Frankenstein's Army






    • Frankenstein's Army
      (Frankenstein's Army)
      mit Karel Roden, Joshua Sasse, Robert Gwilym, Alexander Mercury, Luke Newberry, Hon Ping Tang, Andrei Zayats, Mark Stevenson, Cristina Catalina, Jan de Lukowicz, Zdenek Barinka, Linda Balabanova, Valentine Berning
      Regie: Richard Raaphorst
      Drehbuch: Chris W. Mitchell / Richard Raaphorst
      Kamera: Bart Beekman
      Musik: keine Information
      keine Jugendfreigabe
      Niederlande / Tschechische Republik / USA / 2013

      Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erhält eine Spezialeinheit der vorrückenden Roten Armee den Auftrag, nach frisch vermissten Kameraden zu forschen. Feindaktivitäten vermutend macht sich der Trupp auf die Suche, nur um in der Umgebung eines Dorfes auf seltsam entstellte Leichen und nur mehr völlig eingeschüchterte Reste der deutschen Bevölkerung zu treffen. Sieht so aus, dass in einem nahe gelegenen Bunker geheime Experimente mit Menschen stattfanden, und deren Ergebnisse den Russen noch Arbeit bereiten werden.


      Kriegsszenarien mit dem Horror-Genre zu verbinden, ist mittlerweile längst keine Neuigkeit mehr und das zumeist immer wieder Zombies oder Infizierte im Mittelpunkt solcher Geschichten sind, dürfte auch nur noch auf bedingte Begeisterung beim Zuschauer stoßen. So muss man also manchmal neue Wege gehen um einem solchen Film frische Impulse und ein gewisses Maß an Innovation zu verleihen, was Regisseur Richard Raaphorst in vorliegendem Fall ganz hervorragend gelungen ist. Bedient er sich kurzerhand der allseits beliebten Found-Footage Thematik, wodurch die berühmt-berüchtigte Wackelkamera sehr stark zum Einsatz kommt und schmückt sein Werk zudem mit extrem skurrilen Gestalten, die einem eine Menge Spaß und Freude bereiten. Man merkt dem Szenario von Beginn an den Charakter eines B-Movies an und das empfinde ich durchaus als positiv, denn so vermittelt sich dem Betrachter, sich wirklich an einem Kriegsschauplatz zu befinden. In den ersten gut 30 Minuten zieht sich das Szenario ein wenig und man wird lediglich mit den russischen Soldaten konfrontiert, die sämtliche Aktionen mit der Kamera aufnehmen, um sie für die Nachwelt zu erhalten.

      Danach nimmt das Geschehen dann richtig an Fahrt auf, denn ziemlich schnell ist es vorbei mit der normalen Erkundungs-Tour, als die Gruppe auf einen scheinbar verlassenen Bunker trifft, der im Inneren doch ziemlich stark an eine Art Fabrik erinnert. Recht schnell müssen die Soldaten nun erkennen, das sie sich in einem geheimen Labor befinden, in dem ein offensichtlich wahnsinniger Arzt die unglaublichsten Experimente an Toten wie auch an Lebenden vorgenommen hat. Die daraus entstandenen Ergebnisse sind dann auch gleichzeitig der absolute Höhepunkt des Szenarios, denn an dieser Stelle lassen die Macher des Films eine ganze Menge Kreativität und Herzblut erkennen, das sie in die Geschichte investiert haben. Zwar sind die darauf folgenden Ereignisse jenseits jeglicher Realität angesiedelt, beinhalten jedoch einen unglaublich hohen Unterhaltungswert, sowie einen doch ziemlich ansehnlichen Härtegrad.

      Der Zuschauer wird nun mit den skurrilsten Gestalten konfrontiert, die als halb Mensch-halb Maschine darauf aus sind, die Eindringlinge zu töten. Wenn man sich diese Fantasie-Gestalten einmal genauer anschaut, dann werden nicht selten Erinnerungen an so manch japanische Trash-Granate wach. Ebenso trashig präsentiert sich nämlich "Frankenstein's Army", wobei das hier nun wirklich als absolutes Kompliment aufgefasst werden sollte. Richard Raaphorst hat sich eine ganze Menge einfallen lassen und sorgt so dafür, das der Betrachter für die eher etwas mauen 30 Anfangs-Minuten wunderbar entschädigt wird. Dazu trägt in erster Linie eine gehörige Steigerung des Erzähltempos bei, doch auch die enthaltenen-und streckenweise sehr blutigen Passagen ergeben nun den Eindruck eines gelungenen Genre-Mixes, an dem man seine helle Freude hat. Der trashige Anstrich der ganzen Chose tut sein Übriges, um insbesondere eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen, wobei dieser Film längst nicht nur für Trash-Liebhaber sehenswert erscheint.

      Insgesamt gesehen bekommt man ein Film-Vergnügen geboten, das gerade in der zweiten Filmhälfte eine Menge kreativer Ideen erkennen lässt und für einen B-Movie präsentieren sich auch noch richtig gelungene Effekte, die das Ganze sehr stimmig abrunden. Das die Geschichte an sich dabei keinerlei Tiefgang beinhaltet und streckenweise recht hanebüchen erscheint dürfte sich von selbst verstehen, handelt es sich doch um kein Kriegs-Drama der üblichen Art, sondern vielmehr um einen größtenteils gelungenen Found-Footage Horrorfilm, der zeitlich gesehen am Ende des zweiten Weltkrieges angesiedelt ist. Wie dem aber auch sei, "Frankenstein's Army" ist definitiv ein Film der etwas schwerlich in Gang kommt, aber insbesondere in der zweiten Filmhälfte so viel Kurzweil und Innovation bietet, das es eine helle Freude ist. Skurril, grotesk und vollkommen abgedreht zeigt sich ein Szenario, in dem es vor herrlich trashigen Kreaturen nur so wimmelt, so das auch die Lachmuskeln des Zuschauers eine Menge Arbeit zu verrichten haben.


      Fazit:


      Sicherlich wird nicht jeder Gefallen an dieser unterhaltsamen Geschichte finden, doch wer Trash in Verbindung mit Horror-und Krieg zu schätzen weiß, kommt an diesem Werk unmöglich vorbei, das nach einem lauen Beginn so richtig durchstartet. Mit einer Laufzeit von gut 77 Minuten ist die Story auch genau richtig bemessen, so das sich letztendlich ein überzeugender Gesamteindruck ergibt.


      [film]7[/film]
      Big Brother is watching you
    • Heute kam die Limited Uncut Fan Edition ins Haus geflattert. Sicherlich ist die Box etwas billig geraten, doch könnte man schon wieder sagen, dass passt ja zum Film. Da es im Horrorbereich nicht allzuviel Sonderverpackungen gibt macht sich die Box auf jeden Fall sehr gut im Regal.

      Die Scheibe ist natürlich sofort in den Player gewandert...
      Zunächst machte sich die ersten 15 Minuten bitterliche Enttäuschung breit. Da es sich bis zu diesem Zeitpunkt um einen billigen Kriegsfilm ohne echten Krieg handelt. Erst danach kommen die Kreaturen, die sich gegenseitig durch immer noch größere Absurdität überbieten. Es sind immer wieder trashige Bluteffekte zu sehen, die jetzt zwat nicht unbedingt berühmt sind, sich aber gut ins Gesamtbild einfügen und eben einfach den trashigen Eindruck unterstreichen. Insgesamt ein völlig absurdes Werk, das aber von der Atmo und der Effekte her durchaus Punkten kann. Die Idee ansich ist imho Klasse, die Story... es gibt keine hält das Ganze Spektakel nicht auf und so ist man die letzten 60 Minuten wirklich sehr gut unterhalten und habe mich über total überdrehtes Trashfilmchen gefreut, das sicherlich mal wieder in den Player wandert.

      [film]7[/film]
      Wir sind der singende tanzende Abschaum der Welt!
    • So, heute kam auch endlich mal bei mir die Box an. Gut, die Figur ist ansehnlich aber mal eine Frage an diejenigen die sie auch haben: Hat eure Figur auch keine Füße? Ich habe mich schon gefragt wie man die hinstellen soll wenn man die aus der Packung holt. lol Zum Film: Also ich muss sagen das ich wirklich angenehm überrascht war. Ich fand den stellenweise ziemlich witzig, aber keinesfalls zu blutig. Die Thematik mit Nazi-Zombies oder Nazi-Mutanten scheint ja jetzt sehr im kommen zu sein. Da wird der Markt bestimmt noch mehr mit überschwemmt werden. Aber meines Erachtens gehört "Frankensteins Army" zu den besseren. Mir haben die Kreaturen sehr gut gefallen und manche haben mich wirklich zum lachen gebracht. Diese komische Suppenschüssel mit watschelnden Gang hat mich wirklich zum lachen gebracht. Ja ich weiß, ich habe einen ziemlich kranken Humor, aber nicht auch nur ansatzweise so krank wie das Hirn, das sich diese Figuren ausgedacht hat. Allerdings hätte er ruhig noch etwas blutiger sein können und manche Figuren hätte man ruhig mal etwas länger zeigen können. Fazit: Ein kranker, aber lustiger Film für zwischendurch!

      [film]7[/film]
      "Manche sehen mich nicht richtig, manche doch viel zu genau,
      meine Meinung ist mir wichtig, denn sie ist absolut Perfekt!"

    • Ein Film wie eine Freak-Show im Zirkus.
      Nur mit Roboter-Zombie-Nazis.
      Der Film setzt auf trashige Handmade Effekte und Kostüme.
      Auf was er nicht setzt ist alles andere.
      Die Aufmachung inklusive (nicht vorhandener) Story könnte man als Parodie aufs Found-Footage Genre sehen, da sie nicht existent ist und auch mal viel Gewackelt wird.
      Auch wenns ne Parodie ist wird aus Schlecht nicht Recht.
      Dazu noch ein wirrer Twist.
      Schauspielerisch bis auf den Nazi-Onkel schlecht, aber auch nicht so trashig, dass es schon wieder gut ist.
      Anfang bis Mitte war ne komplette Katastrophe. Gegen Schluss blüht aber der Film doch noch etwas auf und versprüht etwas Spannung! Sehr erfreulich.

      Ich vergebe
      [film]5[/film]
      für den Trash-Faktor inklusive Effekte und Kostüme und die doch noch aufkeimende Spannung gegen Ende