal)

      Sunset Circle Awards 2021

      Nominierung als Beste Schauspielerin (Olivia Colman)
      Mein Herz schlägt für meine Mama &
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      Die Schlange! Frau im Dunkeln ist ein intelligenter und sehr gut gespielter Film, der sich mit den charakterlichen Schattenseiten der hier sogenannten Rabenmütter beschäftigt. Der Beginn sieht mehr wie ein Psychothriller aus, anhand einer beobachtenden, schon bedrohlich wirkenden Stalkerposition. Dabei gelingt es dem Film gut auf die wichtigsten Charaktere einzugehen. Ich empfand den Mittelteil ein Tick zu lang, da wo es um ein paar Sexsidestorys der Vergangenheit geht, die das Geschehen nicht mehr voranbringen, bis es dann zum rasch sarkastisch fiesen Finale kommt, nach einer dunklen Straße Richtung Abgrund. Ich hätte das Finale gerne etwas länger gabt, dafür etwas kürzer treten bei der Vergangenheitsbewältigung. Das Regierdebüt von Maggie Gyllenhaal (Dark Knight, Donnie Darko) ist aber gelungen, da reines Independent und man gut reinfühlen kann. Also wieder hohe Qualität und kein seelenloser Brei, wie man das bei Netflix mittlerweile gewöhnt ist.

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      Meine unbekannte Youtube Underground-Playliste (Synth Pop, Dark Wave, EBM, NDH) :
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