Horror-Sex im Nachtexpress

    • Horror-Sex im Nachtexpress





      Produktionsland: Italien
      Produktion: Armando Todaro
      Erscheinungsjahr: 1980
      Regie: Ferdinando Baldi
      Drehbuch: George Eastman
      Kamera: Giuseppe Aquari
      Schnitt: Alessandro Lucidi
      Musik: Marcello Giombini
      Länge: ca. 82 Min.
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Silvia Dionisio, Werner Pochath, Zora Kerova, Carlo De Mejo



      Drei junge Männer terrorisieren innerhalb eines Zug-Waggons die Reisenden. Sie vergewaltigen die Frauen und demütigen die Männer. Die Lage scheint aussichtslos, bis sich einer der Insassen gehen die Männer stellt.

      Fernando Baldis Film ist eher als schäbiges Bahnhofskino und nicht als hartes Terrorkino zu bezeichnen. Baldi bietet ein sleaziges und schäbiges Ambiente und eher durchschnittliche Hauptdarsteller/ innen. Der Film ist eher darauf ausgerichtet seine Darstellerinnen nackt zu zeigen, als diese zu glaubwürdigen Rollen zu bewegen. Natürlich wird der Versuch gemacht die perversen Neigungen einiger Insassen aufzuzeigen und diese mit den 3 Männern charakterlich gleichzustellen, allerdings kann man auch zweifeln ob dieses beabsichtigt war oder letztendlich nur der Unterhaltung dienen sollten. Baldis Film ist nicht gerade dazu da, um über ihn nachzudenken, denken ist hier gänzlich fehl am Platz. Der Film dient eher dazu, sich unterhalten zu lassen und die langatmigen Sexszenen nach vorne zu spulen um nicht aus dem Thema gerissen zu werden.

      Einige Gesichter innerhalb des Films sollten den Italo-Freaks bekannt sein, wie z.B. Zora Kerova (Die Rache der Kannibalen, New York Ripper, Man-Eater) Gianluigi Chirizzi (Die Rückkehr der Zombies) Carlo De Mejo (Haus an der Friedhofmauer, Astaron - Brut des Schreckens) und natürlich Werner Pochath.

      Hinter einen reißerischen und phantasievollen Titel, verbirgt sich nicht mehr, als ein mit Gewalt gespickter Sexploiter aus der Tiefkühltruhe, der allerdings schon wieder so dreckig ist, dass man ab und an relativ gut unterhalten wird.

      6/10

    • Kritik:

      Mit schmierige Typen machen wir gleich zu Beginn an einem Bahnhof Bekanntschaft, die sofort glaubhaft wirken und eine Frau an der Telefonzelle anmachen, wobei sie wie zugedröhnt schmierig Lachen. Anschleißend geht es in den Nachzug, als einziger Schauplatz dann im ganzen Film. Die Vergewaltigungsszenen haben eher was von einem Soft-Porno, dass liegt an den weiblichen Charakteren, die teils drauf stehen von den schmierigen Typen gepflückt zu werden, wirklich mitleiden kann man mit ihnen nicht, wenn es mal zu einem ungewollten Dreier kommt. Es gibt also auch keine Schreie bei der Folter, die einzig nennenswerte Auseinandersetzung ist dann im Finale mit einem Messer, was in den Rücken gestochen wird, allerdings auch zu sehr im Off, freilich zu wenig. Es wird mehr gevögelt statt terrorisiert. Die tolle Sounduntermalung, sowie die schaurige Geräuschkulisse und hübsche, freizügige Mädels können Punkten, richtig viel Atmosphäre kommt in dem Zug aber trotzdem nicht auf. Selbst wenn der typische italienische Stil dieser Zeit ersichtlich ist, insbesondere von der Kameraarbeit her. Was fehlt ist eine richtige Bedrohung durch die schmierigen Typen, die zwar gut besetzt sind, aber mehr als nur das Messer rausholen und Sprüche klopfen, ist nicht drin. Terrorfans werden kaum auf ihre Kosten kommen. Unterhaltsam ist Horrorsex-Im Nachtexpress trotzdem noch, aber der Nervenkitzel kommt dabei halt nicht auf.

      Horrorsex-Im Nachtexpress ist eine Nachahme von Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien, ohne irgendwas neues in der Handlung zu bieten und spürbar ohne dieses Original an Terror und auch Abwechslung zu erreichen.


      [film]5[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Electro in the Dark (Spotify Playliste)
    • Original von Weißherbst:

      Bombe dieser Filmtitel. lol


      Dachte ich mir auch gerade. Lang leben die 80er lolp
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Ein ähnlicher Gedanke ist mir auch grade im Kopf rumgeschwirrt. :6:
      Ich schaue keine Filme, Filme schauen mich!
    • Der muss alleine dafür schon ins Haus lol
      I'm the cool dad. That's my thing. I'm hip. I surf the Web. I text. LOL: laughing out loud. OMG: Oh my God. WTF: Why the face? Um you know, I know all the dances to High School Musical so..

      [ Dienstag | 23:48 ] <Anyu> also wenn three fingers würstchen einen agenten hat, dann muss ich es mal anerkennend schütteln
    • @MadMiko Man muss schon ein Faible für (S)Exploitation Filme der 70er Jahre haben um Gefallen an solchen Streifen zu finden.Denk das diese Art Film für die meisten hier im Forum eher von geringem bis gar keinem Interesse ist.
    • Haha, göttlich. Den muss ich sehen. Habe ich zu beginn mit dem hier verwechselt.

      What fools these Mortals be!
    • Original von DeathShark:

      Haha, göttlich. Den muss ich sehen. Habe ich zu beginn mit dem hier verwechselt.



      Das ist komplett was anderes :0:
    • Original von Trasher:

      @MadMiko Man muss schon ein Faible für (S)Exploitation Filme der 70er Jahre haben um Gefallen an solchen Streifen zu finden.Denk das diese Art Film für die meisten hier im Forum eher von geringem bis gar keinem Interesse ist.


      Hättest du es nicht erwähnt, dann hätte ich es ähnlich formuliert und darauf hingewiesen, dass ggf. du und meine Wenigkeit etwas mit diesem Film anfangen können.
    • Original von sid.vicious:

      Original von DeathShark:

      Haha, göttlich. Den muss ich sehen. Habe ich zu beginn mit dem hier verwechselt.



      Das ist komplett was anderes :0:


      Sieht aber auch etwas nach Horror Sex aus :0:
      What fools these Mortals be!
    • Ich fand "Horror-Sex im Nachtexpress" durchaus sehenswert. Ich muss jedoch sagen, dass mir so Streifen wie "Verflucht zum Töten" (1978), "Der Schlitzer" (1980) oder "Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien" (1975) auch schon sehr gut gefallen haben. Man findet hier viele Gesichter wieder, die man aus den grösseren Italo-Klassikern kennt. Inhaltlich konzentriert sich der Streifen wohl eher auf den Terror der Bösewichte, sodass Sex und Gewalt an einander gereiht wird, wobei der Sex hier stärker dosiert ist, Gewalt wird nicht wirklich graphisch und detaliert geschildert. Sehr gut gefallen hat mir der Soundtrack von Marcello Giombini. Ach ja, inhaltlich musste ich an einigen Stellen grinsen und die deutsche Synchro war auch nicht schlecht. Was die Bösewichte angeht, so erreichen diese nicht bei weitem die Klasse von David Hess und Giovanni Lombardo Radice (in "Der Schlitzer), aber vom Benehmen her sind die recht durchgeknallt und wirken wie Jugendliche.

      7.5/10


    • Eigentlich hatte ich gehofft das mich so ein Streifen wie Mondo Brutale, Es begann um Mitternacht oder der Schlitzer erwartet, aber die Klasse dieser drei Streifen erreicht Horror-Sex im Nachtexpress nicht wirklich, auch wenn er das Potenzial gehabt hätte.

      Der Film beginnt mit der Einführung der einzelnen Charaktere die zusammen in einem Zug Wagon (einen Nachtzug) einen Trip antreten. Da wären eine Ehepaar das ersichtlich Probleme hat, eine Prostituierte die im Zug auf Freier wartet, eine Familie mit einer Tochter und dessen Perversen Vater, ein weiteres Ehepaar bei der die Frau schwer krank ist, ein Polizist der einen Häftling dabei hat, dazu noch denn Schaffner und denn Kellner im Speisewagen, zu guter letzt kommen noch drei verrückte Kerle dazu, denen man von Beginn an anmerkt das sie nichts gutes im Schilde führen.
      Die drei Kapern denn Wagon und lassen ihren perversen Spielchen freien Lauf, hier schafft es der Film aber nicht recht makaber oder grenzwertig zu werden. Eher hat man das Gefühl der Film hangelt sich von einer Softporno Szene zur nächsten und man vergisst auch irgendwie die Härte, egal ob psychisch noch physisch alles plätschert so dahin. Einzig allein der Showdown bereitet dann wieder etwas Freude, der Rest ist leider nichts Besonderes und langweilt zu weilen sogar.
      Obwohl man eine stimmige Atmo in dem Zug erzeugen kann, diese dann aber immer durch die Sexszenen zerstört.
      Der Film hätte Potenzial gehabt, nutzt dies aber nur Bedingt und macht eben mehr falsch als richtig.

      Die Darsteller sind ok, vor allem die drei Schurken verkörpern ihre Parts recht solide, können aber anhand des Scripts nicht mehr aus ihren Rollen herausholen.

      Leider bleibt dieser Genrebeitrag im Mittelfeld hängen, einmal ansehen ist ok mehr aber auch nicht.

      [film]5[/film]
      Zensur Ist Für´n A......!!

      Meine Filmsammlung

      Meine Musiksammlung