Das Pendel des Todes

    • Das Pendel des Todes



      Produktionsland: USA
      Produktion: Samuel Z. Arkoff, James H. Nicholson
      Erscheinungsjahr: 1961
      Regie: Roger Corman
      Drehbuch: Richard Matheson
      Kamera: Floyd Crosby
      Schnitt: Anthony Carras
      Spezialeffekte: Pat Dinga
      Musik: Les Baxter
      Länge: ca. 77 Min.
      Freigabe: FSK 18
      Darsteller: Vincent Price (Nicolas Medina), John Kerr (Francis Barnard), Barbara Steele (Elizabeth Barnard Medina), Luana Anders (Catherine Medina), Anthony Carbone (Dr. Charles Leon), Patrick Westwood (Maximilian), Lynette Bernay (Maria)


      Blu-Ray (Mediabook): 18.12.2015


      Francis besucht das Schloss seines Schwagers Nicholas. Er beabsichtigt mehr über den unvorhergesehenen Tod seiner Schwester Elizabeth, herauszufinden. In der Tat sind die Dinge, die sich auf dem Schloss ereignen, im hohen Maße mysteriös…

      Cormans 1964 gedrehte Poe Verfilmung ist ein kleines Juwel vergangener Tage, welches von einem großartigen Ambiente und einem Vincent Price in Höchstform lebt. Price pendelt in der Rolle des Nicholas zwischen Brillanz und einer absolut überzogenen Theatralik. Er dominiert den Film und spielt die weiteren Darsteller gänzlich an die Wand. Dieses liegt allerdings auch daran, dass Price die dankbarste Rolle in Cormans Film verkörpern darf. Vincent Price ist in meinen Augen einer der wenigen Ausnahmeschauspieler, denen solche Rollen auf den Leib geschrieben stehen und in der er sich nach allen Regeln der Kunst austoben konnte. Barbara Steele hingegen hat einen kleinen Auftritt und kann nur kurz mit ihrer Präsenz und ihrem einzigartigen Charisma glänzen.

      Was den Film und die Story anbelangt, so bekommt man ein nettes und unterhaltsames 60er Horror-Kino geboten, welches in einem wunderschönen alten Schlossgemäuer spielt. Corman setzt weniger auf den Effekt als auf die Atmosphäre. Dazu gelingt es ihm durchaus ein Prise Suspense unterzubringen. Hitchcocks Rebecca lässt, wie in einigen anderen recht unbekannten Klassikern der 60er Jahre, durchaus grüßen.

      Rein Kameratechnisch wird das Ganze sehr stimmig in Szene gesetzt und vor allem die Farben die der Film bietet sind eine wahre Freude für das Auge.

      Fazit: Ohne viel Blut und Gewalt gelingt es Corman dennoch den Zuschauer zu fesseln und ihn in seinen sehr atmosphärischen Film einzubinden. Was zu dieser Zeit normal war und heute absolut nicht realisierbar ist.

      [film]8[/film]


    • RE: Das Pendel des Todes

      Ein Zeitloser Klassiker, Roger Corman konnte es auch auf diese weise, und Vincent Price? Seine Augen waren zu dieser Zeit schon etwas eigenes, sein Darstellung ein Film im Film. Alleine die Vorstellung wenn das Pendel sein Ziel ereicht, die Sanduhr abgelaufen ist. [film]8[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Vincent Price gibt wirklich Alles. Vor allem ist es immer wieder herrlich seine Originalstimme zu hören.

      Bei Theater der Grauens ist die Originaltonspur besonders zu empfehlen.
    • ..und der Produzent... Z.Arkoff, das stand/steht für Qualität!
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
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    • Ein wirklich guter Film aus der Roger Corman-Fabrik. Sehr gut gefallen hat mir die atmosphärische Eingangssequenz mit der Kutsche zum Haus. Aber auch so ist der Streifen dann durchweg sehenswert. Die Vincent Price-Filme mag ich sowieso, gibt da so ein paar Perlen, für diese gebe ich 8/10.
    • Ein fantastischer Klassiker und Vincent Price ist wiedermal herausragend :6: :6: :prop:
      [film]10[/film]
      "Kein Bösewicht ist so Furcht erregend, wie der, der die Kunst liebt."
      Vincent Price

    • Original von Hannibal_Lecter:

      Ein fantastischer Klassiker und Vincent Price ist wiedermal herausragend :6: :6: :prop:
      [film]10[/film]


      Herausragendes Overacting, wie man ihn kennt und mag.
    • Einer der wenigen Filme die ich wieder mal mit deutscher Synchro gesehen habe. Fand den Film eigentlich sehr sympathisch und gut gemacht. Tolle Geschichte und die Darsteller waren auch sehr gut. Hat also alles gepasst


      [film]8[/film]
      What fools these Mortals be!
    • Für mich der beste Corman/Price Film.
      Tolle Ausstattung, gruselige Atmosphäre und tolle Effekte.
      Ein grosser Grusel-Klassiker ! :6:

      9 von 10
    • Großartiger Horrorfilm! Keine Blutfontänen und Effekte. Horror im eigentlichen Sinn...und Vincent Price !!!
    • Den Film habe ich mir gestern Abend mal angeschaut aber zu 100% begeistert war ich nicht. Er ist zwar unterhaltsam und die Geschichte natürlich alles andere als uninteressant, aber so richtig mitgerissen hat er mich leider nicht. Die Stimmung war gut, das Schauspiel, gerade von Vincent Price, natürlich mal wieder perfekt, aber ich habe schon bessere Filme mit ihm gesehen. Für Fans des klassischen Horrors ist der Film sicherlich empfehlenswert, denn gegruselt habe ich mich doch bei einigen Szenen, aber leider war das Ende, oder zumindest das Ende vor der letzten Wendung, schon sehr früh absehbar.

      Ich gebe ihm mal 6 von 10 Ehebrecherinnen.
      Don't try to change me, I'm loyal to my hate.

    • Im Dezember kommt die Horror Cult Auflage des Film und wird als ungeschnitten angekündigt. Wisst ihr, ob die aktuell verfügbare deutsche Version geschnitten ist?

      Würde mir den Klassiker gerne zulegen. Aber sollte wenn schon uncut sein...
    • Kritik:

      Wohl der 1.Film mit der schockierenden „Lebendig begraben“ Thematik und auch die „Tot nach Unzucht“ Thematik gab es zuvor glaub noch nicht. Letzteres vor allem im Slashergenre später eine sehr wichtige Zutat, die Unzucht durch eine verwirrte Bestie mit dem Tod zu bestrafen. Ein mächtiges Pendel kommt auch schaurig zum Einsatz, da verspricht der Titel nicht zu viel. Pendel des Todes ist wahrlich ein richtiges Highlight unter den klassischen Gruselschockern, der vor allem durch eine interessante Geschichte punktet, die einen zunehmend packt. Die Geräuschkulisse und Optik ist fast so stark wie bei Die Verfluchten - Der Untergang des Hauses Usher zuvor von Corman und die Geschichte ist auch so ähnlich aufgebaut, aber viel weiter ausgebaut wurden, mit einem sarkastisch bösen Finale untermalt.

      „Niiiiiiiicullaaaaaas“
      „Elisabeth, hast du gerufen? Elisabeth!“

      „Kein Mensch wird mehr diesen Raum je betreten!“

      [film]8[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Klasse Streifen, tolle Atmo, schöne Grusel Momente und natürlich einen tollen Cast.

      [film]8[/film]
      Zensur Ist Für´n A......!!

      Meine Filmsammlung

      Meine Musiksammlung


    • ab 18.12.2015 als Blu-Ray im Mediabook in 3 limitierte Fassungen



      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Soweit mir bekannt, ist die Poe-Geschichte um das Pendel sehr kurz und Roger Corman musste daher eine größere Geschichte herumbasteln. Allerdings war der Mann faul und nahm Teile aus seiner Poe-Verfilmung zum Usher-Haus (1960) heraus. Deshalb kein guter Poe und auch kein guter Vincent Price, obwohl der Master of Horror hier eine ordentliche Leistung ablieferte. 7/10

      P.S.: Von der Pendelschwingerei bekam ich sogar ein wenig Angst! In so einer Situation möchte ich nicht sein!