Brothers (Remake)

    • Brothers (Remake)



      Produktionsland: USA
      Produktion: Zach Schiff-Abrams, Sigurjon Sighvatsson, Tucker Tooley, Ryan Kavanaugh, Scott Fischer, Michael De Luca
      Erscheinungsjahr: 2009
      Regie: Jim Sheridan
      Drehbuch: David Benioff
      Kamera: Frederick Elmes
      Schnitt: Jay Cassidy
      Spezialeffekte: Randy E. Moore
      Budget: ca. -
      Musik: Thomas Newman
      Länge: ca. 104 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Darsteller: Tobey Maguire, Jake Gyllenhaal, Natalie Portman, Sam Shepard, Hank Cahill, Mare Winningham, Bailee Madison, Taylor Geare, Patrick John Flueger, Clifton Collins Jr., Carey Mulligan, Omid Abtahi, Navid Negahban


      Inhalt:

      Dem jungen Captain Sam Cahill steht der Erfolg ins Gesicht geschrieben: Verheiratet mit seiner Highschool-Liebe Grace, Vater von zwei Töchtern und für seine Dienste in der Armee mehrfach ausgezeichnet, zieht er nun zum vierten Mal in den Einsatz in Afghanistan. Zu seinem Abschiedsessen hat er, gegen den Wunsch seiner Frau, auch seinen Bruder Thommy eingeladen. Thommy ist das Gegenteil seines erfolgreichen Bruders: Gerade aus dem Gefängnis entlassen, schlägt er sich eher nonchalant durchs Leben. In die Rolle des schwarzen Schafes der Familie hat er sich ergeben gefügt, kann er doch vor allem in den Augen seines Vaters, selbst Vietnamveteran, nicht bestehen. In Afghanistan wird Sams Helikopter bereits beim ersten Flug über die Berge abgeschossen. Da man ihn nicht bergen kann, wird Sam für tot erklärt. Der Schock lähmt Grace und ihre beiden Töchter. Thommy steht ihr zur Seite und versucht, die Familie zu stützen und Verantwortung zu übernehmen. Seine Anwesenheit scheint den Kindern gut zu tun, wodurch auch Grace beginnt, ihn mit anderen Augen zu sehen. Doch Sam ist nicht tot. Als er - zermartert von der grausamen Gefangenschaft - in die Heimat zurückkehrt, hat sich alles verändert: Seiner Familie begegnet er verschlossen, feindselig und vor allem misstrauisch. Thommy, der in seinem Leben eine neue Rolle gefunden hat, gerät in Sams Visier. Er beginnt einen Kampf zu führen, der die Grundfeste der gesamten Familie erschüttert...

      US-Remake des dänischen Films "Brothers - Zwischen Brüdern".


      Trailer:


      Kinostart in Deutschland: 27.01.2011
      DVD & Ray Fassung: 24.06.2011

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Electro in the Dark (Spotify Playliste)
    • RE: Brothers (Remake)

      Susanne Bier konnte mit ihren Independent Meisterwerken Open Hearts und Brothers schwer beeindrucken. So hat auch Hollywood ein Auge darauf geworfen um beide Filme eine Neuauflage zu verpassen. Ich bin vorweg schon der Meinung, dass dies nun wirklich nicht nötig war, auch wenn dadurch die großartigen Originale erst richtig entdeckt werden können. Dennoch gehe ich natürlich unvoreingenommen heran, allerdings immer mit dem Original vergleichend.

      Den Anfang macht also nun „Brothers“. Der Ablauf ist etwa wie beim Original, allerdings so einiges was anstößig sein könnte wurde entschärft, wie die Dialoge der Kinder. Die Hauptdarsteller wirken Jünger als im Original. Die Kinder wirken görig, sowie zickig und nicht so frech wie bei der Vorlage. Natalie Portman spielt die Rolle zufrieden stellend und somit gar besser als Connie Nielsen im Original. Leider kann man das von den anderen Darstellern zum größten Teil nicht behaupten. Jake Gyllenhaal (Donnie Darko, Day After Tomorrow, Prince of Persia) als Geliebter und erfolgsloser Bruder ist ein Totalausfall, er wirkt sehr unsympathisch und emotionslos, was dieser Mann an Schauspielleistung offenbart ist nur als Supergau zu bezeichnen. Nicht viel besser macht es Milchbubi Tobey Maguire. Wird dieser Mann irgendwann mal erwachsen? Er wirkt richtig unglaubwürdig, so hab ich mich über seine Spiderman Rolle schon an ihm ausgelassen, aber hier passt er überhaupt nicht her, denn bei diesem Film ist nicht nur gutes aussehen gefragt. Er ist absolut kein Schauspieler für Emotionen. Sam Shepard als Großvater sticht noch sehr positiv hervor, was in einer Nebenrolle so sicher nicht für die eigentlichen Hauptdarsteller spricht. Die Besetzung im Original war jedenfalls viel runder, was das Remake aufzubieten hat ist vor allem eine Natalie Portman, die das Schaffwerk natürlich nicht retten kann. Etwas getrauert wird um den verlorenen Bruder, was auch vom Ablauf her der einzig etwas bessere Kritikpunkt ist, als beim Original, was sicher an der guten Natalie Portman liegt, denn mehr Zeit dafür nimmt sich der Film auch nicht, eher sogar wenig. Dennoch kommt es runder rüber. Anschließend stellt sich aber Langeweile ein, man hätte die Liebesbeziehung zwischen Natalie und Jake (Der Bruder des vermeintlich Verstorbenen) intensiver und glaubhafter darstellen müssen. Was gar nicht geht ist, dass Jake der einen Tochter einen großer Schneemannkopf auf deren Schädel gewuchtet, dass schon an Körperverletzung grenzt. Wenn das Mädchen auch noch umfällt und dies soll dann als Spaß dargestellt werden, muss man sich Fragen für wie doof der Regisseur sein Publikum hält. Mehr als Gelächter kann er für so eine Szene nicht ernten, die beim Original glaubhaft dargestellt wird. Im Parallelszenario der Gefangenschaft hält man sich gar nicht so lange auf. Tobey Maguire schafft es dort dann nicht, die eingezwängte Situation einen Mord begehen zu müssen, glaubhaft rüber zu bringen. Selbst die Terroristen wirken viel sanfter als beim Original. Das Ende ist dann etwas anders als die Vorlage, denn hier wird dem Polizisten nicht etwa die Knarre geklaut und es ist auch klar wer der Abgedrehte ist. Das Original hat diesbezüglich richtig Spielraum wo nicht klar ist wer hier der Psycho ist und was als nächstes passiert. Beim Remake ist alles sehr eindeutig und es wird auch richtig auf Happy Ende getrimmt, was so die Vorlage auch nicht lieferte.

      Langweiliges, spießbürgerliches Drama. Als entschärftes Remake sogar vollkommen versagt.

      [film]2[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Electro in the Dark (Spotify Playliste)
    • Hier bin ich sehr voreingenommen. Diesen Film würde ich mir nichtmal mit meinem Arschloch ansehen.