Everlasting Hate

    • Everlasting Hate

      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Philip Polcar, Ulich Hafen
      Erscheinungsjahr: 2007
      Regie: Philip Polcar
      Drehbuch: Philip Polcar
      Kamera: -
      Schnitt: Philip Polcar
      Spezialeffekte: Philip Polcar, Ulich Hafen
      Musik: Michael Donner
      Länge: ca. 95 Minuten
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Nele Kiper, Dennis Panzer, Robert Gulyas, Thomas Diener, Sarah Solleder, Dirk Bilgen, Sebastian Sona, Michael Palm, Ulich Hafen, Jonas Nevulis, Thomas Goersch, Ingo Hache, Alexandra Zinke, Philip Polcar, Jürgen Rosseger, Konrad Benitz, Robert Ritter





      Inhalt:

      Fünf Menschen. Ein verlassenes Haus. Und die Nacht. Adrian und Eva, ein junges Ehepaar, das seine glücklichsten Tage schon lange hinter sich gelassen hat; Csaba und Enrico, zwei brutale Schläger und Killer, die gerade von ihrem letzten Job kommen; und Finn, ein obdachloser junger Mann, dessen Erinnerung lückenhaft ist; sie alle treffen scheinbar zufällig in einem Haus im Wald aufeinander. Die Gruppe sieht sich einem gemeinsamen Problem gegenübergestellt: Im Wald wandeln die Toten und so ist man gezwungen, die Nacht im Haus zu verbringen. Aber das Böse lässt sich nicht aussperren – das Grauen findet seinen Weg! Doch nicht nur das Haus birgt Geheimnisse. Als die Gruppe zufällig einer blutverschmierten jungen Frau das Leben rettet, verändert sich die Situation ein weiteres Mal...

      Trailer:
      -

      DVD:
      - English Subtitles
      - Making Of
      - Audiokommentar
      - Making the Music: Michael Donner Special
      - Picture Gallery
      - Trailershow


      Kritik:

      Quantensprünge eines Regisseurs erlebt man bei den Horrorfilmen oder in der gesamten Filmbranche in Grunde genommen äußerst selten. Anders verhält es sich bei den Amateurfilmen. Dort können die unerfahrenen Protagonisten mit ihrem ersten Projekt Erfahrung sammeln, welche allerdings zu genüge nicht viel Anspruch und Unterhaltung für denjenigen bietet, der mit dem Projekt nicht in unmittelbare Verbindung steht. Genau so verhält es sich auch bei dem Amateurfilmerjungspund Philip Polcar. Konnte bei seinem Erstling "Jason Conquers Germany" nur noch der fest eingesessene Amateurfreak überhaupt noch ansatzweise positive Schlüsse ziehen, so sieht es bei dem 2.Werk "Everlasting Hate" doch anders aus.

      Dieses Werk ist eine klare Weiterentwicklung des Regisseurs (inkl. Crew) und wieder ein mal riskiert Herr Polcar sehr viel, denn der Film ist größten Teils in schwarz/weiß gehalten. Am Filmende kommt dann noch eine sehr bunte, überzeichnete Farbenpracht auf, ob die zu vielen Farben gewollt waren entzieht sich meiner Kenntnis, wenn nicht hat man dieses Szenario auf jedenfalls verseppelt, jedenfalls fällt es doch etwas negativ zur Last. Die s/w Optik ist hingegen also zumindest nicht störend.

      Ob jene s/w Auswahl den Film nun voranbringt wag ich ebenfalls nicht zu beurteilen, dazu müsste man den Film in normalen Farben gesehen haben, zumindest wirkt es wie zuvor erwähnt auch nicht weiter störend. Der Anfang verspricht erst ein mal nicht besonders viel, außer das sich noch ein ganz passabler Zombiefilm auf Amateurbasis draus entwickeln könnte, dem es zunächst ein wenig an Tempo fehlt. Die Untoten wird es auch geben und ihr vermodertes, pappiges Make-Up ist zumindest ziemlich trashig ausgefallen und wird sicherlich auch den ein oder anderen Kritiker finden.
      Der Ablauf entwickelt sich in der 2.Filmhälte aber weg von einem Standart-Amateur-Zombiefilm, denn es wird nun viel mit den Charakteren gespielt, auf jene man zuvor stark eingegangen ist. Das Tempo kommt nun erfreulicherweise ins Spiel. Die Leihen-Darsteller machen auch einen guten Job, etwas abfallen wird hingegen nur Adrian jener emotionslos und gelegentlich unpassend lächelnd erwischt wird, was aber auch an seiner zu schwächlichen Art des gespielten Weicheis liegen könnte, ein Hauch mehr Durchsetzungsvermögen hätte dem Charakter besser getan. Der Rest der Crew hinterlässt aber einen besseren Eindruck als viele, blasse Hollywood Prominente. Egal ob der Schlägerproll und sein ebenfalls durchgedrehter Kumpane, jene ich am Anfang noch unterschätz hatte, als ich sie für eine Gangsterrolle nicht als geeignet ansah, da sie recht jung sind und Hip-Hop Sprache benutzen. Dieser 1. negative Eindruck sollte sich im weiteren Verlauf doch widerlegen, sie hinterlassen ein lustiges und auch bösartiges Gesamtbild.

      Besonders beeindruckend sind aber die Spielweisen der weiblich besetzten Hauptrolle (Eva), der verschlagenen Freundin von Adrian und auch der scheinbar Gedächtnislose, jener sich zunächst an nichts mehr erinnern kann, was vor einem Jahr und davor geschehen ist wird bestens verkörpert. Die Nebendarsteller, wie der überzeugende Obdachlose auf der Parkbank runden die erbrachten Leistungen noch ab, auch wenn ein paar wenige Dialoge nur schwer verständlich geraten sind, was am Dialekt oder am Nuscheln einiger Protagonisten gelegen haben könnte, dass darf man aber gewiss verzeihen.

      Die Kulisse im Haus des Geschehnisses ist ganz ansprechend, wirkt auch leicht bedrohlich und erinnert zudem ein klein wenig an die Einigelung eines "Night Of the Living Dead". Der eingebrachte Humor wird wohldosiert angewendet, noch mehr von hätte den Ablauf, welcher auch etwas auf die Psyche gehen soll, nur geschadet. Mit dem Splatter/Goreszenen verhält es sich ähnlich, sie werden eher spärlich eingesetzt, zumindest eine Ausweidungsszene, welche technisch sauber umgesetzt wurde gibt es aber noch, der Rest an Gore ist dann eher auf mäßigen Amateurniveau liegend. Mehr sichtbare Härte benötigte das Werk allerdings auch nicht, da der Härtegrad hauptsächlich im Kopf stattfinden wird. Der Gore/Zombie-Splatterfreund wird die sichtbare Härte vermissen, somit das Werk aber seine Anhänger findet und zwar den Amateurfreund, jener auf einen gut durchdachten Ablauf sowie Charakterintensivierung setzt.

      [film]6[/film]


      (Limitierungsnummer 0634/1000)

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Everlasting Hate ist ein Vorzeigefilm der deutschen Filmkunst im Amateurbereich. Hier ist einfach alles top, zwar reicht das nicht auf die Topwertung, aber gut ist er allemal.
      Aufbau und vorstellung der Akteuer geht hier zwar schleppend voran. Aber die Schauspieler, mal abgesehn von den 2 Gangstern machen in diesem Film ihre Rolle sehr gut. Der beste Schauspieler bleibt Finn, der eben diesen Immerwehrenden Hass in sich trägt. Das ist klasse gespielt man nimmt ihm und auch anderen seine Rolle einfach von vorneherein ab. Da hier die Handlung zum Größten Teil in der verlassenen Hütte abspielt, wirkt das etwas beklemmend. Da dieses Haus auch eine beklemmende Atmosphäre ausstrahlt. Das wurde hier sehr gut umgesetzt. Auch der tiefere Sinn des Films ist auch sehr gut angedeutet und auch sehr schwer zu verstehen beim ersten sehen. Beim zweiten Mal sehen wird dem Zuschauer schon einiges klarer, als beim ersten Durchgang.
      Effkte sind hier zwar mehr im Hintergrund und nicht das Hauptaugenmerk, aber das was geboten wird ist klasse gemacht. Macht einfach Spaß den Film anzusehen. Dieser Film lohnt sich wirklich auch für Genreeinsteiger ein must-have.

      [film]9[/film]
    • Symphatische und eigenwillige Amateurproduktion, die sich genreuntypisch sehr viel Zeit für seine Charaktäre lässt und nahezu zwei Hauptstränge ineinander überlaufen lässt. Das s/w ist nahezu fördernd für den Film, der zwar anfänglich die typische Hausbelagerungsszene an NOTLD orientiert darlegt, sich das Ganze aber als wahres Absurdum hervorhebt, blitzen plötzlich mysteriöse Faktoren auf. Die Zombies sind ganz gelungen geschminkt, die paar Goreeffekte brauchbar und typisch und die Darsteller spielen ohne jeglichen Tadel. Sollte man als Amateurfan jedenfalls mal gesehen haben.

      [film]7[/film]
    • Durchschnittliche Amateurkost mit mehr Tiefen als Höhen.Dennoch unterhaltsam und gerade das Richtige für zwischendurch.


      [film]6[/film]
    • Falls es euch interessiert:
      Ich habe die Sammelnummer 0001/1000 von dem Film ;)
    • Können ja gerne tauschen. :D

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Bin sehr gespannt auf den Film hab ja jetzt die Nr. 0001 erstanden bei Fun :) und freu mich schon auf das Paket von Ihm :) Hoffe das er bald gesund ist und dann zur post kommt:)

      Trailer sieht sehr interessant aus;)