The Playlist



    • Land: Schweden
      Produktionsjahr: 2022
      Regie: Per-Olav Sørensen, Hallgrim Haug
      Episoden: 6
      Gesamtlänge: ca. 5 Stunden
      Darsteller: Edvin Endre, Gizem Erdogan, Christian Hillborg, Severija Janusauskaite, Ulf Stenberg, Ella Rappich, Joel Lützow, Janice Kavander, Jonatan Bökman, Lucas Serby, Erik Norén, Rufus Glaser

      Inhalt:

      Unter der Leitung von Daniel Ek kommt eine Gruppe leidenschaftlicher Jungunternehmer zusammen, um die scheinbar unmögliche Aufgabe zu lösen, die Musikindustrie – und die Welt – zu verändern. Sie machten sich daran, einen legalen Streaming-Dienst für Musik zu schaffen.


      Trailer:


      Deutscher Start: 13.10.2022

      Kritik:

      Wie aus Piraten Geschäftsleute werden, ohne Geschäftsmodel.

      Es geht über die Geschichte des legal gewordenen Musik-Streaming, dessen Entstehungsgeschichte in Schweden zu finden ist, angefangen mit The Pirate Bay und mit dem Internet und das Populär werden von Youtube, ist auch die Idee der Macher von Spotify ins Rollen gekommen. Es wird die Entstehung und die Menschen dahinter angesprochen und auch die Technik, zwischen Server lastiger Verwaltung und Peer-to-Peer, was erklärt wird, was das genau ist. Die letzte Episode bringt dann auch die Auseinandersetzen mit Aktivisten auf den Punkt. Denen geht es darum, dass Künstler die Verlierer sind, da sie nach einem fragwürdigen Klickmodel bezahlt werden, was sehr anfällig für Marktmanipulation ist und auch die Labels geben kaum noch was ab, selbst der Macher von Spotify gibt zu, mit den Labels schlecht verhandelt zu haben. Spotify selbst ist nicht die große Geldmaschine, die ehemaligen Nerds einer freien Medienvermarktung, ganz im Stil der Piratenpartei, sind nun verschuldet durch ständig neue Kredite und Spotify war halt noch nie ein Geschäftsmodel, da es immer mehr Ausgaben als Einnahmen hat und es ist nicht zu erkennen, wie man das wirklich drehen kann. Durch Podcast? Guter letzt geht die Serie nicht auf alle massiven Probleme des Musikstreamings ein, sondenr lässt es mit neu genommene Kredite dann abrupt abbrechen. Man muss aber auch sagen, was der Staat kann, dass können auch Unternehmen, nur irgendwann muss das doch mal ein Ende nehmen, immer mehr Wachsen zu müssen um existieren zu können, wo kein Gewinn unterm Strich über bleibt. Ein langes, angenehmes Leben für die Konsum-Gesellschaft von Heute, auf neue und immer wieder neue Kredite gestützt.

      Der Gewinner sind hier die Zuhörer, die sehr leicht an eine unfassbare Fülle an Musik kommen und die Plattenfirmen, die Einzigen die daran gut Verdienen und die wenigsten Künster welche es schaffen ihre Zuhörer oder Käufer, wie auch immer, massiv Klicks erzeugen zu lassen.

      Die Sache mit den Klicks fehlt in der Serie, dazu gibt es auf dem ZDF noch eine kurze Dokumentation zu. Die Serie hat somit in Grunde das Potenzial in ein paar Jahren, eine Fortsetzung dran zu hängen, wie das ganze gut oder wenn es weiter so läuft wie bisher, irgendwann sehr böse enden muss. Die Serie The Playlist mit aktuellem Thema ist Pflicht für alle die sich auch nur ein wenig dafür Interessieren und somit auch nutzen. Absolut stark gedreht und anarchisch.
      zdf.de/dokumentation/zdfzoom/z…icks-100.html#xtor=CS5-97

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