Melancholie der Engel

    • Knorrhahn Siegberts schrieb:

      [...]
      Am Schluss werde ich noch zwei Interviews verlinken, zum einen mit Marian Dora, welches ich letztes Jahr geführt habe (wirklich nur für seeeehr Interessierte, Dauer: 1 Stunde ;-) ), zum Anderen mit Darsteller Zenza Raggi, welches mein Freund und Kollege Sebastian Reuter ebenfalls letztes Jahr führte.
      [...]
      P.S. nächsten Mittwoch werde ich mir die Extendet-Fassung ansehen, welche ich mir im Mediabook bestellt habe und gegebenenfalls dann noch was ergänzendes dazu schreiben.
      Faszinierendes Review! Kannst du die Interview Links hier nochmal posten und schon was zur Extended Fassung sagen?
    • UX-Bluthund schrieb:

      was zur Extended Fassung sagen?
      @
      UX-Bluthund

      Es wurden hauptsächlich die Szenen eingefügt, welche auf beiden DVD-VÖs im Zusatzmaterial zu betrachten waren. Dadurch wirkt der Film etwas runder. Man sieht mehr Aufnahmen von Patrizia, z.B. pinkelt sie in ein Glas und trinkt es aus, verspeist lebendige Insekten. Als sie es mit der Ziege treibt, sieht man es einen Bruchteil länger (sehr minimal) Die Snuff-Szene wurde erweitert, man sieht wie die schwangere Frau zu Tode gequält wird, sie wird von Carsten und Zenza ausgeweidet, ihre Gedärme werden ihr in den Mund gesteckt und anschließend wird in den offenen Bauch explizit reingeschissen. Allerdings ist diese Sequenz sehr schnell geschnitten. Am Schluss, wo das Mädchen totgeschlagen wird, sieht man mehr Einstellungen.

      Wenn Du Dir einen Eindruck von der Extendet machen möchtest, kannst Du Dir auf der Anti-Zensur-Seite Schittberichte einen zensierten Schnittbericht ansehen (es fehlen die Snuff-Szenen).
    • Bewertung zurückgezogen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von patho ()

    • patho schrieb:

      Das Zerrbild im Spiegel der Tugend der Gesellschaft ist dessen Untergang.
      ..darauf lässt sich eine doktorarbeit aufbauen. allein schon die analyse der bedeutung der einzelnen wörter und deren zusammenhang aufzubauen oder herzustellen, da rattert es gleich und geht in zig richtungen, obwohls keinen sinn zu ergeben scheint.

      am ende wirds mit dem "argument" geschmackssache oder liegt im Auge des Betrachters, sofern man sehendem Auge ist hingehauen. so ist alles am ende kunst. im stehen pinkeln ist auch eine kunst für sich.. da bin ich profi.

      aber vieleicht sollte man es auch einfach nur so annehmen wie es für manchem ist: eine aneinandereihung von bildern und szenen. ich selbst konnte damit auch nichts anfangen und such da auch nach nichts.. ich werd mir den auch nicht nochmal anschauen, hab den schon ganz vergessen. dann lieber den cannibal.
    • Man behauptet ja, der Tiersnuff sei vollkommen gefaket... Ich persönlich halte den Film nach wie vor für grandios. Er strahlt einfach eine sehr authentische Form von Nihilismus und Extremität aus, die man sonst selten findet.
    • Ich habe mir den Film erneut angesehen und meine Meinung geändert. Dementsprechend ziehe ich meine vorherige Bewertung zurück. Der Film braucht sehr viel Zeit und scheinbar war ich damals nicht bereit mich darauf einzulassen.


      Melancholie der Engel ist ein philosophisches und nihilistisches Werk, das mich letztendlich doch beeindruckt hat. Der Film ist besonders zum Schluss extrem und überschreitet so manche Grenze. Ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas Vergleichbares gesehen zu haben.


      Makaber, nihilistisch, brutal und einfach interessant.

      [film]9[/film]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von patho ()

    • Habe den Film zwar nicht gesehen, dafür aber Dora's "Cannibal - Aus dem Tagebuch eines Kannibalen" dessen FX ich heftig fand. Das sah mir schon fast zu real aus.
      Respekt an die FX Abteilung.

      Hatte mir heute in der Bereitschaft den Wikipedia Eintrag zu "Melancholie der Engel" (super Titel!) durchgelesen.
      Mein lieblings Arbeitskollege saß neben mir und hat dann die Inhaltsangabe laut mitgelesen.
      Ungläubige Blicke seitens der anderen Kollegen, die da mit uns draußen Kippe am piefen waren.
      Lieblings Kollege fragte dann, ob ich solche kranken Filme schauen würde.
      Heute eher weniger. Man hat genug gesehen um zu wissen, was man nicht mehr braucht.