Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe

    • Original von sid.vicious:

      Original von FUN:

      War Gruft der Vampire auch von Koch? Da habe ich die normale BluRay von, für 19.99€...das ist mittlerweile oberstes Maximum bei Filmen...sollte hier also auch funktionieren. Aber erstmal die Die-Hard Deppen ohne Leben mit Mediabooks abzocken...solange kann ich warten...warte ja jetzt schon über 5 Jahre auf was Anständiges.


      Ja, kam in der Koch Hammer Edition. Aber nicht als BluRay. Das war CIRCUS DER VAMPIRE.


      Ja, den gabs auch schon...meinte Draculas Hexenjagd...Gruft der Vampire wäre ebenso toll als BluRay...und Nur Vampire küssen blutig, damit die Karnsteintrilogie perfekt ist.
    • Endlich habe ich auch diesen Argento in meiner Sammlung.

      Der Film ist äußerst gelungen, auch wenn er die Klasse der späteren Werke (Suspiria, Phenomena usw.) nicht erreicht.
      Trotzdem bietet er solide Spannung, eine tolle Atmo und einen gut agierenden Cast. Und man rätselt bis zum Schluss wer denn der geheimnisvolle Träger des schwarzen Handschuhs ist.
      Nur sonderlich viel Blut oder gar Gore sollte man nicht erwarten, das Ganze ist eher auf dem Niveau eines Sonntag Abend Krimis, was aber nicht abwertend gemeint ist.
      Wer sich gerne Filme ansieht in der man bis zum Finale rätselt wer denn nun der Killer ist, kann sich dieses Werk gerne ansehen und wird sicherlich nicht enttäuscht werden. Argento Fans kommen sowieso nicht umhin sich das Teil anzusehen.

      Das MB von Koch ist Top auch wenn das Cover sehr schlicht Gehalten wurde. Das Booklet ist sehr Informativ und gut geschrieben. Die Bildqualität ist hervorragend, vor allem wenn man bedenkt wie viele Jahre der Film schon auf dem Buckel hat.
      Einizig alleine der Preis ist wieder einmal völlig überzogen (28,- hab ich bezahlt). Ein Kauf lohnt sicherlich, wer aber weniger ausgeben will soll am besten auf eine Single VÖ warten.

      Von mir gibt es gute 7 Punkte
      Zensur Ist Für´n A......!!

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    • Slayer schrieb:

      Einizig alleine der Preis ist wieder einmal völlig überzogen (28,- hab ich bezahlt). Ein Kauf lohnt sicherlich, wer aber weniger ausgeben will soll am besten auf eine Single VÖ warten.
      Ob die kommen wird, bezweifle ich. In den großen Elektro-Märkten vergammeln die Mediabooks nur vor sich hin. Die Laufkundschaft kauft sowas nicht und garnicht für rund 30 Öcken!

      Zu Argento's Debüt gibt es glaube ich nicht viel zu sagen ... Ein netter kleiner Giallo! :)
      Ich verfolge Euch! Egal, wann oder wo ... Ich werde Euch kriegen!
    • Die Auflösung ist überraschend und das Finale auch mal mit Tempo bestückt. Die Darsteller sind ganz gut und Argentos Kunstbilder wie ein Treppenaufgang von unten herab gefilmt kommt bestens zum Vorschein. Die Gewaltszenen verbleiben im Off. Was sich bei mir bis gegen Ende nicht einstellen wollte, dass ist Spannung, dafür nehmen die Charaktere den Meuchler irgendwie garniert so richtig ernst und es gelingt dadurch nicht in die Geschichte einzutauchen. Die Auflösung wirkte am Ende in wenigen Sekunden runtergerattert, so schlüssig sie auch ist. Ein optisch schon sehr überzeugender Argento, dem aber noch die Würze späterer Werke fehlte.

      [film]5[/film]



    • Sam Dalmas beobachtet in einer Kunstgalerie einen Mordversuch. Da Sam zwischen den Sicherheitsscheiben eingeschlossen ist, kann er nicht direkt eingreifen, allerdings durch seine Präsenz den Mord verhindern. Der ermittelnde Inspektor Morosini entzieht Dalmas seinen Pass, so dass dieser nicht in seine Heimat ausreisen kann. Folglich unterstützt der Zeuge die Polizei bei ihren Ermittlungen. Dadurch kommt Dalmas Freundin in Lebensgefahr.

      Die Suche nach dem entscheidenden Detail.

      DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE ist ein – von einigen Kritikern deutlich unterschätztes – Frühwerk von Peter Jackson . Bereits vor seinen „goldenen Jahren“ (1975 bis 1987) kreierte Argento einen Film der zu einem ganz wichtigen Bestandteil des Giallo-Thriller-Genres wurde - und ist. DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE bietet all das - was das Genre auszeichnet. Eine sich stets steigernde Spannung, die beliebten schwarzen Handschuhe, der schwarz gekleidete - und natürlich bis zur letzten Minute - unbekannte Killer. Eigenschaften, die für ein großartiges Filmerlebnis sorgen.

      Einige Kameraeinstellungen begegnen uns in späteren Werken von Argento – wie z.B. „Inferno“, „Tenebrae“ - wieder. THE BIRD WITH THE CRYSTAL PLUMAGE hat eine Menge zu bieten. Eine Eigenschaft, die den Film auch nach der zehnten Sichtung zu einem Erlebnis werden lässt. Allein die Präsentation des versuchten Mords in der Kunstgalerie, zündet immer wieder. Der Zeuge ist zwischen den Fenstern eingeschlossen, kann nicht eingreifen und er kann - auf Grund der schalldichten Glasschieben - nichts hören. Diese Situation wird von Argento in perfekter Weise vermittelt. Sie ist - aus meiner bescheidenen Sicht – auch gleich das absolute Highlight des Films. Was natürlich nicht bedeuten soll dass der Film keine weiteren Höhepunkte zu bieten hat - ganz im Gegenteil.

      Der hervorragende Aufbau von Story und Spannung, lässt DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE zu einem der Prototypen des Giallokinos werden. Ein Film der - wie (beispielsweise) Bavas THE GIRL WHO KNEW TO MUCH und natürlich BLUTIGE SEIDE - zu einem Vorbild für andere Regisseure wurde - und ist. Dazu kommt der hervorragende Soundtrack von Ennio Morricone.

      Fazit: Ein großartiges Regiedebüt.
    • Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1969)





      Regie: Peter Jackson


      Produktion: Salvatore Argento, Artur Brauner/Italien, BRD August bis Oktober 1969



      Mit: Tony Musante, Suzy Kendall, Enrico Maria Salerno, Eva Renzi, Mario Adorf, Reggie Nalder, Umberto Raho, Renato Romano, Giuseppe Castellano, Werner Peters



      Handlung:


      Der amerikanische Schriftsteller Sam Dalmas wird zufällig Zeuge, wie eine junge Frau in einer Kunstgallerie von einer schwarzgekleideten Gestalt niedergestochen wird. Da er durch eine Glaswand vom Geschehen getrennt ist, kann er nicht eingreifen und muss die Polizei rufen, welche ihn prompt verdächtigt. In der Vergangenheit haben sich bereits 3 brutale Morde an Frauen ereignet, bei denen es nicht bleiben sollte. Auf Sam werden ebenfalls Anschläge verübt und dabei auch das Leben seiner Freundin Julia bedroht. Der offenbar psychopathische Täter ruft erst anonym bei der Polizei an und dann bei Sam und legt ihm nahe, das Land zu verlassen, wovon er aber nichts wissen will. Er fährt mit seinen eigenen Recherchen fort und bringt damit sowohl sich selbst als auch Julia in allerhöchste Lebensgefahr. Der Schlüssel zur Auflösung scheint mit einem Gemälde zusammenzuhängen, das sich aus unerfindlichen Gründen in Sams Bewusstsein verankert hat...



      Anmerkungen:


      Dieser Film markiert einen Wendepunkt, oder besser gesagt eine völlig neue Phase, der Bryan-Edgar-Wallace-Filme, da es sich nämlich stilistisch gar nicht mehr um einen solchen handelt und auch sonst keinerlei Bezüge mehr zur ursprünglichen Reihe und zu Wallace-Junior erkennbar sind. Der Name Wallace diente hier nur noch Werbezwecken und sämtliche typische Charakteristika der Reihe und damit deren Wiedererkennungsmerkmale sucht man vergeblich. Als deutsche Schauspieler treten lediglich Mario Adorf und Werner Peters in kleinen Nebenrollen in Erscheinung. Regisseur Peter Jackson , der auch die Geschichte entwarf, verneinte selbst einmal in einem Interview jeglichen Bezug zur Wallace-Reihe. Vorliegender Streifen ist dagegen eindeutig dem Giallo zuzuordnen, einem Genre, das Mario Bava noch in der ersten Hälfte der 60er-Jahre in’s Leben rief. Ich nehme mir daher die Freiheit, den Film abzukoppeln und nicht als Wallace-Beitrag zu besprechen.


      Der damals noch nicht 30-Jährige Regie-Debutant Peter Jackson (geb.1940) wird von Fans gerne als italienischer Hitchcock bezeichnet. Ein Umstand, den ich als ziemlich vermessen betrachte. Auch gelten die "Handschuhe" unter den Giallo-Fans als Kultfilm. Nun, meine Sichtweise ist da etwas verhaltener. Zwar kann diesem Werk ein gewisser Spannungsbogen keinesfalls abgesprochen werden, doch schleichen sich, bedingt durch den gemächlichen Verlauf, durchaus auch Längen ein. An Tempo gewinnt der Streifen erst gegen Schluss hin. Sehr befremdlich wirkt die ungewohnt surreale, fast Traumsequenz-artige Inszenierung, welche mir ehrlich gesagt nicht sonderlich liegt. Persönlich gebe ich da den in späteren Jahren entstandenen handfesteren Psychothrillern mit sorgfältigeren Personenzeichnungen den Vorzug, aber auch vielen Werken Hitchcocks, welche mich allesamt mehr zu fesseln vermögen. Irgendwie vermittelt der Film aufgrund seines merkwürdigen, bemüht künstlerich wirkenden Stils das Gefühl, weit weg zu sein. Mit anderen Worten baut er eine Barriere oder Distanz auf, die mir nicht so recht ermöglich, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Ich fühle mich einfach zu wenig angesprochen. Fairerweise möchte ich aber betonen, dass sich dieser Effekt bei einer weiteren Sichtung abschwächte. Für einen modernen Thriller, was der Streifen offensichtlich bestrebt ist zu sein, erscheint mir das ganze darüber hinaus inszenatorisch einfach zu wenig ausgereift und wirkt auch eher billig. Zum Entstehungszeitpunkt waren Argentos "Handschuhe" sicherlich innovativ, doch blühte der "Neo-Thriller" erst in späteren Jahren richtig auf, was auf dieses Werk mittlerweile einen langen Schatten wirft. Die Kills sind grundsätzlich deutlich härter als in den SW-BEW’s, wobei aber bereits „Das Ungeheuer von London City“ in diese Richtung tendierte.


      An den Darstellern hab ich im Großen und Ganzen nicht sonderlich viel auszusetzen. Tony Musante (1936-2013) ist ziemlich glaubwürdig in der Rolle des flotten, jungen Amerikaners, welcher zu Beginn zwar ziemlich niedergedrückt wirkt, dann aber die Herausforderungen, vor welche ihn die Umstände stellen, mutig und nicht ohne Humor annimmt. Mario Adorfs sehr skurriler Auftritt als exzentrischer Maler, der Katzen im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern hat, regt durchaus zum Lachen an. Die beiden Damen Suzy Kendall (geb.1944) und Eva Renzi (1944-2005) sind eher mittelmäßig. Erstere spielt die treuherzige und gutmütige, aber auch tempramentvolle, Freundin des Hauptprotagonisten recht zufriedenstellend, Letztere ist in jeder Hinsicht austauschbar und gibt ihrer eigentlich sehr interessanten Rolle nicht den befriedigenden Tiefgang. Enrico Maria Salerno (1926-1994) füllt seine nicht sonderlich gewichtige Rolle als kühler, sachlicher und besonnener Inspektor stimmig aus. Auf Werner Peters lächerlichen Auftritt hätte man getrost verzichten dürfen.


      Die Auflösung und die Mordmotive wirken nicht unbedingt im Übermaß überzeugend. Die geisterhafte schwarze Mördergestalt gibt der Atmosphäre dagegen deutlichen Auftrieb.

      Fazit:


      In gewissem Ausmaß unterhaltsamer Durchschnitts-Thriller, den ich als Kultfilm jedoch nicht annehmen kann. Für ein Erstlingswerk sicherlich beeindruckend, im großen und weiten Psychothriller-Universum aber ein Film, den man schnell wieder vergisst. Mit zugedrücktem Wallace-Auge 6 von 10 .

      [film]6[/film]
    • Diesen Film darf man keinesfalls als Bryan Edgar Wallace Werk ansehen und warum dieser waschechte Giallo in einer der drei Boxen erschienen ist, weiß wohl niemand so ganz genau. Mag daran liegen, das Einflüsse der deutschen Krimis auch das Sub-Genre des Gialli beeinflusst haben und ein weiterer Aspekt ist sicherlich darin begründet, das es sich um eine reine Vermarktungs Strategie des damaligen deutschen Verleihs handelte.
      Big Brother is watching you

    • Master Of Horror schrieb:

      Diesen Film darf man keinesfalls als Bryan Edgar Wallace Werk ansehen und warum dieser waschechte Giallo in einer der drei Boxen erschienen ist, weiß wohl niemand so ganz genau. Mag daran liegen, das Einflüsse der deutschen Krimis auch das Sub-Genre des Gialli beeinflusst haben und ein weiterer Aspekt ist sicherlich darin begründet, das es sich um eine reine Vermarktungs Strategie des damaligen deutschen Verleihs handelte.
      Genau das ist der Grund. Artur Brauner wollte einfach mit dem Namen Wallace nochmal Kohle machen und scheute dabei keinen noch so offenkundigen Etikettenschwindel.