Die Neunschwänzige Katze

    • Die Neunschwänzige Katze




      Produktionsland: Italien
      Erscheinungsjahr: 1971
      Regie: Dario Argento
      Drehbuch: Dario Argento , Luigi Collo, Dardano Sacchetti, Bryan Edgar Wallace
      Kamera: Erico Menczer
      Schnitt: Franco Fraticelli
      Spezialeffekte: Luciano Vittori
      Budget: ca. -
      Musik: Ennio Morricone
      Länge: ca. 114 Minuten
      Freigabe: FSK 16 (DVD von Starlight/XT ist uncut, von Labyrinth ist Cut)
      Darsteller: James Franciscus, Karl Malden, Catherine Spaak, Pier Paolo Capponi,Horst Frank, Rada Rassimov, Aldo Reggiani, Carlo Alighiero, Vittorio Congia, Ugo Fangareggi, Tom Felleghy, Emilio Marchesini

      Blu-Ray: 24.08.2012 - CMV


      Inhalt:

      Der ehemalige Reporter Franco Arno, der bei einem Unfall sein Augenlicht verlor, bemerkt zufällig ein verdächtiges Gespräch in der Nähe seiner Wohnung. Kurz darauf wird ein Wissenschaftler, dessen Institut in der Näche von Arnos Wohnung liegt, hinterlistig ermordet. Als er seine Beobachtungen einem Journalisten erzählt, begeben sich beide auf die Spur des mysteriösen Falls. Doch schon bald gibt es weitere Tote im Zusammenhang mit den Ereignissen. Die beiden geraten schliesslich selbst ins Visier der Polizei und immer tiefer in eine unglaubliche, tödliche Verschwörung. Die neunschwänzige Katze stammt aus dem Hause..


      Trailer:


      Review

      Einer der Frühwerke von Argento und sein zweiter Film, sowohl als Regisseur, als auch in der Tiertrilogy.

      Alles dreht sich um einen Mord in einem Krankenhaus, bzw. an einem dort angestellten Doktor. Eine sehr verstrickte Sache die sich hier abspielt, da sehr viele Leute sowohl als Täter, als auch als nächtes Opfer in frage kommen. Der Blinde Arno macht sich zusammen mit dem Journalisten Giordani daran den Fall um die "neunschwänzige Katze" zu lösen.

      Ein wirklich sehr guter Giallo, den Herr Argento hier abgeliefert hat, wobei fast genretypisch nicht immer Vollgas gegeben wird, bzw gegeben werden kann. Man bleibt aber stets, dabei und hofft irgendwie den Täter zu erkennen. Die letzte halbe Stunde ist dann wirklich Hochspannung angesagt.

      Die Musik von Ennio Morricone ist grandios, wie es auch nicht anders zu erwarten war, aber auch die Kamera hat einige nette Spielereien auf Lager, was das Ganze sehr ansehnlich macht. Die Morde sind für das Entstehungsjahr eher unspektakulär, jedoch wissen sie zu gefallen.

      Fazit: Ein toller Argentokrimi, der zwar nicht immer volle Spannung bietet, aber nichts desto trotz sehr gut unterhält.

      [film]8[/film]
    • Warum Astro den Film aktuell noch mal eine Neupressung verpasst hat mit der alten Starlight Qualität, dass muss mir mal jemand erklären. lolp

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Weil Krekel nen Geldhai ist, der denkt, dass sich irgendwelche Vollidioten um Jahre alte Fassungen in limitierten ASTRO Design-DVD's kloppen.
    • Gute Mischung aus Krimi und Horrorfilm.Auch die typische Argento Atmosphäre ist vorhanden,nur der Gore hat in späteren Produktionen zugenommen.Dennoch ist der Film sehr sehenswert und ist für jeden Filmfan ein Blick wert.
    • Im Prinzip ein guter Film welcher es schafft, gekonnt seine Krimi- und Horrorelemente zu vermischen was stellenweise für aufkommende Spannung sorgt.

      Habe ihn kürzlich aber verkauft, da er zwar nett aber kein regelrechter Überflieger ist.

      6,5 reichen dennoch aus meiner Sicht dafür :6:
    • Ein gutes früh Werk von Dario Argento , das zwar noch nicht so genial ist wie seine Filme später, aber trotzdem bekommt man gute, ordentliche Giallo Unterhaltung geboten.

      Es gibt eine interessante Story, es geht um eine Klinik in der Forschungen betrieben werden. Diese Forschungen behandeln das Thema Gencodes, und das Menschen mit einem bestimmten Gencode mit höherer Wahrscheinlichkeit kriminell werden. Bis es dann zu einigen Morden kommt.

      Die Geschichte wird sehr geradlinig erzählt, es werden falsche Fährten gelegt (man weiß bis zum Schluss nicht wer denn nun der Killer ist, jeder der mit der Klinik zu tun hat könnte der Killer bez. das nächste Opfer sein), sympathische Charaktere (alle Darsteller machen einen guten bis sehr guten Eindruck), gut dargestellte Morde (zwar nicht so brutal wie es Argento später praktizierte, aber trotzdem gut inszeniert). Auch gibt es ein paar richtig gruslige Szenen wie die z.B. auf dem Friedhof. Alles wurde hervorragend gefilmt, es gibt gute Kamerafahrten (die Argento in seiner weiteren Karriere perfektionierte) und Kameraeinstellungen, man hat immer denn Blick des Killers als Perspektive (speziell bei denn Morden) und manche Schnitte nur auf das Auge des Mörders wirken einfach sehr gut auf denn Betrachter und sorgen auch für die nötige Spannung.
      Dazu gesellt sich noch ein hervorragender Soundtrack von Ennio Morricone, der die Stimmung und Atmosphäre des Films zusätzlich unterstützt.

      Schon mit seinem zweiten Werk konnte Argento richtig gute Akzente setzten und einem richtige gute Unterhaltung bieten.

      Ich vergebe
      [film]7[/film]
      Zensur Ist Für´n A......!!

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    • Die ungeschnittene "Deluxe Special Edition" steht hier schon seit ca. 5 Jahren im Regal. Gesichtet habe ich den bisher nur auf einer griechischen VHS.
    • Original von sid.vicious:

      Die ungeschnittene "Deluxe Special Edition" steht hier schon seit ca. 5 Jahren im Regal. Gesichtet habe ich den bisher nur auf einer griechischen VHS.


      Solltest du dir ansehen, dir gefällt er bestimmt.

      @Logge hab auch die XT. Werde mich in nächster Zeit explizit die Werke von Argento zu Gemüte führen, heute Abend folgt Vier Fliegen..., dann Door Into Darkness usw. wird immer ne Meinung dazu geben. Allerdings fehlen mir noch ein paar Argento Filme wird aber in nächster Zeit auch noch vervollständigt. Momentan fehlen mir Giallo, Do you like Hitchcock, die 2 Masters of Horror Beiträge und das Geheimniss des schwarzen Handschuhs (gibt es da mittlerweile ne besser VÖ, ausser das Boot?), ach ja die Halunken fehlt auch noch. :3:
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    • @Slayer mit "Giallo" und "Do you like Hitchkock" tust Du dir keinen Gefallen und versaust dir den guten Eindruck den Argento mit seinen Werken bis einschliesslich "Mother of Tears" hinterlassen hat.

      PS:"Cardplayer" war auch fürchterlich mies.
    • Original von Trasher:

      @Slayer mit "Giallo" und "Do you like Hitchkock" tust Du dir keinen Gefallen und versaust dir den guten Eindruck den Argento mit seinen Werken bis einschliesslich "Mother of Tears" hinterlassen hat.

      PS:"Cardplayer" war auch fürchterlich mies.


      Hab ich schon des öfteren gehört und gelesen, aber als Sammler möchte ich gerne alle Filme von ihm haben und ich möchte mir ein eigenes Bild der Werke machen, auch wenn ich nicht viel davon erwarte.

      Ja Card Player hab ich auch nicht sonderlich gut in Erinnerung, wird aber nochmals angesehen und berichtet, in gewohnter Manier.
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    • Giallo ist zwar deutlich schwächer, aber immer noch solide. Für Argentoverhältnisse leider sehr schwach. Do you like Hitchcook ist ein netter Beitrag aber auch nichts besonderes. Hab den mal im TV geschaut und fand ihn ganz nett, war aber in der Zeit als ich von Argento noch nichts kannte.

      Also wie gesagt für Argentoverhältnisse sehr schwach ansonsten aber ganz ok.
    • Do you like Hitchkock sehe ich als Fernsehfilm. Da geht nicht viel, aber er ist immer noch besser als Card Player. Giallo ist aus meiner Sicht nicht ganz so schlecht wie er kritisiert wird. Der Film ist okay, wenn auch nicht gut.
    • Giallo hapert einfach daran das man bei dem Titel und dem Regisseur einen richtig guten und atmosphärischen Film dieses Genres erwartet hat.Dieses hat Argento leider in keinster Weise erfüllt.Ein richtiger Giallo ist es ja nicht geworden.Ich empfinde den eher als eine Art Krimi mit leichten Horroreinflüssen.
    • Das ist halt immer die Sache. Wenn Argento drauf steht, dann erwartet man zu viel. Nach den letzten Graupen von ihm gehe ich mit keiner hohen Erwartung an den Film.

      Aber Dracula 3D? keine Ahnung ob ich mir den antun werde.
    • Nach den bisherigen Trailern zu urteilen werde ich um "Dracula 3D" einen grossen Bogen machen.
    • Ab 24.08.2012 erscheinte die Blu-Ray in 2 Motiven.




      Bonusmaterial:
      - Deutsche Kinofassung (ca. 92 Min., 1080p, Deutsch / Englisch)
      - Deutscher Trailer
      - Italienischer Originaltrailer
      - Internationaler Trailer
      - Amerikanischer Trailer
      - TV-Spots
      - Interview mit Dario Argento , Dardano Sacchetti, Ennio Morricone
      - Radio-Spots
      - Radio-Interviews mit Karl Malden und James Franciscus
      - umfangreiche Bildergalerie
      - animierte interaktive Menüs

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    • Die sollen lieber mal Dellamorte Dellamore auf BluRay würdig veröffentlichen als so nen sag ich mal belanglosen Giallo von Argento.
    • Der Film ist für mich auch uninteressant. Wenn keine Katzen vorkommen und der nicht mal an Rosso heranreichen soll von den Horrorelementen her, kann ich mir das Geld sparen.

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    • ...weil keine Katzen vorkommen??? shack lol
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Original von Dr.Doom:

      Der Film ist für mich auch uninteressant. Wenn keine Katzen vorkommen und der nicht mal an Rosso heranreichen soll von den Horrorelementen her, kann ich mir das Geld sparen.
      ....weil keine Katzen vorkommen??? shack :prop: lol
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Original von Dr.Doom:

      Der Film ist für mich auch uninteressant. Wenn keine Katzen vorkommen und der nicht mal an Rosso heranreichen soll von den Horrorelementen her, kann ich mir das Geld sparen.


      Genau, wenn keine Katzen vorkommen, dann kann das Nichts sein...

    • Hahahahaha, Doom. Das ist der nächste große Lacher nach Wenn die Gondeln Trauer tragen... lol lol lol lol
    • Der Film erscheint nun am 24.08. auch als Limited Retro Blu-ray Edition #04 - (Super Jewel Case). Werd ich mir nun wohl doch kaufen.

      Bonus:

      Kapitel- / Szenenanwahl
      Deutsche Kinofassung (ca. 92 Min.
      1080p
      Deutsch / Englisch)
      Deutscher Trailer
      Italienischer Originaltrailer
      Internationaler Trailer
      Amerikanischer Trailer
      TV-Spots
      Interview mit Dario Argento
      Dardano Sacchetti
      Ennio Morricone
      Radio-Spots
      Radio-Interviews mit Karl Malden und James Franciscus
      umfangreiche Bildergalerie

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    • Kritik:

      Ansehnlich ausgefallen ist eine Szene, wo sich jemand vor dem Zug wirft, da sieht man wie der Zug den Körper zerfetzt. Dazu gibt es einige ansprechende Würgeszenen. Die Kills hat Argento drauf, auch bei diesem frühen Werk, wo der deftige Splatter aber noch ausbleibt. Die Sounduntermalung ist dazu stimmig und nie aufdringlich. Die Ermittlungen werden einigermaßen unterhaltsam von statten gehen, dazwischen gibt es eine rasante Autofahrt und etwas Bettgeflüster mit mörderischen Treiben. Das die Krimielemente sich nicht all zu sehr ziehen, liegt auch daran, dass nicht zu viel Geschwätz in eintönigen Kulissen aufgezeigt wird, sondern die Bilder öfter wechseln, die mit der Blu-Ray Aufpolierung auch brillieren können und wo die Mordgeschichte immer noch interessant genug bleibt. Die gut spielenden Darsteller sind zudem sympathisch. Mit dem Filmtitel Die Neunschwänzige Katze ist das verstickte Spiel des Meuchelmörders und seine gelegten Spuren gemeint. Zwischendrin gibt es immer wieder blinzelnde Eulenaugen in naher Zoomansicht, immer dann wenn der Meuchelmörder in Aktion tritt. Die Eulenaugen sollen die Blicke des Mörders zeigen, von dem man natürlich typisch Giallo nicht das Gesicht sieht um das Miträtseln zu animieren.

      Änlich wie beim späteren Rosso - Die Farbe des Todes tun sich ein paar Längen auf, auch wenn ich die Geschichte hier etwas packender empfand als bei Rosso, weil die Darsteller mehr Witz einbringen was dann trotz der reichlichen Ermittlungen nicht zu fade wirkt, wobei der inhaltlich schwächere Rosso dafür mehr Gruselatmosphäre und blutigere Kills aufweisen kann. Anschließend wusste Argento aber durch mehr Horroratmosphäre auch richtig gut zu unterhalten, dieses Frühwerk ist sicher nicht schlecht, mit der typischen Argento Handschrift versehen weis er durchaus zu gefallen. Giallo Fans können bedenkenlos zugreifen.

      [film]6[/film]

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    • Storymäßig ziemlich ordentlicher Film, aber diese ständigen Sprachwechsel aufgrund fehlender Nachsynchronisierung nerven kolossal. Film also nur auf Englisch empfehlenswert.
      I'm the cool dad. That's my thing. I'm hip. I surf the Web. I text. LOL: laughing out loud. OMG: Oh my God. WTF: Why the face? Um you know, I know all the dances to High School Musical so..

      [ Dienstag | 23:48 ] <Anyu> also wenn three fingers würstchen einen agenten hat, dann muss ich es mal anerkennend schütteln
    • Produktionsland: Italien
      Erscheinungsjahr: 1971
      Regie: Dario Argento
      Drehbuch: Dario Argento , Luigi Collo, Dardano Sacchetti, Bryan Edgar Wallace
      Kamera: Erico Menczer
      Schnitt: Franco Fraticelli
      Spezialeffekte: Luciano Vittori
      Musik: Ennio Morricone
      Länge: ca. 114 Minuten
      Freigabe: FSK 16

      Darsteller:
      Karl Malden: Franco Arno
      James Franciscus: Carlo Giordani
      Catherine Spaak: Anna Terzi
      Tino Carraro: Prof. Fulvio Terzi
      Pier Paolo Capponi: Polizeichef Spimi
      Horst Frank: Prof. Dr. Braun
      Rada Rassimov: Bianca Merusi
      Aldo Reggiani: Dr. Casoni
      Carlo Alighiero: Dr. Calabresi
      Cinzia De Carolis: Lori
      Tom Felleghy: Dr. Esson
      Emilio Marchesini: Dr. Morbelli
      Corrado Olmi: Morsella, Polizist



      Der ehemalige Zeitungsjournalist Franco Arno ist blind und lebt zusammen mit seiner kleinen Nichte Lori. Bei einem gemeinsamen Spaziergang hört Arno, dass man sich in einem Auto über eine Erpressung unterhält. Lori merkt sich das Gesicht eines der Insassen, welcher einige Tage später in der Zeitung für tot erklärt wird. Arno und der Journalist Carlo Giordani machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem Mörder.

      Die deutsch-italienisch-französische Co-Produktion entstand nach Argentos „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“ und ging ähnliche Wege. Argento drückte seinem Schaffen früh einen eigenen Stempel auf, auch wenn seine Gialli-Frühwerke noch nicht die absolute Überzeugungskraft hatten, wie der 1975 entstandene „Rosso- Die Farbe des Todes“.

      „Die neunschwänzige Katze“ beginnt mit den sehr schönen Klängen von Ennio Morricone und gewährt dem Zuschauer langsam den Eintritt in die Welt eines Giallo. Die Betonung liegt hier beim Wort „langsam“, da der Film einige kleine Leerläufe zu verbuchen hat. Sollte man allerdings auf die Gefahr zulaufen in eine gewisse Tristesse zu verfallen, so gelingt es Argento den Zuschauer mit einer Wendung wieder aus dem gefährlichen Raster zu rauszureissen. Denn richtig los, geht es erst im letzten Drittel des Films. Auf einem Friedhof wird dem Zuschauer eine bedrohliche Atmosphäre vermittelt und der Handlungsstrang erwirbt immer mehr an Bedeutung.

      Der Film zeigt die Morde aus Sicht des Mörders, so dass der Zuschauer hier ein großes Fragezeichen präsentiert bekommt. Anfänglich gelingt es Argento sogar, dass man sich in die „Sichtweise“ des blinden Franco Arno versetzen kann.



      Die Kameraarbeit von Erico Menczer kann ein paar schöne und ausgiebige Fahrten verbuchen, so z.B. die Fahrt auf dem Friedhof, die aus dem unteren Blickwinkel aufgenommen wurde. Dazu gibt es auch die ein oder andere gute Schnittfolge. Die Morde werden gut und auf die damalige Zeit bezogen auch recht hart dargestellt.

      Darsteller:
      Karl Malden macht als Franco Arno eine wirklich gute Figur und kann als blinder Ex-Journalist überzeugen. Ebenfalls im grünen Bereich befindet sich James Franciscus in der Rolle von Carlo Giordani, dass die deutsche Synchronisation ihm Rainer Brandt zugeschustert hat, ist schließlich nicht seine Schuld. Weiterhin darf man sich auf Horst Frank, Rada Rassimov und Werner Pochath freuen.

      Die absolute Stimmungskanone in der Besetzungsliste ist allerdings Ugo Fangareggi als Giggi. Ein wirklich markanter Typ, der sie nicht alle stramm hat, allerdings mit dem Öffnen von Safes und einem großen Vokabular von Schimpfwörtern bestens vertraut ist.

      Fazit: Ein interessanter Giallo mit einer guten Kameraarbeit, der allerdings etwas lang braucht um in Fahrt zu kommen.

      7,5/10
    • Original von Logge1002:

      Wie ist die BD so?? Werde dann mal meine XT rausholen die ich Fun damals abgekauft habe lol


      Erwarte keine Wunderdinge von der Qualität der BuRay. Ich war damit zwar recht zufrieden, aber einige sind ziemlich unzufrieden. Man bezieht sich da auf die dunklen Szenen. Ist subjektives Empfinden.
    • Bei dieser zweiten Regiearbeit von Dario Argento handelt es sich um den Mittelteil der sogenannten "Tier-Trilogie", der meiner Meinung nach von vielen Fans immer ein wenig unterschätzt wird. Sicherlich handelt es sich nicht um einen der besten Giallos aller Zeiten, jedoch wird dem Zuschauer eine sehr spannende-und interessante Geschichte präsentiert, deren Auflösung am Ende zwar etwas banal ausfallen mag, doch diesen Aspekt ist man bei einigen Werken des italienischen Regisseurs des Öfteren gewohnt, so das man ihm keine größere Bedeutung zumessen sollte. Vielmehr sollte man sich an einem äusserst atmosphärisch gestalteten Szenario erfreuen, das insbesondere durch sein kräftiges Farbenspiel an Werke von Mario Bava erinnert, dessen Einfluss auf Argento unübersehbar ist. Desweiteren überzeugt dieses Werk durch einen sehr gelungenen Spannungsaufbau, wobei es trotz einer Laufzeit von fast 2 Stunden keinerlei langatmige Passagen erkennen lässt. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn mit zunehmender Laufzeit wird die Spannungsschraube kontinuirlich immer fester angezogen, was dem Zuschauer einen wirklich erstklassigen Filmgenuss beschert.

      Das liegt in erster Linie daran, das Argento dem Zuschauer immer wieder kleinere Puzzle-Teilchen präsentiert, die mit der Zeit ein immer klarer erscheinendes Gesamtbild erkennen lassen. So kann man sich nach einer gewissen Zeit sicherlich schon seinen Reim auf die eventuellen Motive des Killers machen, dessen Identität allerdings erst gut 5 Minuten vor dem Ende preisgegeben wird. Bis dahin jedoch wird man mit etlichen falschen Fährten immer wieder in die Irre geführt, so das man seine eigenen Vermutungen zumeist immer wieder verwerfen muss. Natürlich kann es auch durchaus passieren, das man schon frühzeitig auf die Identität des Killers stößt, denn wenn man sich erst einmal über die Motive im Klaren ist, gibt es nur noch einen sehr eingeschränkten Kreis von Verdächtigen, wobei allerdings keinerlei offensichtliche Andeutungen auf eine bestimmte Person zu erkennen sind. Als weiterer Spannungsfaktor sind die eigenen Ermittlungen der beiden Haupt-Charaktere Arno (Karl Malden) und Giordani (James Franciscus) anzusehen, denn während der Geschehnisse sind die beiden mehrere Male kurz davor, die Identität des Killers aufzudecken, um im letzten Moment immer wieder festzustellen, das der Mörder ihnen um eine Nasenlänge vorraus ist. Dabei geraten die beiden Hobby-Detektive nicht selten selbst in eine mehr als brenzlige Lage, aus der sie sich aber immer wieder durch Glück und Geschick befreien können.

      Auch wenn das recht simpel gestaltete Ende ganz sicher für viele Leute die Schwäche des Filmes darstellt, so ist es aber auf jeden Fall recht logisch und nachvollziehbar. Ausserdem sollte man erwähnen, das Argento das Hauptaugenmerk ganz eindeutig auf die Motivlage des Killers gelegt, während die Identität viel eher nebensächlich erscheint. Denn gerade im ersten Drittel der Geschichte steht man als Zuschauer do so ziemlich im Dunkel, kann man sich doch zuerst überhaupt keinen Reim auf die Ereignisse machen. Erst durch die Einführung immer weiterer kleiner Fragmente ergibt sich mit der Zeit eine gewisse Übersicht über die Gesamtzusammenhänge. Meiner persönlichen Meinung nach ist das die besondere Stärke des Werkes, denn rückwirkend betrachtet erscheint die Story sogar richtig gut durchdacht und logisch nachvollziehbar. Eine weitere Stärke ist das gute Schauspiel der einzelnen Darsteller, wobei Malden und Franciscus besonders hervorstechen, denn das ungleiche Ermittler-Duo ist als Highlight des Filmes anzusehen und hinterlässt zudem einen extrem symphatischen Eindruck beim Betrachter.

      Alles zusammengenommen gibt es eigentlich recht wenig, was man an "Die neunschwänzige Katze" wirklich bemängeln könnte, was selbstverständlich immer an der Sichtweise des jeweiligen Zuschauers liegt. Jedenfalls beinhaltet der Plot alles, was einen guten und sehenswerten Giallo auszeichnet, denn neben einer interessanten Story entfaltet sich ein immer weiter ansteigender Spannungsbogen, der trotz einer Laufzeit von fast 2 Stunden keinerlei einbrüche erkennen lässt. In atmosphärischer Hinsicht gibt es überhaupt nichts zu bemängeln und in diversen Passagen des Szenarios sind sogar richtig bedrohliche Züge zu erkennen, die das von haus aus schon sehr gute Filmvergnügen noch einmal zusätzlich aufwerten. Gut agierende Schauspieler, erstklassige Kamerafahrten und ein herrlich kräftiges Spiel mit den Farben runden die ganze Sache nahezu perfekt ab und lassen einen letztendlich zu einem äusserst guten Gesamteindruck gelangen, den dieses Frühwerk hinterlässt. Eventuell hätte man den gewählten Schluß etwas spektakulärer und ausführlicher gestalten können, jedoch besteht für mich in dieser Beziehung kein wirklicher Kritikpunkt.


      Fazit:


      Ganz sicher ist "Il Gatto a nove code" nicht der beste Film der italienischen Regie-Legende, jedoch ist schon in dieser zweiten Regiearbeit das immense Potential Argentos zu erkennen, das dann in späteren Filmen wie "Suspiria", "Phenomena" oder auch "Deep Red" so richtig zur Entfaltung kam und den Fans noch einige weitere großartige Werke bescherte, die auch in der heutigen Zeit nichts von ihrer Klasse verloren haben. Dennoch ist auch dieser Film zu den Klassikern des Giallos zu zählen und bietet immer wieder sehr spannende und kurzweilige Unterhaltung, bei der man sich nur zu gern am stattfindenden Rätselspiel beteiligt.


      [film]8[/film]
      Big Brother is watching you
    • Die neuschwänzige Katze hat doch lange eine FSK 16 bekommen? Warum wird dieser Film immer noch überteuert auf Filmbörsen verkauft? Der könnte ruhig im Nachmittagprogramm der ÖR oder Privaten laufen. Mir reicht die VZ-DVD, die ich für 10 Euro gekriegt habe.
    • Die neunschwänzige Katze (1970)

      Regie: Dario Argento

      Produktion: BRD,Italien, Deutschland, 1970

      Mit: Karl Malden, James Franciscus, Catherine Spaak, Tino Carraro, Pier Paolo Capponi, Horst Frank, Rada Rassimov, Aldo Reggiani, Carlo Alighiero, Cinzia De Carolis, Tom Felleghy, Werner Pochath, Emilio Marchesini, Corrado Olmi





      Handlung:

      Der erblindete Ex-Reporter Arno macht mit seiner kleinen Nichte einen abendlichen Spaziergang in der Nähe eines medizinischen Instituts. Dabei wird er zufällig Ohrenzeuge eines verdächtigen Gesprächs, bei dem es offenbar um Erpressung geht. Kurz darauf wird im Institut eingebrochen und dabei ein Wachmann niedergeschlagen. Darauf folgt eine grausame Mordserie an Personen, die mit der Forschungseinrichtung in direktem oder indirektem Zusammenhang stehen. Es geht dabei um die Entdeckung eines rätselhaften Killergens. Arno verbündet sich mit dem jungen Reporter Carlo Giordani, um der Sache auf den Grund zu gehen, was alle Beteiligten in große Gefahr bringen sollte...

      Anmerkungen:

      Der vorliegende Film hat einen sehr interessanten Einstieg und ist von Ennio Morricones Musik durchaus gelungen untermalt. Leider wird im Endeffekt zu viel heiße Luft versprüht, da nach den erfreulichen Ansätzen die Dramaturgie immer wieder in's Stocken gerät und eine gewisse Langatmigkeit sich breit macht. Dario Argento versteht es hier einfach nicht, konsequent einen straffen Spannungsbogen mit sich angemessen entladenden Höhepunkten zu präsentieren. Dadurch gerät die Geschichte nie so wirklich in Fahrt und auch die Aufdeckung des Täters ist keine große Sache. Die romantische Annäherung zwischen Carlo Giordani und Anna Terzi wirkt darüber hinaus plump und konstruiert, obwohl die rein darstellerischen Leistungen, vor allem von Karl Malden (1912-2009) und James Franciscus (1934-1991), ansonsten recht ordentlich sind.

      Der erste Mord, bei dem das Opfer vom Zug zerstückelt wird, ist durchaus effektvoll und durch die kurze Einblendung dennoch unblutig inszeniert. Auf Glaubwürdigkeit wird dabei allerdings nicht der geringste Wert gelegt, wenn man bedenkt, dass auf einer belebten Bahnhofsplattform offenbar niemandem auffällt, wie ein Mann Richtung Gleise gestoßen wird, nachdem er seinem Mörder auch noch die Hand zur Begrüßung reicht.

      Als sich ganz zu Beginn zwei Männer in einem Auto unterhalten, ist nur allzu deutlich erkennbar, dass nur einer drinnen sitzt. Morde und Todeskämpfe sind ziemlich realistisch inszeniert. Auch das immer wieder eingeblendete Auge des Täters zeigt eine gewisse Originalität. Dennoch bietet dies kein wirklich ausgleichendes Gegengewicht zu den dramaturgischen Schwächen des Films. Beim Handlungsabschnitt mit der Entführung von Arnos sehr liebenswerten und sympathischen Nichte hätte die Chance bestanden, deutlich mehr Suspense herauszuholen. Dieser Teil ist leider viel zu oberflächlich und reizlos inzeniert. Außerdem lässt der so gefährliche und brutale Täter sich dann auch noch wie ein Schuljunge stellen, was in keinster Weise stimmig wirkt.

      Es handelt sich um einen Streifen, der schlecht gealtert ist, da ihm Charme und Charakteristika typischer "Old-School-Thriller", wie der "echten" "Edgar- und Bryan-Edgar-Wallace-Filme" schlicht und einfach fehlen. Allerdings wollte man ja auch gar nicht daran anlehnen, sondern einfach nur mit dem berühmten Namen punkten, weshalb diese Filme als Wallace-Krimis ohnehin nicht ernst zu nehmen sind. Nachdem die Zeit natürlich nicht stehen geblieben ist, haben sich die modernen Psychothriller, an denen sich der Film, wie auch schon "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe", offenbar orientiert, in eine Richtung weiter entwickelt, welche dieses Werk im wahrsten Sinne des Wortes alt und unausgereift aussehen lassen.


      Fazit:

      Argento-Thriller, der auf den allerersten Blick vielversprechen wirkt, dann aber immer wieder stecken bleibt und dadurch einfach zu wenig in Schwung kommt. 5 von 10.

      [film]5[/film]
    • So richtig gegenliken will ich auch nicht, eine gewisse Langatmigkeit trifft eigentlich auf viele Giallos zu, auch Krimis noch um so mehr, deswegen sind sie nicht so mein Ding. Argento ist aber immer noch unterhaltsam.

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)