Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

    • RE: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

      Einer der einprägsamsten, realistischsten und gleichzeitig auch angewidertsten Filme der 80er Jahre aus deutschem Lande, ist dieser Anti-Drogenfilm im David Bowie Verschnitt. Ja, der Musiker wird hier auch einen Auftritt bekommen und die Teenager der 80er Jahre uns dann allmählich näher gebracht, wobei die sehr guten Darsteller einem schnell sympathisch werden, zumeist sind es Kinder in den Hauptrollen. Allen voran Natja Brunckhorst als niedliches Mädchen darf hier brillieren. Der große Durchbruch ist ihr allerdings nicht gelungen, zuletzt hatte sie beim geachteten deutsche Regisseur Tom Tykwer in „Krieger und die Kaiserin“ noch eine erwähnenswerte Filmrolle. Jedenfalls haben es die Kinder hier schon früh faustdick hinter den Ohren. So wird schnell der erste joint geraucht, Tabletten geschluckt und mit 13 Jahren sind sie dem Drogenrausch sogar schon verfallen. Die meiste Spielzeit werden wir am Bahnhof Zoo in Berlin verbringen, wo die Kinder perspektivlos ihre Körper den Freiern anbieten, um sich Geld für ihre teuren Drogen zu beschaffen, in deren Sumpf sie schnell rein-rutschen und dabei ihr Leben ein schnelles Ende finden wird. Eine Liebesromanze wird im Drogenrausch ihren Weg gehen, dabei sehen wir auch wie schwer und schmerzhaft ein Drogenentzug aussehen kann. Besonders abschreckend sind die gesetzten Fixer-Nadeln in die Venen, wo auch richtig rein gestochen wird und das Blut etwas raussuppt. Insbesondere bei den Kindern löst das beim Zuschauer natürlich zusätzlich viel Schauer aus. Wobei die Protagonisten zunehmend immer heruntergekommener aussehen, wie verschmierte Haarfarbe, sehr müde Augen, Verpeiltheit und entstehende Augenringe. Erschreckend dieser Film, der eigentlich keine Schwächen präsentiert, sondern nur die Realität am Bahnhof Zoo (der 80er) bestens widerspiegelt. Lediglich der Dialekt könnte dem ein oder anderen nicht alles verständlich erscheinen lassen, was mich aber auch nicht wirklich gestört hat. Nicht verpassen!

      [film]10[/film]
    • Super deutscher Film.
      Er geht schonungslos, ehrlich und offen mit der damaligen Drogenszene
      in Deutschland um.
      In der Schule bekam man ihn ja in Gesellschaftslehre gezeigt und das finde ich auch gut so.
      Hervorragend und überzeugend dargestellt, obwohl es sich, soweit ich weiss,
      um keine Profidarsteller gehandelt hat.

      [film]10[/film] meine Wertung


      Fazit meiner eins^^!
      Es ist gut diesen Film einmal gesehen zu haben, ich kann mich mit meinen 38 noch sehr gut reinversetzen.
      Es wäre aber mal Zeit für ein Remake, ich befürchte das die damalige Szene, der Lifestyle die Art der Drogen und der Konsum nicht mehr so die heutigen Kiddies erreicht und warnt.
    • "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" fand ich herrlich. Ein Film der mit der Thematik nicht so unglaubwürdig umgeht, sondern verhältnismässig realistisch, glaubwürdig daher kommt, dabei noch eingängig und fesselnd ist bis zum Ende. Darstellerisch gut und musikalisch auch klasse untermalt mit Musik von David Bowie ("Heroes/Helden", "Look Back In Anger", "Sense Of Doubt"). Ein beeindruckender Film der gleich gut beginnt mit den Worten von Christiane F.: "Überall nur Pisse und Kacke, man muss nur genau hinsehen!". Für mich ein absoluter Kult-Film des deutschen Kinos und was ich mir neben zB. "Der Fan" (1982) oder "Kalt wie Eis" (1981) gerne ansehe, wenn es um Filme aus den frühen 80ern geht, die hierzulande entstanden sind.

      [film]10[/film]