The 8th Plague - Das Böse lauert überall!

    • The 8th Plague - Das Böse lauert überall!

      Produktionsland: USA
      Produktion: Richard Finney, John Thompson, Franklin Guerrero Jr., J. Michael Whalen, Eric Williford
      Erscheinungsjahr: 2006
      Regie: Franklin Guerrero Jr.
      Drehbuch: Eric Williford, Franklin Guerrero Jr., J. Michael Whalen
      Kamera: Franklin Guerrero Jr. , J. Michael Whalen
      Spezialeffekte: Paul Goldblatt
      Budget: -
      Musik: Paul E. Jessen
      Länge: ca. 88 Minuten
      Freigabe: FSK 18
      Darsteller: DJ Perry, Leslie Ann Valenza, Terry Jernigan, Charles Edwin Powell, Nitin Adsul, Hollis Zemany, Jonathan Rockett, Laura Chaves, Paul Bugelski, Syn DeVil, Bryant Sullivan, Elizabeth Buchanan, Erik Fones u.a.





      Inhalt:

      Launas (Leslie Ann Valenza) Schwester Nikki (Laura Chaves) ist verschwunden. Sie macht sich in einem alten, verlassenen Gefängnis auf die Suche nach ihr. Aber dort wartet der pure Horror auf sie …

      Trailer:



      Kritik:

      Gleich mal eines vorweg gesagt: Wer bei diesem Film 8 apokalyptische Plagen erwartet wird enttäuscht, denn dieses Werk hat auch rein gar nichts damit am Hut, somit der Filmtitel nicht passend gewählt ist. Der "Fürst der Finsternis" würde uns schon viel eher erwarten dürfen, wenn man so will, wie uns zumindest im Film kurz preisgeben wird. Wenn gleich auch dieser nicht wirklich erschienen ist.
      Bei diesem Werk von Regisseur Franklin Guerrero Jr. fällt schnell die zunächst nur typisch leicht verschmutze, aber um so stärker bleiche/matte C-Movie Kulisse auf. Die Darsteller sind alle samt träge. Etwas grinsen musste ich allerdings über den gewählten Darsteller Namen, jener der Nikki "Romero", welcher Anfangs sehr oft erwähnt wird. Dies darf man auch als Huldigung an Zombiefilm Großmeister George Romero verstehen, witzig ist es alle mal. Mehr ist mit dem Humor zumindest nun erst ein mal nicht anzufangen, da uns von den Dialogen her, staubtrockenes angeboten wird.
      Zunächst wird gut 45 Minuten Langeweile pur verkauft, trotz Teenager Darsteller was in Grunde genommen Genre begrenzt immer noch funktionieren sollt, allerdings hier total misslingt, aufgrund der zuvor erwähnten Mängel. So sind zumindest leicht verstörte Bilder zu sehen, sowie die Geräuschkulisse welche zunächst doch eher künstliche Atmosphäre erzeugt wenn Vögel durchgängig laut zwitschern und Grillen zirpen. Zumindest hat es einen aufgesetzten Anschein, weil das matte Bild einfach nicht zu passen möchte. Ein paar wenige nett spielende Lichteffekte, welches die trostlose Kulisse hergeben kann verweigert immerhin ein Totalversagen. Dies ist schon weitaus mehr als man von einem C-Movie erwarten kann und spätestens, was uns ja ein "Dark Society" lehrte, sollte man abgeschriebenes nicht vorzeitig in die Mülltonne drücken.
      "The 8th Plague" kann man allerdings nicht mit diesem vergleichen, weil er doch in eine ganze andere "Fun Splatter" freie Richtung geht.
      Zumindest gibt es anschließend nach ca. 30 Minuten noch eine nicht ganz hässliche und junge Protagonistin mit freizügigen Kurven zu erspähen, wo man sich plötzlich mal die Augen reibt, wenn gleich es nicht ungewöhnlich ist dies in C-Movie Produktionen sehen zu dürfen. Exakt nach diesen netten Brüsten, etwa bei Minute 40 will tatsächlich irgend wie etwas passieren.
      Zwar wird immer noch der ein oder andere Hänger präsentiert, aber zumindest die Geräuschkulisse schwängt nun ins immer düster und bedrohlich werdende um, anhand von dumpfe und lang anhaltende Windgeräusche, sowie einem Knurren von etwas bedrohlichem, was man nicht zu Gesicht bekommt. Zu diesem Zeitpunkt beginnt das Geschehen für den Horrorfreak kranker und chaotischer Werke interessant zu werden. Die Kulisse ist nun, fast schon unerklärlicherweise mit Blut besudelt und der Gore sowie professionelle Splatter inklusive Bissszenen erscheinen gelegentlich.
      Die nun wenigen Dialoge, wie "Du blöder Sc....zlutscher, ich Töte dich, jetzt bist du dran" (Zensur!) zeigen weiter auf wie Anspruchslos dieses Werk sein darf, zumindest wird es jetzt nicht mehr stink langweilig sondern abartig krank! Aufheulende Winde werden nun immer intensiver. Das Geschehen verlagert sich sogar noch in ein dicht bewachsenes Waldgebiet, wo gebotenes nicht abreißen möchte und die Hauptdarstellerin schon mit Blut befleckt über das gesamte Gesicht eine gewisse Verstörtheit hinterlässt.
      Die Kamerafahrten sind im Waldgebiet ziemlich flink eingesetzt wurden. ( !!FÜR INSIDER: ) Da kam mir der Gedanke an, ...nee den kann ich jetzt nicht erwähnen an dieser Stelle. Überlegt gut, in welchem sehr bekannten Horrorwerk wird es im dicht bewachsenen Wald fantastische Kamerafahrten gegeben? "??!" Richtig!! Im Ansatz wollte man sich wohl heranwagen, ( INSIDER ENDE ) nun gut die Kamerafahrten hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Zumindest im letzten Drittel geht's hier zur Sache, mit einem gewissen C-Movie Touch.
      Dass hier nicht zu viel versprochen wird, dieses Werk ist nichts für den Durchschnitts-Horrorfan, vom Mainstream verwöhnten Publikum erst gar nicht die Rede (Finger weck!), sondern nur für eingesessene Horror Freaks, welche auf kranke Werke stehen. Also ein Festschmaus für den einen. Die totale Gurke für den anderen. Insgesamt sagt mir der Film natürlich zu, welcher sich allerdings einem "Leif Jonker's Darkness" aufgrund der hier wenigen Darsteller und vor allem auch der Trägen ersten 45 Minuten unterzuordnen hat.

      [film]6[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Electro in the Dark (Spotify Playliste)
    • Auch wenn der Titel des Films eher auf einen biblischen Hintergrund hindeutet, bekommt es der Zuschauer hier vielmehr mit einem weiteren Zombiefilm zu tun, der gleichzeitig die Debutarbeit des Regisseurs Franklin Guerrero Jr. (Carver) darstellt. Und ganz ehrlich gesagt, kann sich diese Arbeit durchaus sehen lassen. Zwar merkt man dem Film das wohl nicht gerade üppige Budget an, dennoch ist hier ein recht interessanter Genre-Vertreter entstanden, der vor allem Fans von Zombiefilmen zusagen dürfte.

      Die vorhandene Geschichte kann man eigentlich getrost als notwendiges Beiwerk bezeichnen, ohne dem Film damit unbedingt eine negative Note zu verleihen, denn ganz offensichtlich ist das Hauptaugenmerk hier auf den vorhandenen Härtegrad gerichtet. Und trotzdem dauert es gut 30 Minuten, bis es in dieser Hinsicht so richtig zur Sache geht. Vorher wird versucht, die Geschichte etwas aufzubauen und dem Betrachter vor allem den Charakter der Hauptdarstellerin Launa (Leslie Ann Valenza) etwas näherzubringen. Das gelingt zwar nur bedingt, passt aber meiner Meinung nach doch recht gut in das Geschehen hinein.

      Ab dem Zeitpunkt, wo die Suchtruppe, die sich hier zusammengefunden hat das verlassene Gefängnis betritt, ist dann aber schlagartig Schluß mit der Einleitung und "The 8th Plague" nimmt ganz gehörig an Fahrt auf. Nun beginnt der Teil dieses Films, der vor allem die Freunde der härteren Welle ansprechen wird, denn was nun folgt, ist phasenweise eine richtiggehende Metzel-Orgie, die jeden Gorehound begeistern dürfte. Es geht extrem blutig zur Sache und man bekommt jede Menge SFX geboten, die zwar nicht immer den höchsten Ansprüchen genügen, aber dennoch absolut sehenswert sind.

      Auch die vorhandene Atmosphäre ist hier in zwei unterschiedliche Teile einzuordnen, geht es zu Beginn des Films noch relativ ruhig und entspannt zur Sache, so entwickelt sich doch im Laufe der Zeit eine sehr unheilvolle Atmosphäre, was vor allem durch die Location des verlassenen Gefängnis ausgelöst wird. Die dort spielenden Passagen sind herrlich düster gehalten, was durchaus ein bedrohliches Gefühl beim Betrachter auslöst. Lediglich einige der eher unbekannten Darsteller wirken etwas hölzern und manchmal sogar etwas unbeholfen, dennoch bewegen sich die gezeigten Leistungen noch in einem akzeptablen Rahmen, da hat man schon weitaus scjlechtere Darbietungen zu sehen bekommen.

      Auch wenn "The 8th Plague" sicherlich kein Meilenstein des Genres ist, so bekommt man hier doch solide und teils sehr harte Horrorkost geboten. Gerade für einen Debutfilm ist hier ein erstaunlich gutes Werk entstanden, das zwar nicht gerade durch Innovation besticht, aber gute und sehr kurzweilige Unterhaltung bietet, die sich jeder Horror-Fan anschauen sollte.


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      Big Brother is watching you