Night Pastor (Kurzfilm)

    • Night Pastor (Kurzfilm)



      Originaltitel: Night Pastor
      Herstellungsland: Großbritannien
      Erscheinungsjahr: 1998
      Regie: Alex Chandon
      Länge: ca 9 Min.
      Darsteller: Neal Keenan, Matt Russell, Alex Chandon

      Inhalt:
      Ein Priester lebt in der Nacht seine Perversionen aus und mordet Menschen, vergewaltigt und onaniert während der Beichte.




      And now - He preaches the gosple - In the name of gore - äh... the bottle (bottom???) - A gun and the holy ghost.

      Alex Chandon zeigt den Mittelfinger, aber bitte mit ironischen Unterton, derbsten, überschwarzen Humor gegen Kirche, den Sohn, den Spirit des Herzens und den guten Geschmack. Alex Chandon, der Regisseur, der seine Amateurkarriere mit dem zwiespältigem Schwundwerk Chainsaw Scumfuck begann, hat dazu gelernt, denn zumindest erzählt Night Priester zumindest ansatzweise sowas wie eine Geschichte - natürlich nur in dem Maßen, wie es die sehr gewöhnungsbedürftige und für viele aufstossende Intention ermöglicht. Denn der Nachtpriester ist auf und an, Englands Sündenviertel, die Sexmeilen und Bars vor dem Abschaum der Strassen zu befreien. Moral sollte man dabei nicht erwarten, ernst holen aber schonmal erst recht nicht.

      Denn wenn der langhaarige Metalhead, notdürftig als Priester verkleidet während der Beichte onaniert und im Gespräch fragt, ob der beichtende Junge, zuvor Sex habend, es mit einem Hund tat, dann weiss man nicht, ob man lachen oder den Kopf gegen die Wand schlagen soll. Menschen mit beinhartem Assihumor dürfen lachen, Christen, Moralisten und Spiesser ohne Humor dürfen Amoklaufen...Aber das wär ja dann auch nicht christlich. Aber vielleicht liegt auch hier die unvermeintliche Aussage dieses Werkes, sofern man denn darin, ich vermute es aber eher nicht, sowas sehen möchte, offenbart sich das uns wohl eher als oberster Trash für Freunde des sehr schlechten Geschmacks.

      Die vermeintlich Guten, die gehobene Schicht der Geistlichen, die Engel der Kirchendiener, Gottesfanatiker, ebenfalls Menschen die aufs Klo gehen - und diesbezüglich auch Scheisse machen können. Alex Chandons total kranker Night Pastor ist der direkte Mittelfinger und das mit jeder Absicht. Dabei beweist er nicht nur handwerkliches Geschick, fängt er die Szenerie der Kneippengassen in England gut ein, während eine Erzählerstimme den Priester bei seinen Wegen dabei begleitet. Handwerklich hat das schon die Klasse von seinem späteren Cradle of fear, inhaltlich und vom Belang her, aber immer noch reinste Schmalspur (vorallem die Endszene mit dem Penner, die ging wirklich ein wenig zu weit)

      Fazit:
      Politisch korrekt geht anders, Mittelfinger gegen Alles geht so. Wird wie bei Chainsaw Scumfuck nur Splatternerds, Bad Tastlern und Kirchengegnern gefallen. Gehaltlos wie geschmacklos, aber kurzweilig unterhaltsam. Doof aber auch.

      59%

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